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Sorga feiert schwerelos  und ein wenig traurig - Eulalia tritt ab

Mit der Weiberfastnacht wurde in den Karnevalshochburgen das letzte närrische Wochenende eingeläutet. Auch in Sorga feierte echte und unechte Weiber fröhlich.

Eine kräftige Portion Wehmut mischte sich in die ausgelassene Stimmung beim Weiberkarneval in Sorga. Nachdem Petra Schuster in ihrer Paraderolle als Eulalia allerlei Erlebnisse aus dem Eheleben mit ihrem Jupp ausgeplaudert hatte, verkündete sie ihren Rückzug. Sie habe nun zwanzig Jahre als Eulalia auf der Bühne gestanden, das sei genug, erklärte sie. Den Jupp habe sie um die Ecke gebracht, hatte sie den munteren Weibern zuvor erzählt und war dann doch ein wenig traurig – es sei ja nicht alles schlecht gewesen., räumte sie ein.

Richtig traurig waren dagegen Sitzungspräsidentin Elke Hildebrand und viele Stammgäste der Sorgaer Weiberfastnacht, die sich Jahr für Jahr nicht nur über die Geschichten vom Jupp königlich amüsiert hatten, sondern vor allem über Petra Schusters Ausdruckskraft, ihre Mimik und Gestik und ihr unverwechselbares Kostüm mit den von Einmachgummis gehaltenen Wollstrümpfen und dem blumengeschmückten Hut. Eulalia wird nicht nur beim Weiberkarneval in Sorga fehlen.

Begonnen hatte der närrische Abend, der unter dem Motto „Im Himmel ist die Hölle los, Sorga feiert schwerelos“ stand, in bewährter Weise. Vom Duo Malibu in Stimmung gebracht, tanzten die echten und falschen Weiber schon vor dem offiziellen Start auf den Stühlen. Präsidentin Elke Hildebrand verkündete, dass nun die Weiber die Macht hätten und Hanna Heyer, eines der Sorgaer Funkenmariechen, wirbelte über die Bühne.

Ihr folgten Garde- und Showtanzgruppen aus Arzell, Meckbach, Rotensee, Neukirchen, Kerspenhausen und Oberhaun und natürlich Hofgarde und Imperadas des gastgebenden TSV Sorga. Die Tänzerinnen und Tänzer überzeugten mit schwungvollen Choreografien sowie aufwändigen Dekorationen und Kostümen. In den Umbaupausen forderte das Duo Malibu zum Schunkeln, Tanzen und Mitsingen auf.

Hochkarätig waren in diesem Jahr auch die beiden Männertanzgruppen. Sowohl die Wendehälse aus Oberhaun als auch Triple XXX aus Sorga überzeugten mit schnellen Schrittfolgen, akrobatischen Einlagen und teilweise nackter Haut.

Nach der Pause ging es mit dem zweiten Funkenmariechen Louisa Heinrich, Showtanzgruppen aus Hönebach, Obergude, Kathus und Niederaula und den Sorgaer Hummeln weiter, von denen die meisten zuvor im Elferrat auf der Bühne gesesssen hatten. Mit Liedern aus dem Film „The Greatest Showman“ setzte Sängerin Denise Vollmer musikalische Akzente in dem vollgepackten, vierstündigen Programm. (zac)

Quelle: Hersfelder Zeitung