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Spanien: Briefbombe explodiert in ukrainischer Botschaft in Madrid

In der spanischen Hauptstadt ist ein Sprengsatz in der Botschaft der Ukraine detoniert. Die Sicherheitsbehörden haben das Antiterror-Protokoll aktiviert.

Bei der Explosion einer Briefbombe in der Botschaft der Ukraine in der spanischen Hauptstadt Madrid ist ein Botschaftsmitarbeiter verletzt worden. Der Mann, der den Brief am Mittwochmittag geöffnet habe, sei nur leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf die spanische Nationalpolizei. Er habe sich trotzdem vorsichtshalber ins Krankenhaus begeben.

Die Policía Nacional bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur diese Berichte. Sie sei gegen 13.15 Uhr von der Botschaft alarmiert worden. Man habe das Antiterror-Protokoll aktiviert und den Bereich um das Botschaftsgebäude im Madrider Viertel Piovera im Nordosten der Hauptstadt abgesperrt, hieß es. Eine Anti-Sprengstoff-Einheit und zwei Hundeführer seien im Einsatz

Botschaften verschärfen Sicherheitsvorkehrungen

Die spanische Tageszeitung "La Vanguardia" berichtet unter Berufung auf Polizeiquellen, die Sendung sei mit einem selbstgebauten Sprengsatz versehen gewesen – adressiert war sie demnach an den ukrainischen Botschafter in Madrid, Serhii Pohoreltsev. Der Umschlag sei nicht im Gebäude, sondern von einem Wachmann im Vorgarten der Botschaft geöffnet worden.

Nach der Detonation hat der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba angeordnet, die Sicherheitsvorkehrungen an allen Vertretungen des Landes im Ausland dringend zu verschärfen. Die spanischen Behörden habe er aufgefordert, den Vorfall zu untersuchen, teilt das Außenministerium mit. Demnach erklärt Kuleba weiter, wer immer hinter dem Anschlag stecke, werde es nicht schaffen, ukrainische Diplomaten einzuschüchtern oder ihre tägliche Arbeit für die Stärkung der Ukraine und für den Widerstand gegen die russische Aggression zu stoppen.