Select countries

00:00 Geld gefunden - Finder gibt über Eintausend Euro ab
00:00 Bei Staatsbesuch: US-Geheimdienstler rangeln sich mit Chinesen um Trumps Atomkoffer
00:00 Ment am Montag: Hab’ ich Schnupfen, nehme ich Hamsterfelle
00:00 Moin Moin: Budni oder Barcelona?
00:00 Champions League - FC Bayern: Ribéry und Coman kämpfen um Startelfeinsatz gegen Besiktas
00:00 Irrer Entwurf für Norwegen - Dieses Hotel ist eine runde Sache
00:00 Rechtzeitig vorsorgen - Vorsorgevollmacht: Wann sie greift, was sie regelt
00:00 Alltagsfrage - Gibt es einen Trick, im Beruf durch zu starten?
00:00 Wenn Kinder zu Vollwaisen werden - Sorgerechtsverfügung: Darauf müssen Sie achten
00:00 Wer soll sich um Ihre Kinder kümmern? - So hinterlegen Sie eine Sorgerechtsverfügung richtig
00:00 Macrons Partei hält an transnationalen Wahllisten fest
00:00 Am Münchner Flughafen - Polizisten stoppen Kindes-Entführer
00:00 All-Star-Duell der Stars - Vernascht! LeBron stiehlt Curry die Show
00:00 Genug gerodelt
00:00 Der letzte Wille - Darauf sollten Sie achten, wenn Sie ein Testament anfertigen
00:00 Nach Bombenanschlag auf Soldaten - Gazastreifen: Israel greift mehrere Ziele der Hamas an – zwei Teenager tot
00:00 „Die Sozialdemokratie ist ein Stabilitätsanker“
00:00 München - Mann will Kinder (7, 9) an Bord einer Maschine nach Tunesien bringen - Polizisten reagieren perfekt
00:00 Rätselhafte Gehirnerschütterung ohne Erschütterung
00:00 Ärgerlich für Obstliebhaber - Bauchspeck trotz gesunder Kost: Vermeiden Sie die Fructose-Falle! 
00:00 Wenn Deo und Waschen nicht hilft - Botox gegen Schweißgeruch? Arzt klärt 5 Fragen, die sich keiner zu stellen traut
00:00 In Bach gerutscht - 45-Kilo-Hündin mit Trage gerettet
00:00 Lebende Tiere im Museum Reutlingen - "Wir brüten was aus - Osterküken" vom 20. Februar - 08. April
00:00 Dortmund - Siedlung Siepmannstraße: Mann raubt Kiosk aus
00:00 Was wirklich wichtig ist im Leben - Maria hat nach dem Krieg 11 Kinder erzogen: „Ich war oft erschöpft, aber nie unglücklich"
00:00 „Das wollte ich schon 2014“: US-Freestyler Kenworthy küsst seinen Freund
00:00 Er ist ihr Patenonkel: Macauley Culkin plaudert über Paris Jackson
00:00 Nachholspiel am Mittwoch - FCK schüttelt sich nach der Heim-Pleite
00:00 Medizin in Bochum - Chirurgische Klinik als Endoprothetikzentrum zertifiziert
00:00 Mein Fußball-Moment - Aufgepasst Männer! Die Tunnel-Königin macht alle nass
00:00 GZSZ: Leon und Maren haben Sex – doch ihr Gewissen plagt sie
00:00 Kunst in Frankfurt am Main - Nach über zehn Jahren Sanierung: Eröffnung des Jungen Museums
00:00 Nahles würde direkte Wahl zur Bundeskanzlerin verlieren
00:00 3 Punkte bis Rang 3 - Arminia schnuppert am Aufstieg
00:00 BILD erklärt die Neuheiten - Unsere Lebensretter rüsten auf!
00:00 Mitt Romney: Trumps unangenehmer Gegner aus den eigenen Reihen
00:00 Lizenz beantragt - Sandhausen plant für die 1. Liga
00:00 Sigmar Gabriel im Porträt: Ein Mann will bleiben
00:00 Holstein Kiel weiter sieglos - Nur die Torjäger sind Spitze
00:00 Beim Frankreich-Paar - Busen-Blitzer beim Eiskunstlauf
00:00 Busen-Blitzer! - Kleid-Fauxpas vom Frankreich-Paar
00:00 München - "Rhino 19": Zoll zieht Potenzmittel aus dem Verkehr
00:00 Mal so richtig die Hauptstadt rocken
00:00 Präsidentschaftswahlkampf in Mexiko eröffnet
00:00 Newsticker (1161)
00:00 +++ US-Politik im News-Ticker +++ - Gerangel um Trumps Atomkoffer in Peking
00:00 Dichter am Ball: Olympia? Bundesliga!
00:00 *** BILDplus Inhalt *** BILD exklusiv am Set - Wenn es rasant wird, wird Deffi schlecht
00:00 BILD exklusiv am Set - Wenn es rasant wird, wird Deffi schlecht
00:00 Trier - 28.000 Überstunden: Landesrechnungshof kritisiert Trierer Stadtverwaltung
00:00 Kölnturm: Hubschrauber kreisten über Mediapark – spektakuläre Aktion im Video
00:00 Emma Gonzalez - eine Schülerin rüttelt die USA auf
00:00 Schwerwiegende Erkrankung: CDU-Generalsekretär Tauber gibt Amt auf
00:00 Soll ich krank zur Arbeit gehen?
00:00 Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden
00:00 Filmpremiere im Kit Kat Club - Alle sprechen Englisch und feiern nackt
00:00 Die Stadt, die einen niemals schlafen lässt
00:00 Car-Sharing - DriveNow: Jetzt für 4,99 Euro anmelden und 30 Freiminuten sichern
00:00 Hamburg - Nach Leichenfund in Elbe: Toter ist nicht der vermisste Schotte
00:00 Medienbericht: Heftiges Handgemenge um Trumps Atomkoffer - Sicherheitsbeamter in Peking niedergerungen
00:00 Politik-News: Merkel will Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Generalsekretärin
00:00 „Age of Empires“ im Test - Strategie-Klassiker im neuen Gewand
00:00 *** BILDplus Inhalt *** „Age of Empires“ im Test - Strategie-Klassiker im neuen Gewand
00:00 *** BILDplus Inhalt *** „Age of Empires“ im Test - 1000 Mal mehr Arbeits- Speicher! Und sonst so?
00:00 Köln - Feuer in JVA gelegt: So tickt Siegauen-Vergewaltiger Eric X.
00:00 Regensburg - Aggressives Influenza-Virus sucht Städte und Regionen heim - bundesweit 102 Tote
00:00 Beim Funkenfeuer im Allgäu - Feuer-Stapel stürzt um: drei Verletzte
00:00 Insekten-Hundefutter - Dieser Mops fliegt auf Soldatenfliegen
00:00 Saarländische Ministerpräsidentin - Kramp-Karrenbauer soll neue Generalsekretärin der CDU werden
00:00 Merkel will Kramp-Karrenbauer als CDU-Generalsekretärin
00:00 Ein kleiner Schritt für die Menschheit
00:00 Was bei der Urlaubsplanung zu beachten ist
00:00 Nach Leichenfund in Elbe: Toter ist nicht der vermisste Schotte
00:00 Nachfolgerin von Peter Tauber: Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden
00:00 Merkel will Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Generalsekretärin
00:00 Tauber-Nachfolge geklärt - Merkel will Kramp-Karrenbauer als CDU-Generalsekretärin
00:00 Merkels Überraschungscoup - Kramp-Karrenbauer wird CDU-Generalsekretärin
00:00 Merkels Überraschungscoup - Kramp-Karrenbauer CDU-Generalsekretärin
00:00 Rückzug als CDU-Generalsekretär - Warum Tauber Merkel einen Gefallen tut
00:00 Kramp-Karrenbauer soll CDU-Generalsekretärin werden
00:00 Flugzeugunglück in Iran: Profi-Bergsteiger sollen nach verschollener Maschine suchen
00:00 Türkisch-Islamische Union - Politisches Motiv? Auto von Moschee-Verein in Flammen
00:00 Nachfolge von Peter Tauber - Angela Merkel macht Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Generalsekretärin
00:00 Hamburg - Signalanlage defekt?: Lkw rammt Lok! 200 Liter Öl im Hafen ausgelaufen
00:00 „Romy besaß keinen Filter“
00:00 Neuer Großauftrag für Siemens aus Thailand?
00:00 Merkel holt Kramp-Karrenbauer als Generalsekretärin nach Berlin
00:00 News des Tages: Mangelnde Ausrüstung: Der Bundeswehr fehlt es sogar an Kleidung und Zelten
00:00 News des Tages: Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden
00:00 Nachrichten aus Deutschland: Stützpunkt lahmgelegt: Bundeswehr-Tornados müssen wegen Biodiesel am Boden bleiben

Last news

00:00 Kivágják az összes fát a Semmelweis utcában
00:00 وماذا بعد؟ (الحلقة الثالثة)
00:00 Pro-syriske styrker vil stoppe tyrkisk angreb i Afrin
00:00 Справдилися прогнози: біткоїн стрімко дорожчає
00:00 Berkaus Bola, 3 Remaja Jambret Tas Pemotor di Jombang Ciputat
00:00 США и Израиль успешно испытали систему ПРО
00:00 В Киеве пропал строитель
00:00 بالفيديو: “صفعة” عميد لعامل بالكهرباء تفجر غضبا في لبنان
00:00 Geld gefunden - Finder gibt über Eintausend Euro ab
00:00 "Ценности в Украине отличаются не столько в силу языка, сколько вдоль границы 1939 года", - историк Грицак
00:00 Bei Staatsbesuch: US-Geheimdienstler rangeln sich mit Chinesen um Trumps Atomkoffer
00:00 Как похудеть к лету: советы, которые помогут скинуть вес
00:00 សមាជិក​រដ្ឋសភា​អង់គ្លេស​កោតសរសើរ​ពី​ការ​អភិវឌ្ឍ​រីក​ចម្រើន​របស់​កម្ពុជា
00:00 ΦΟΒΟΥΝΤΑΙ! Το σκηνικό πολέμου στα Ίμια πονοκεφαλιάζει την Άκτωρ – Το έργο που δε λέει να ξεκινήσει
00:00 Каких актеров мы не увидим на экранах в 2018 году
00:00 جريمة قتل واغتصاب مروعة لطفلة مصرية عمرها 5 سنوات
00:00 تيلرسون رهن اشارة من كوريا الشمالية للتفاوض
00:00 У Генштабі Росії розповіли про можливі бойові дії
00:00 Под Донецком боец ВСУ застрелил сослуживца
00:00 "Нажива" на АТОшниках: следствие "потеряло" материалы скандального дела
00:00 Михалок готовит проект с музыкантом из "Океана Ельзи"
00:00 Fergie's National Anthem Attempt Slammed As The 'Worst Rendition Ever'
00:00 Глава Якутии Борисов и его помощник устроили авиадебош с угрозами экипажу
00:00 Яркий фоторепортаж о том, как рассерженные белорусы протестовали в регионах
00:00 «Оказал неповиновение, хватал за форму». Милиция озвучила свою версию задержания оператора «Белсата» Андрея Козела
00:00 Михалок готовит сольный проект «Дрезден»
00:00 US-Moderatorin: US-Präsident Trump teilt gegen Winfrey aus
00:00 Аваков призывает Кабмин отменить охрану судов полицией и Нацгвардией
00:00 اليمن: جندي يسطو على 100 مليون ريال في عدن
00:00 ДТП у Харкові: у суді мають зачитати обвинувальний акт
00:00 Ment am Montag: Hab’ ich Schnupfen, nehme ich Hamsterfelle
00:00 Golkar kumpulkan kader kepala daerah di Hotel Sultan, Ketua KPK dijadwalkan hadir
00:00 Крым скоро передаст в федеральное подчинение десять заповедников
00:00 Moin Moin: Budni oder Barcelona?
00:00 Військових попередили про небезпеку користування російським мобільним додатком
00:00 اردوغان يخيّر الوحدات الكردية بين الخروج او الاستسلام
00:00 В Україні з'явиться ще один міжнародний аеропорт
00:00 У РФ звинуватили НАТО в російській агресії в Україні
00:00 Попередили про небезпеку користування мобільним додатком, який витягує корисну російським спецслужбам інформацію
00:00 Az atomkoffer miatt dulakodtak Trump emberei a kínai biztonságiakkal
00:00 तेन्जिङ नोर्गे र उदितनारायण बन्दिन : सन्दिप लामिछाने
00:00 المغرب يسجل أول عملية إنقاذ لمهاجرين من الروهنغيا
00:00 World: Attacking the 'Woke' black vote
00:00 Entertainment: What is big air? It's the Olympics' newest snowboard event
00:00 Halálos baleset történt egy vasúti átjáróban Vas megyében
00:00 Власти Украины должны обеспечить безотлагательное рассмотрение законопроекта об Антикоррупционном суде, - МВФ
00:00 معادلات السيد البحرية والجوية
00:00 الثلوج تعرقل عمليات البحث عن حطام الطائرة الإيرانية
00:00 "Багато артистів спливе перед виборами", - у Порошенка прокоментували Вакарчука-політика
00:00  ភ្ញៀវ​ទេសចរណ៍​ជាង​២​ម៉ឺន​នាក់ មក​លេង​ខេត្តក្រចេះ​(​មាន​វី​ដេ​អូ​)
00:00 Pabrik rumahan pembuatan ekstasi digerebek, pasutri ditangkap
00:00 Олена Шоптенко очікує на первістка
00:00 Мать погибшего вагнеровца: Чем мой сын хуже
00:00 Lett å bli tilskuer i eget hjem
00:00 Лавров назвал причину, почему Россия аннексировала Крым и начала агрессию на Донбассе
00:00 Лавров назвал причину. Почему Россия аннексировала Крым а начала агрессию на Донбассе
00:00 ﺗﻨﻈﻴﻢ ﺭﺣﻠﺔ ﻋﺒﺮ ﻧﻬﺮ ﺍﻟﺴﻨﻐﺎﻝ لأول مرة منذ نصف قرن
00:00 ﺗﻨﻈﻴﻢ ﺃﻭﻝ ﺭﺣﻠﺔ ﻋﺒﺮ ﻧﻬﺮ ﺍﻟﺴﻨﻐﺎﻝ منذ ﻨﺼﻒ ﻗﺮﻥ
00:00 "Dragon Ball Super": conoce la nueva transformación de Gokú
00:00 YouTube: Ladrón es atropellado por su compañero durante huida
00:00 Champions League - FC Bayern: Ribéry und Coman kämpfen um Startelfeinsatz gegen Besiktas
00:00 Állami tankönyvfejlesztő: nincs aktuálpolitika a Toldit a terrorizmussal összehozó tankönyvben
00:00 Расстрел в Дагестане затерялся на росТВ между Трампом и Саакашвили
00:00 Ketum PAN: koalisi pilpres ditentukan Rakernas 2018
00:00 Irrer Entwurf für Norwegen - Dieses Hotel ist eine runde Sache
00:00 Britons are lying to themselves about how much they eat
00:00 في الحملة على "أونروا"
00:00 Rechtzeitig vorsorgen - Vorsorgevollmacht: Wann sie greift, was sie regelt
00:00 Стивідори недоплатили в бюджет не менше півмільярда гривень – Бамбізов
00:00 Yaklaşık 600 bin hurda araç kullanılacak
00:00 Agyondíjazták a Három óriásplakátot az idei BAFTA-gálán
00:00 Концерн «Техмаш» будет выпускать оборудование для пивоварения
00:00 Agyon díjazták a Három óriásplakátot az idei BAFTA-gálán
00:00 Hiába áll a bál, a Fidesz politikusai is megszavazták, hogy metrómegállót nevezzenek el Gönczről
00:00 भारतीय गायक अमित पल पोखरा आउने
00:00 PUPR siapkan Rp150 juta perbaiki Gelora Bung Karno
00:00 Отечественные ученые создадут сверхмощный квантовый компьютер‍ на 50 кубитов
00:00 Eksantrik zengin kıskandı: Biz uzaya daha iyi çıkarız!
00:00 «پسر برانکو» همچنان در ترکیب اصلی پرسپولیس
00:00 بیمه‌های تجاری آبادان سهم ۱۰ درصدی وزارت بهداشت را پرداخت کنند
00:00 Barcelona kian perkasa setelah ditinggalkan Neymar
00:00 Ενδιαφέρονται οι μαθητές σας για την μάθηση;
00:00 ចិន​ព្រមាន​អា​មេ​រិ​កថា ពួក​គេ​នឹង​ការពារ​អត្ថប្រយោជន៍​របស់​ខ្លួន
00:00 Нацотбор на Евровидение: MELOVIN хочет выпустить свой аромат, а KADNAY написали песню за два часа
00:00 Novanto: Arif dan Mekeng Sudah Saya Laporkan ke Penyidik KPK
00:00 Liverpool's Paul Nightingale faces £25k payout for groping
00:00 Football - Ligue 1 - Ligue 1 : notre équipe type de la 26e journée
00:00 Φρίκη! Πιστοί γιορτάζουν φεστιβάλ καταβροχθίζοντας ζωντανά κοτόπουλα (ΒΙΝΤΕΟ)
00:00 An investment mystery: Julius Mwale's string of court cases [Part 2]
00:00 Planning for Mars: Researchers carry out four-day mission

+++ SPD-Parteitag im News-Ticker +++ - Schulz mit 81,9 Prozent als SPD-Vorsitzender wiedergewählt

GroKo, Minderheitsregierung oder Neuwahlen? Die Sozialdemokraten waren zerrissen. Auf dem SPD-Parteitag am Donnerstag fiel die Entscheidung: Die SPD werde ergebnisoffene Gespräche mit der Union aufnehmen. Die Jusos prallten mit ihrem Antrag gegen eine Neuauflage der Großen Koalition ab. Martin Schulz, der zur Wiederwahl stellte, wurde im Amt des Parteichefs bestätigt.

  • Schulz mit 81,9 Prozent als Parteichef wiedergewählt
  • SPD stimmt für Aufnahme von GroKo-Gesprächen
  • Jusos prallen mit Antrag zu GroKo-Nein ab
  • FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz und FOCUS-Online-Reporter Gabriel Fehlandt sind in Berlin vor Ort

Fazit zur Rede des SPD-Chefs: Martin Schulz gab sich in seiner Rede vor dem Parteitag so kämpferisch, wie man ihn selbst im Wahlkampf nicht erlebt hatte. Seine Kernbotschaft lautete, dass die SPD gebraucht werde - um Europa zu stärken, die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter zu gestalten, um Bildung voranzubringen, die Umwelt zu schützen und für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Dabei lautete das Angebot an die Delegierten, er werde dafür kämpfen, dass diese Inhalte umgesetzt würden. Erst dann stehe die Entscheidung an, in welcher Form die Sozialdemokratie ihrer Verantwortung für Deutschland und Europa gerecht werde. Er verzichtete auf ein klares Bekenntnis für oder gegen eine Neuauflage der großen Koalition. In den 60 Minuten, in denen er darum warb, als Parteivorsitzender im Amt bestätigt zu werden und auch ein Verhandlungsmandat für Gespräche mit der Union zu bekommen, machte Schulz allerdings klar, wo Unterschiede zu CDU und CSU bestehen. So sagte er beispielsweise Nein zu einer Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen. (Die ganze Rede lesen Sie ab 11.54 Uhr)

19.46 Uhr: Schulz nimmt die Wahl an. "Danke für den Vertrauensvorsprung!", sagt der neugewählte SPD-Chef. Eine lange Rede spart er aus. Die Wahl ist ein Dämpfer für den Sozialdemokraten, der bei seiner ersten Wahl zum Parteivorsitzenden den Rekord von 100 Prozent der Stimmen schaffte. Noch schlechter schnitten seit 1946 nur drei Parteivorsitzende ab: Rudolf Scharping 1993 (79,4), Oskar Lafontaine 1995 (62,6), Gerhard Schröder 1999 (76,0) und 2003 (80,8).

19.45 Uhr: Das Ergebnis steht fest. Martin Schulz ist im Amt des SPD-Parteichefs bestätigt - mit 81,94 Prozent der Stimmen. Von 620 gültigen Stimmen, stimmten 508 mit Ja, 97 mit Nein. 15 enthielten sich.

19.15 Uhr: Die Stimmen sollen bis 19.45 Uhr ausgezählt sein.

19.11 Uhr: Nun wird der Parteivorsitzende gewählt. Wird Martin Schulz wieder 100 Prozent holen? Schulz ist alleiniger Kandidat. Abgestimmt wird nicht elektronisch, sondern mit Stimmzetteln, die verteilt werden. Es handelt sich um eine geheime Wahl.

18.52 Uhr: Darüber hinaus geben die Sozialdemokraten grünes Licht für die Aufnahme ergebnisoffener Gespräche mit der Union. Der Antrag der Parteiführung wurde mit einigen Änderungen mit großer Mehrheit gebilligt. Neu ist, dass über eine etwaige Aufnahme von Koalitionsverhandlungen im kommenden Jahr auf jeden Fall ein Sonderparteitag entscheiden muss.

18.45 Uhr: Nun wird entschieden. Kommen die Jusos mit ihrem Änderungsantrag, eine GroKo kategorisch auszuschließen, durch? Nein, sie scheitern.

18.34 Uhr: Bevor abgestimmt wird, erhebt Martin Schulz noch einmal das Wort: "Das ist ganz sicher einer der spannendsten Tage in der Geschichte unserer Partei". Er sei stolz auf seine Partei, weil sie es sich "eben nicht leicht macht", sondern sich infrage stellt. Schulz ist sich sicher, "die Menschen, die den ganzen Tag malochen aber später nichts von der Rente haben, brauchen uns". Schulz möchte "alle Wege ausloten" und lehnt daher den Antrag der Jusos ab.

18.15 Uhr: Nun wird über den Antrag entschieden, ob die SPD mit der Union über eine Große Koalition sprechen wird oder nicht. Jusos-Chef Kevin Kühnert liest den Juso-Antrag vor, der die SPD daran binden will, ein erneutes Bündnis mit der Union auszuschließen.

17.55 Uhr: Ex-Bundesfinanzminister Hans Eichel fordert die Genossen auf, mehr Mut zu zeigen. Trotz der historischen Wahlniederlage. Er fordert Schulz auf als SPD-Chef, für die Erneuerung der Partei einzustehen. Ob Schulz dazu die Gelegenheit bekommt, entscheidet sich in wenigen Minuten. 

17.46 Uhr: Staatsminister Michael Roth ist einer der letzten SPD-Redner vor der Wahl zum Parteivorsitz. "Wir müssen jeden Tag Wahlkampf führen. Das heißt: Wenn wir mutlos sind und uns inhaltlich nicht auseinandersetzen, wird das nichts. Wir müssen uns bei jedem Schritt überlegen: Können wir damit Bürger überzeugen, uns wieder zu vertrauen?"

17.30 Uhr: SPD-Vize Ralf Stegner hält sich kurz: Neuwahlen könne niemand wollen. "Dann ziehen uns die Wähler das Fell über die Ohren". Deshalb plädiert er für Gespräche mit der Großen Koalition.

17.20 Uhr: Manuela Schwesig schlägt deshalb vom Präsidium aus vor, darüber abzustimmen, ob die Debatte um 18 Uhr enden soll oder weiter diskutiert wird. Die Mehrheit entscheidet sich für ein vorzeitiges Ende. Zuvor hatte eine Delegierte moniert, es müsse "alles ausdiskutiert werden - auch wenn Dinge wiederholt werden".

17.15 Uhr: Sebastian Roloff aus München zieht seinen Redeantrag angesichts der fortgeschrittenen Zeit zurück. Der Saal jubelt und applaudiert - schließlich soll um 18 Uhr über den Parteivorsitz entschieden werden. Dieser Zeitplan lässt sich bei 45 ausstehenden Redebeiträgen jedoch nicht einhalten.

17.11 Uhr: Hilde Mattheis argumentiert gegen eine Große Koalition: Die SPD habe die vergangenen vier Jahre um ihre Politik gekämpft - so zum Beispiel um die Erbschaftssteuer. Die SPD sei aber an der Union gescheitert. Sollten sich die Sozialdemokraten nun wieder "von Kompromiss zu Kompromiss" hangeln, werde es der Partei nie gelingen, ihr Profil zu schärfen, so Mattheis.

16.50 Uhr: Eine junge Delegierte erklärt: Die SPD müsse endlich ihr Profil schärfen. Selbiges erklärte der Parteichef. "Wir müssen wieder von der Union unterscheidbar werden". "Über diesen Fehler haben wir nicht konsequent gesprochen", so das Parteimitglied. Ihr Nachredner betont: "Wir haben keine Bestandsgarantie mehr". Deshalb müssen die Sozialdemokraten die Gespräche mit der Union ernsthaft führen - er zeigt sich optimistisch: "Nach dem Scheitern von Jamaika werden wir viel umsetzen können". Als Grund nennt er die angeblich geschwächte Kanzlerin, die um ein Bündnis ringt - und nun auf die SPD zugehen müsse.

16.32 Uhr: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks spricht über die Klimaschutzpolitik. Der Kohleausstieg sei die zentrale Aufgabe der Zukunft. Ihn sozial gerecht zu gestalten könne "nur die SPD". Deshalb freue sie sich darüber, dass Parteichef Schulz Klimaschutz in seiner langen Rede adressiert hat.

16.24 Uhr: SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel will ein paar Bemerkungen machen: 1. "Ergebnisoffen ist kein Zwischenschritt zur GroKo", 2. "Zeit für mehr Gerechtigkeit" sei der richtige Wahlslogan für die SPD gewesen, 3. Schulz habe die richtigen Themen im Land erkannt - nämlich Kinderarmut, Pflegenotstand sowie der europäische Zusammenhalt

16.08 Uhr: SPD-Generalsekretär Hubertus Heil spricht die angebliche Vertrauenskrise in seine Partei an. Die Krise könne überwunden werden - sofern die SPD-Delegierten noch einmal Vertrauen in Martin Schulz bei der Wahl zum Parteichef investieren.

16.03 Uhr: Der SPD-Delegierte Florian Kubsch aus Bayern, der die Große Koalition vehement ablehnt, schießt gegen Nahles: „Frau Nahles! Ihre Rhetorik! Wenn wir jetzt keine GroKo ausschließen, werden wir gar nicht mehr glaubwürdig sein“. Zuvor hatte die SPD-Fraktionsvorsitzende ergebnisoffene Gespräche versprochen. Kubsch möchte jedoch Nägel mit Köpfen machen.

15.52 Uhr: In seiner Rede appelliert ein der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann für eine baldige Regierungsfindung. Er sei "Frank-Walter Meier" dankbar dafür, mahnende Worte gesprochen zu haben - dumm nur, dass der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist. nimmt die lauten Lacher mit Humor und korrigiert sich - "na geht doch", witzelt Hoffmann.

15.35 Uhr: Bundesjustizminister Heiko Maas erhebt das Wort: Insgesamt 91 Wortmeldung seien geplant. Doch rund 65 stehen noch an. Deshalb sein Vorschlag, die Redezeit von fünf Minuten auf drei zu verkürzen. Schließlich wolle man am Abend noch über den Parteivorsitz entscheiden.

15.28 Uhr: Matthias Miersch, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, plädiert in Richtung Minderheitsregierung - und hebt Kooperationsvereinbarungen zwischen Parteien als Option hervor. Miersch schließt sich Schwesig an: "Lasst uns in den Gesprächen um alle Alternativen verhandeln. Lasst uns um Inhalte ringen!"

15.19 Uhr: Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, erklärt ähnlich wie ihre Vorrednerin Nahles, dass es ergebnisoffene Gespräche geben werde. Auch die Minderheitsregierung sei weiterhin eine Option. "Wenn ich sage, es kann kein 'weiter so' geben, meine ich, dass uns politische Führung fehlt". Die Kanzlerin fahre "nur auf Sicht". Will laut Schwesig heißen: Es muss erst etwas passieren, damit Merkel reagiert. Interessanterweise bemüht die SPD-Politikerin als erstes Beispiel den Atomausstieg.

15.06 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil löst Nahles ab. "Für mich ist die SPD kein Selbstzweck. Sondern die Hoffnung noch vieler Menschen in Deutschland". Das seit die "eigentliche Aufgabe der SPD". Deshalb dürfe sie nicht kneifen, Verantwortung zu übernehmen. Der SPD-Mann gilt als Befürworter der GroKo, die er jüngst selbst in Niedersachsen eingegangen ist. "Fürchtet euch nicht!", so Weil.

14.54 Uhr: Nahles geht auf die Kritik der Jusos ein, die GroKo-Gespräche würden von Seiten der Sozialdemokraten nicht ergebnisoffen geführt werden. "Das ist ein Gebot der Vernunft", so Nahles' Einwand - schließlich sei Kanzlerin Merkel nicht verhandlungsfähig. Ein Grund: das politische Hickhack zwischen CDU und CSU, dass die Union geschwächt habe. Deshalb betont Nahles noch einmal: "Ich verspreche euch ergebnisoffene Verhandlungen".

14.53 Uhr: Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles tritt ans Rednerpult: "Wir sind kalt erwischt worden von den Jamaika-Sondierungen". Nahles wirft der FDP, die die Sondierungen platzen ließ, taktisches Vorgehen vor. Nahles kritisiert die angeblich fehlende politische Diskussion im Bundestag. Merkel sei nur stark geworden, weil Politik im Hinterzimmer gemacht worden sei. Die SPD möchte laut Nahles dazu beitragen, wieder Debatten im Parlament zu führen. Auf "diesem Partei springt mich Angst an", Angst zu regieren, moniert die SPD-Fraktionschefin in Hinblick auf mögliche GroKo-Gespräche.

14.42 Uhr: "Wir schaffen es nicht, die realen Probleme der Leute in diesem Land zu lösen", sagt Parteimitglied Olivia Kunze. Mit "wir" meine sie "alle Parteien". Es sei immer noch keine Lösung für legale Wege der Zuwanderung gefunden worden oder für die prekäre Situation der Pflegeberufe. Dabei keilt Kunze gegen Merkel: Die Kanzlerin habe die Probleme nur ausgesessen. "Bloß nicht anecken" laute Merkels Devise, so die SPD-Frau. Sie wolle keine Neuauflage der Großen Koalition.

14.27 Uhr: Bundesfamilienministerin Katarina Barley ergreift das Wort: "Es wäre eine Schande gewesen, wenn Jamaika an die Regierung gekommen wäre". Wir müssen "heilfroh sein, dass die Sondierungsgespräche geplatzt sind" - Barley nennt als einen Grund das angestrebte Rentenkonzept.

14.24 Uhr: Knut Lambertin schlägt in dieselbe Kerbe: "Danke Martin, dass du dich entschuldigt hast". Doch an dem "erbärmlichen Bild" der Sozialdemokraten sei der Parteichef nicht alleine schuld. Vielmehr habe sich die Partei derart verändert - und sei von ihrer alten Linie so weit abgerückt - dass der SPD die Wähler davongelaufen seien.

14.18 Uhr: Schulz habe „nur die halbe Wahrheit“ erzählt: SPD-Mann Axel Schäfer geht mit seiner Partei ins Gericht. Er sieht alle Sozialdemokraten für die herbe Wahlniederlage verantwortlich, die Schulz als Kanzlerkandidat auf seine Kappe nimmt. „Lasst uns nie wieder so unsolidarisch mit einem Parteivorsitzenden umgehen“, erklärt Schäfer – und spielt damit offenbar auf die aufkeimende Kritik an Schulz an.

14.07 Uhr: Jetzt spricht Olaf Scholz. "Es war richtig, dass wir am Wahlabend gesagt haben, in die Opposition zu gehen", sagt er. Nach dem Wahlergebnis sei es richtig gewesen, ein neues Bündnis zu probieren. "Aber wenn die das nicht hinkriegen, können wir uns nicht einfach davonstehlen." Aufgabe der SPD sei es, jetzt die Lage zu bewerten.

14.00 Uhr: Johanna Ueckermann, stellvertretende Vorsitzende der SPD in Bayern, betont, dass es nicht die Verantwortung der SPD sei, Merkel aus dieser Situation herauszuholen. "Lasst uns gemeinsam um die richtigen Positionen ringen, lasst uns gemeinsam an der Erneuerung arbeiten. Lasst uns dabei mutig sein."

13.55 Uhr: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, spricht sich für ergebnisoffene Gespräche über eine Große Koalition aus: "Wir sollten besonnen den richtigen Weg ausloten und auch nichts ausschließen", sagt Dreyer. "Die Lage hat sich verändert. Natürlich ist es nicht unser Versagen, dass die drei Parteien nicht zu einer Koalition zusammengefunden haben." Sie habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es noch andere Optionen als Neuwahlen oder die Große Koalition gibt. "Aber ich bin dafür, dass wir in Ruhe die Gespräche aufnehmen und danach ausloten, was der beste Weg ist. Ich sage klar, auch in Richtung Jusos: Ich schätze, dass ihr hier so auftretet. Aber ich halte die Enscheidung, jetzt Nein zu sagen, und nicht in ein Gespräch zu gehen, für falsch. Ich werbe um Vertrauen bei euch."

13.40 Uhr: Jetzt spricht Juso-Chef Kevin Kühnert. "Die Lage ist exorbitant schwierig." Die Debatte um die GroKo sei ein Stellvertreterkonflikt. "Martin, du hast in deiner Rede gesagt: 'Lasst uns vereint eure Position nach außen tragen.' Ich hätte mir gewünscht, ihr hättet das im Parteivorstand auch getan", richtet er seine Worte an Parteichef Martin Schulz. "Es geht um eine tiefe Vertrauenskrise, der wir ausgesetzt sind, und die sich in den letzten Wochen Bahn gebrochen hat."

"Wir Jusos bitten euch nicht um Mut. Ich bitte euch: Lasst uns die Zeit für diesen Erneuerungsprozess nehmen. Die Erneuerung wird außerhalb einer Großen Koalition sein oder sie wird nicht sein", beendet er sein deutliches Plädoyer gegen die Große Koalition.

13.28 Uhr: Es spricht Gesine Schwan. Die SPD-Politikerin appelliert, ähnlich wie Parteichef Schulz, für einen Erneuerungsprozess der Partei. "Wir müssen gerade in der Wirtschaftspolitik Klarheit schaffen". Es reiche nicht, "nur gegen den Neoliberalismus" zu wettern.

13.20 Uhr: Mehrere Jungsozialisten ergreifen im Anschluss das Wort am Rednerpult. Ihr Tenor bislang: „Eine Große Koalition darf es nicht noch einmal geben“. Der Grund: Bisherige sozialdemokratische Gesetze – wie beispielsweise der Mindestlohn – seien durch ein Bündnis mit der Union „weichgewaschen“ worden.

13.08 Uhr: Unter stehenden Ovationen der Delegierten beendet Schulz seine 76-minütige Rede.

13.02 Uhr: Jetzt bittet Schulz um Zustimmung für seinen Leitantrag: "Unser Leitantrag ist eine Beschreibung über die verschiedenen Situationen. Deshalb lasst uns darüber reden. Der Leitantrag ist kein Automatismus in irgendeine Richtung. Unsere politische Inhalte zuerst. Für dieses Vorgehen gebe ich euch meine Garantie."

Schulz appelliert an die Verantwortung seiner Partei: "Eine starke SPD ist notwendig, um Deutschland stark zu machen und um Europa stark zu machen." Deshalb bewerbe er sich um das Amt des Parteivorsitzenden. "Es brennt in mir und ich möchte mehr Menschen überzeugen, bei uns mitzumachen. Deshalb werbe ich um euer Vertrauen. Dabei geht es um sehr, sehr viel. Das hier ist nicht irgendein Parteitag. Wir alle tragen große Verantwortung. Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst."

13.00 Uhr: Schulz schießt gegen den FDP-Chef: Lindner sei ein Privat- statt Staatsfetischist. "Nachdem die Jamaika-Verhandlungen in verantwortungsloser Art und Weise an die Wand gefahren wurden, sind wir nun gefordert. Dabei geht es nicht um die Frage GroKo oder nicht GroKo. Es geht um die Frage, wie wir unserer Verantwortung gerecht werden. Auf den Inhalt kommt es an, nicht die Form. Wir dürfen nicht um jeden Preis nicht regieren wollen. Entscheidend ist, was wir durchsetzen können."

12.55 Uhr: Schulz richtet sein Wort an die "Hetzer von Rechts", wie er sagt: "Ihr Parteitag am letzten Wochenende hat gezeigt, wer sie wirklich sind. Sie sind bedauernswerte Deutschnationale. Auch wenn sie mit Adelstiteln daher kommen", sagt Schulz über die AfD und ihren Parteitag. "Wenn es ein Bollwerk gegen diese Leute gibt, gegen die Antisemiten, diese Leute, die die Zusammenhaltsphilosophie unserer Gesellschaft ins Gegenteil kehren wollen, dann ist das die SPD." Für diesen Angriff auf die AfD bekommt Schulz den bislang lautesten Applaus.

12.49 Uhr: "Aus aktuellem Anlass möchte ich etwas zum so wichtigen Online-Aufschrei "Metoo" sagen: Ich finde es schlimm, täglich zu hören, wie viele Frauen Opfer von sexueller Gewalt werden. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Fass ohne Boden. Die letzten Wochen sollten uns endgültig vor Augen geführt haben: Sexismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Wir müssen immer noch dafür kämpfen, aber ich will, dass die SPD dazu beiträgt, dass es diese Debatte eines Tages nicht mehr geben wird. Das muss unser Ziel sein."

12.40 Uhr: Die Haltung der SPD zum Umweltschutz macht Martin Schulz neben Europa und Arbeit zum dritten großen Thema seiner Rede: "Wir haben eine Verantwortung in dieser Welt und ich möchte, dass wir diese ernst nehmen. Wir müssen begreifen: Wenn wir die Natur weiter zerstören, dann zerstören wir unsere eigenen Lebensgrundlagen. Dann leiden unsere Kinder und Enkelkinder darunter. Der Klimawandel ist die große Herausforderung unseres Zeitalters."

12.38 Uhr: "Wir müssen dafür sorgen, dass wir es endlich schaffen, in der Bildung auf der Höhe der Zeit zu sein. Wir brauchen dringend die nationale Bildungsallianz, wie wir es im Wahlkampf vorgeschlagen haben. Wir brauchen die kostenfreie Bildung - von der Kita bis zur Universität."

12.34 Uhr: "Die soziale Mitte steht seit Jahren mehr und mehr unter Druck. Die soziale Spaltung unserer Gesellschaft beginnt da, wo Tarifbindung endet", sagt Schulz. "Wo immer mehr Arbeit automatisiert wird und das zu Beschäftigungsverlust führt, brauchen wir Antworten. Es wird in Zukunft auch um Verteilungsgerechtigkeit gehen. Darauf wird die Sozialdemokratie eine Antwort geben müssen."

12.28 Uhr: "Ich will, dass es einen europäischen Verfassungsvertrag gibt. Ich habe häufig weniger Angst vor den Menschen in Europa, als vor mancher taktisch handelnden Regierungszentrale. Ein solcher Verfassungsvertrag muss mit den Menschen erarbeitet. Und er wird dann den Mitgliedsstaaten vorgelegt. Und wer dagegen ist, tritt eben aus. Lasst uns Mut haben, Europa voranzubringen", sagt Schulz. Es gehe in den nächsten Jahren um die Zukunft der europäischen Einigung. Mit diesem Verfassungsvertrag will Schulz bis 2025 die Europäische Union in die Vereinigten Staaten von Europa umwandeln. Leute, Europa ist unsere Lebensversicherung."

12.22 Uhr: Schulz macht Europa zum großen Thema seiner Rede: "Nur ein einiges Europa kann die Herausforderungen der Migration bewältigen. Das schaffen wir nicht mehr national", betont Schulz. "Die traurige Wahrheit ist aber auch, Europa ist heute in vielen Fragen handlungsunfähig", sagt er weiter. "Wir brauchen das soziale und demokratische Europa. Und genau dafür treten wir an." Nur dieses Europa gebe es aktuell ist und die SPD müsse es schaffen und dafür sorgen, dass es handlungsfähig ist.

12.16 Uhr: "Lasst uns aufhören, auf Umfragen zu starren. Für den Zustand der SPD sind weder Angela Merkel noch die Große Koalition oder die Medien zuständig. Wenn wir zu uns zurückkehren, werden wir auch wieder stark", sagt Schulz und Applaus der Delegierten.

12.14 Uhr: "Wir müssen wieder das respektvolle Streiten lernen - um die besten Lösungen zu finden. Und ohne, dass es dabei um Sieg oder Niederlage von Personen geht." Viel zu oft sei die Partei zu mutlos gewesen, Entscheidungen in die eine oder andere Richtung zu treffen. "Ich will, dass es in der SPD wieder kontroverse Debatten gibt."

12.09 Uhr: "Die Erneuerung unserer Partei muss das Kernanliegen der nächsten Jahre sein", sagt Schulz.

12.05 Uhr: Die SPD müsse sich deutlich machen, dass sie die Partei ist, die das Leben der Menschen besser macht, appelliert Schulz an die Delegierten.

12.02 Uhr: "Unsere Partei ist immer mit der Zeit gegangen. Immer war der Gedanke, dass sich Menschen zusammenschließen und mehr individuelle Freiheit und Gerechtigkeit herzustellen, weil sie die gleichen Prinzipien und Werte teilen. Immer war dieser Gedanke die Seele und das Herz unserer Bewegung. Das ist die Leitidee der Sozialdemokratie. Heute geht es darum, diese Prinzipien, diese Werte unter veränderten Rahmenbedingungen zur Geltung zu bringen."

12.02 Uhr: "In den Wochen nach der Wahl haben wir ein denkbar schlechtes Bild abgegeben. Öffentlich wurde bei uns mehr über Personalfragen als über Inhalte gestritten. Das darf uns so nie wieder passieren."

11.57 Uhr: Schulz sagt: "Es ist nicht leicht hier zu stehen, nach so einem Jahr. Wir sind bei 20 Prozent gestartet, dann kam das, was der 'Schulz-Hype' genannt wurde, dann haben wir drei Landtagswahlen verloren und sind bei der Bundestagswahl wieder da gelandet, wo wir gestartet sind. Das ist hart, das ist bitter. Ich habe schon viel hinter mir, aber so ein Jahr kann man nicht einfach abschütteln. So ein Jahr steckt mir in den Knochen." 

Schulz dankt allen, die dafür gekämpft haben, dass ein Sozialdemokrat Bundeskanzler wird. "Ich bitte für meinen Anteil an der bitteren Niederlage um Entschuldigung." Das größte Problem der SPD sei es, dass sie ihr Profil verloren habe. Man habe nicht geschafft zu beantworten, wofür Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert steht. "Es ist uns nicht gelungen, eine Politik anzubieten, die über den Tellerrand hinausschaut und konkret umsetzbar ist. Unsere Glaubwürdigkeit holen wir uns zurück", sagt Martin Schulz.

11.54 Uhr: Martin Schulz beginnt seine Rede - und dankt zunächst einigen führenden Parteikollegen. Katarina Barley und Hubertus Heil bekommen Blumen überreicht.

11.42 Uhr: Der größte SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen hat für den Bundesparteitag einen Antrag eingebracht, der statt einer großen Koalition eine Minderheitsregierung favorisiert. In einem Änderungsantrag für den Vorstandsvorschlag, "ergebnisoffene Gespräche" mit der Union zu führen, wird gefordert, "das Modell einer Minderheitsregierung wie auch Formen einer Kooperation auf die Tagesordnung der jetzt zu führenden Gespräche zu bringen".

11.13 Uhr: SPD-Vize Aydan Özoğuz eröffnet den Parteitag. "An die staatspolitische Verantwortung muss wohl niemand die Partei erinnern", sagt sie mit Blick auf mögliche Sondierungsgespräche mit der Union. Özoğuz lässt sich nicht nehmen, den Beteiligten der gescheiterten Jamaika-Sondierungen eins mitzugeben: "Die FDP und Herr Lindner haben sich am Ende lieber in die Büsche geschlagen, als die Herausforderung einer Regierung anzunehmen."

10.55 Uhr: Lässt sich die SPD auf GroKo-Gespräche ein oder nicht? Das ist die Frage, auf die beim heute beginnenden Parteitag alle blicken. Die Versammlung beginnt um 11 Uhr. Für 12 Uhr wird die Rede von Parteichef Martin Schulz erwartet.

10.07 Uhr: SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider hat die Zukunft von Parteichef Martin Schulz mit der Entscheidung des SPD-Parteitages zur Aufnahme von Gesprächen mit der Union verknüpft. Wenn ein Parteivorsitzender in einer so entscheidenden Frage mit seiner Empfehlung scheitere, "dann braucht man sich auch nicht mehr zu bewerben für eine Führung der Partei", sagte Schneider am Donnerstag im Südwestrundfunk. "Von daher müsste man dann neu gucken. Aber ich glaube, dass die SPD klug genug ist und auch demokratisch genug ist, Gespräche möglich zu machen."

Donnerstag, 7. Dezember, 8.22 Uhr: Der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas hat der SPD vor ihrem Parteitagsentscheid über Gespräche mit der Union zu Selbstbewusstsein und Vertrauen auf die Parteibasis geraten. "Wir sollten mit Mut und Selbstbewusstsein in die kommenden Wochen gehen", sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können am Ende unseren Mitgliedern vertrauen. Sie haben ein sehr gutes Gespür für den richtigen Weg." Die Sozialdemokraten seien es ihren Wählern schuldig, nun auszuloten, "inwiefern wir unser Land ein Stück gerechter machen können".

"Wir stellen uns unserer Verantwortung und werden mit der Situation sehr serös umgehen", sagte Maas. Am Ende müssten die Inhalte entscheiden, ob eine Zusammenarbeit möglich sei. Er nannte sichere Renten, eine bessere Pflege, bezahlbare Mieten oder ein modernes Einwanderungsrecht. "Wir haben es in der Hand. Es ist die Stunde der SPD und ihrer Mitglieder."

mit dpa