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Spitzenspiel in der C-Klasse 7: „Das wird ein echter Kracher“

Es ist das absolute Spitzenspiel in der C-Klasse 7. Und vielleicht fällt am Sonntag schon die Vorentscheidung im Meisterschaftskampf, wenn die beiden ungeschlagenen Mannschaften des SC Issing II und des SV Inning II aufeinandertreffen.

Inning – Ein Jahr voller Niederlagen, dann der Saisonabbruch und zu guter Letzt der Abstieg aus der B-Klasse aufgrund der Quotientenregel – die vergangene Spielzeit hätte für die zweite Mannschaft des SV Inning wirklich nicht bitterer verlaufen können. Das Team drohte auseinanderzubrechen. „Ein bisschen Sorge hatte ich zumindest schon“, räumt Trainer Korbinian Wohlmuth ein, der das Amt erst vor der Corona-Saison übernommen hatte. Doch was der 32-Jährige beim Wiederauftakt im Sommer erlebte, das lässt ihn noch heute staunen: „Fast alle waren da, jeder war motiviert und wollte einfach nur Gas geben.“

Und genau das machen sie seither beim SV Inning II. Sieben Siege bei einem Unentschieden lautet die beeindruckende Bilanz nach acht Spieltagen. Dass es für ganz oben in der C-Klasse 7 Zugspitze aktuell dennoch nicht reicht, liegt am FC Issing II. Der thront mit neun Siegen aus neun Spielen an der Tabellenspitze. Am Sonntag (13.15 Uhr, Sportzentrum Egling, Badstraße 26) kommt es nun zum direkten Duell der beiden Überflieger. Oder wie SVI-Trainer Wohlmuth sagt: „Das wird ein echter Kracher.“

Zusätzliche Brisanz erhält die Partie durch eine Besonderheit der diesjährigen Saison. Anstatt wie sonst üblich zwei Teams, gewährt der Verband diesmal nur dem Meister den Aufstieg in die B-Klasse. Von einer Vorentscheidung im Titelkampf will Coach Wohlmuth aber nichts wissen. „An so etwas denken wir gar nicht“, beteuert er. Bei ihm und seinen Schützlingen überwiegt viel mehr die Freude auf eine spannende Begegnung mit womöglich auch dem einen oder anderen Zuschauer mehr als sonst. „In der C-Klasse hast du solche Spiele nicht oft“, sagt Wohlmuth. Schon klar, gewinnen wollen die Inninger natürlich schon. Aber selbst wenn es damit und auch mit einer späteren Meisterschaft nichts werden sollte, geht am Ammersee deshalb die Welt nicht unter. „Der Aufstieg ist für uns alles andere als Pflicht, er wäre ein reines Zuckerl.“ Im Vordergrund stehen für Wohlmuth andere Dinge. Er will seinen Kickern in erster Linie den Spaß am Fußball zurückbringen.

Wir sind gierig, haben Bock und wollen einfach nur Spaß haben.

Nach dem vergangenen Seuchenjahr gar keine so leichte Aufgabe. Nachdem die erste Mannschaft mit zahlreichen Verletzten zu kämpfen hatte, wurden damals immer mehr Spieler aus der Reserve nach oben gezogen. Entsprechend mau sah’s dann in Wohlmuths Team aus. „Das undankbare Los einer Zweiten“, sagt der Trainer. Niederlage reihte sich an Niederlage. Die Stimmung? Im Keller. Umso mehr freut es ihn, dass es bisher gänzlich anders läuft. „Die Erfolgserlebnisse tun dem ganzen Haufen unwahrscheinlich gut.“

Florian Pflügl: Der Kapitän ist Wohlmuths verlängerter Arm auf dem Spielfeld. 

Verlassen kann er sich dabei vor allem auf einen: Kapitän Florian Pflügl. Mit fünf Toren ist er nicht nur offensiver Taktgeber im Mittelfeld, sondern auch Wohlmuths Ansprechpartner Nummer eins. „Er ist so etwas wie mein verlängerter Arm.“ Gemeinsam mit anderen Routiniers wie Tobias Ritzer oder Abteilungsleiter Peter Rothamel, der bei Bedarf noch immer bereitwillig die Fußballschuhe schnürt, führt er die jungen Hüpfer an. Wohlmuth, viele Jahre in der ersten Mannschaft des SVI aktiv und nach zwei Kreuzbandrissen auf die Trainerbank gewechselt, springt nur in Notfällen ein. „Wenn genügend da sind, lasse ich immer lieber die Burschen spielen“, betont er. „Sie zu fördern und von außen zu unterstützen, sehe ich viel mehr als meine Aufgabe an, als selber auf dem Platz rumzuspringen.“

Im Spitzenspiel gegen Issing wird er also voraussichtlich auch wieder nur an der Seitenlinie stehen. Und dabei hoffen, dass sich der Trainingseifer der vergangenen Wochen einmal mehr auszahlt. „Für eine zweite Mannschaft, die in der C-Klasse spielt, ist die Beteiligung bei uns sicherlich außerordentlich“, unterstreicht Wohlmuth. Der Großteil des Teams fährt wöchentlich für beide Einheiten raus an den Sportplatz, sind einmal ein paar Leute weniger anwesend, wird gemeinsam mit der Ersten trainiert. „Das klappt überragend.“ Besonders zum Ende der Partien mache sich das immer wieder bemerkbar. „Wenn anderen die Luft ausgeht, können wir noch mal nachlegen.“

Ob das auch gegen Issing so sein wird, da ist sich Wohlmuth nicht ganz sicher. „Ich kenne die Mannschaft nullkommanull“, räumt er zwar ein. „Aber die Ergebnisse sind natürlich beeindruckend und sprechen für sich.“ Doch möchte der Inninger sowieso nicht zu sehr auf den Gegner achten. Wichtiger sei es, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Sein Credo für Sonntag: „Wir sind gierig, haben Bock und wollen einfach nur Spaß haben.“ Und nichts anderes zählt fürs Erste beim SV Inning II.