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Sport, Geschäfte, Restaurants: Mehrere Länder lockern Corona-Auflagen

Die Franzosen bekommen wieder mehr Freiheiten bei ihrer Freizeitgestaltung. Auch dürfen viele bisher geschlossene Geschäfte unter Auflagen öffnen. Irland geht noch einen Schritt weiter und macht Restaurants wieder für Gäste auf. Italien und Belgien sind bei ihren Lockerungen vergleichsweise zurückhaltend.

In mehreren europäischen Ländern, in denen seit Wochen teilweise besonders strenge Corona-Beschränkungen gelten, kommen nun Lockerungen auf die Menschen zu. Angesichts sinkender Infektionszahlen entschärft Frankreich ab diesem Samstag seine Maßnahmen. Dann dürfen auch nichtlebensnotwendige Geschäfte ihre Türen dann wieder öffnen - allerdings nur unter Auflagen. So müssen pro Kunde acht Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Restaurants, Bars und Cafés sowie Sport- und Kultureinrichtungen bleiben aber geschlossen.

Zwar darf das Haus weiterhin nur aus triftigen Grünen und mit ausgefüllter Bescheinigung verlassen werden, doch ab dem Wochenende ist mehr Zeit im Freien erlaubt. Wer spazieren oder Sport treiben will, darf das nun drei Stunden pro Tag in einem Radius von 20 Kilometern vom Wohnort. Bisher lagen die Grenzen bei einer Stunde und einem Radius von einem Kilometer.

Den Gesundheitsbehörden zufolge hat Frankreich den Höhepunkt an Neuinfektionen in der zweiten Corona-Welle bereits überstanden. Am Donnerstag wurden etwa 13.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Anfang November waren es teils deutlich mehr als 60.000 Fälle gewesen. In dem Land mit 67 Millionen Einwohnern starben seit Ausbruch der Pandemie mehr als 50.000 Infizierte.

Frankreich Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen diese Woche angekündigt. Die Ausweitung des Virus sei "gebremst", sagte er. Es seien jedoch weitere Anstrengungen nötig, um eine dritte Welle zu verhindern. Mitte Dezember und zu Weihnachten sind weitere Lockerungen in Frankreich geplant.

"Eine dritte Welle würden wir nicht überstehen"

Auch Belgien fährt seine Pandemieauflagen etwas zurück. So dürfen ab 1. Dezember alle Läden unter strikten Hygienevorgaben wieder öffnen - statt wie bisher nur Lebensmittelläden und Geschäfte mit unbedingt notwendigen Waren. Dies teilte Ministerpräsident Alexander De Croo mit. Die allermeisten Auflagen bleiben aber bestehen, voraussichtlich zunächst bis Mitte Januar. Auch über Weihnachten gelten strenge Kontaktbeschränkungen.

Das kleine Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern hatte zeitweise pro Kopf die höchsten Corona-Fallzahlen in Europa und verhängte deshalb Anfang November scharfe Auflagen. Inzwischen sinken Infektions-, Klinik- und Todeszahlen.

Dennoch bleibe die Lage angespannt, sagte De Croo. Es gelte, die Zahlen weiter zu drücken. Die Erfolge dürften nicht aufs Spiel gesetzt werden. "Eine dritte Welle würden wir nicht überstehen", sagte der Ministerpräsident. Deshalb bleibe es bei Kontaktbeschränkungen und bei der nächtlichen Ausgangssperre. Über die Weihnachtsfeiertage würden nur die Regeln für Alleinstehende gelockert: Statt einer Person dürften sie zwei gleichzeitig zum Feiern nach Hause einladen. Über Neujahr gelte ein landesweites Böllerverbot. Restaurants, Kneipen und Cafés bleiben geschlossen, ebenso Friseure und andere Geschäfte mit Körperkontakt.

Irland öffnet Restaurants und Fitnessstudios

Am weitesten gehen die Lockerungen in Irland. Dort dürfen nach einem sechswöchigen Lockdown ab nächster Woche alle Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios wieder öffnen, wie Ministerpräsident Michael Martin mitteilte. Ab dem 18. Dezember sollen auch Reisen zwischen den Grafschaften wieder erlaubt sein, um ein "anderes, aber besonderes" Weihnachten zu ermöglichen.

Pubs, die nur Getränke anbieten, müssen geschlossen bleiben, sollen aber zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten. Zwischen dem 18. Dezember und dem 6. Januar dürfen sich zudem bis zu drei Haushalte wieder privat treffen. Irland war eines der ersten europäischen Länder, das in der zweiten Corona-Welle wieder einen Lockdown verhängt hatte.

Italien lockert nur in einigen Regionen

In Italien entschärfte die Regierung in vielen Regionen die seit Wochen geltenden Corona-Beschränkungen. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit der höchsten Bevölkerungszahl werde ab Sonntag von der Roten Zone zur Orangen, veranlasste Gesundheitsminister Roberto Speranza. Damit wird dort der geltende Teil-Lockdown gelockert und Geschäfte können wieder öffnen. Zur Orangen Zone wechseln demnach auch die Regionen Piemont im Norden und Kalabrien im Süden.

Weiter ordnete Speranza an, dass Ligurien und die Insel Sizilien zu Gelben Zonen mit den lockersten Regelungen werden. Für andere Zonen wie die Toskana (Rot) wurden die gegenwärtigen Maßnahmen bis Anfang Dezember verlängert.

Laut dem wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums sank zudem der Reproduktionswert weiter von zuletzt 1,2 auf etwa 1,1. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt. Es sei erster Effekt der restriktiven Maßnahmen, sagte der Experte des Ministeriums, Giovanni Rezzi. Allerdings meldeten die Gesundheitsbehörden den zweiten Tag in Folge mehr als 820 Tote. An diesem Freitag waren es mehr als 27.000 Neuinfektionen.

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