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Sportvereine starten mit Betrieb: Endlich wieder Tanzen, Turnen, Judo

Lange haben sie auf diesen Moment gewartet, seit wenigen Tagen dürfen nun sämtliche Amateur- und Breitensportler ihren Aktivitäten wieder nachgehen. Ein paar Spuren hat die Pause aber hinterlassen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Erleichterung ist groß. Seit 7. Juni dürfen Amateur- und Breitensportler auch in geschlossenen Räumen wieder trainieren.

„Das Gruppentraining geht wieder los“, freut sich Markus Zimmer. Wie der Vorsitzende des Tanzsportclubs Tölzer Land schildert, waren dem Verein komplett die Hände gebunden. Vergangenes Jahr habe man zwischendurch ein bisschen tanzen können. „Aber es war schwierig, weil die Definitionen unklar waren.“ Beispielsweise durfte er nach den Richtlinien zu Beginn selbst mit seiner Frau nicht tanzen, da jeglicher Kontaktsport verboten war. Dabei habe gerade der Sport eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit. „Bewegung schützt einen vor Infektionen.“

Einige Tänze kann man im heimischen Wohnzimmer nicht üben

Zum Neustart müssten sich nun alle wieder an die große Tanzfläche gewöhnen. Bestimmte Tänze ließen sich nicht im heimischen Wohnzimmer üben. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir jetzt wieder starten dürfen.“ Die Vorbereitung auf den Neustart war aufgrund der sich ständig ändernden Richtlinien aber nicht einfach.

Wichtig sei nun, mit einem entsprechenden Hygienekonzept dafür zu sorgen, dass sich keiner anstecke.

Auch die Judo-Abteilung trainiert wieder

Der Lockdown habe dafür gesorgt, dass einige der Mitglieder ihre Mitgliedschaft auf „passiv“ setzen ließen. Außerdem fiel die Kindergruppe der Pandemie komplett zum Opfer. „Wir wollen aber ab September mit einem neuen Konzept wieder starten“, sagt Zimmer, der hofft, dass sich viele junge Leute dann für das abwechslungsreiche Angebot des Clubs interessieren.

„Etliche Eltern sind sehr froh, dass die Kinder jetzt wieder etwas machen können“, sagt Karl Kröh lachend. In dieser Woche ist laut dem zweiten Vorsitzenden des TSV Benediktbeuern-Bichl die Judo-Abteilung wieder in den Trainingsbetrieb gestartet. Lange mussten die Judoka auf diesen Tag warten. „Ich vermute mal, dass die Kinder etliches vergessen haben“, befürchtet Kröh. Onlinetraining habe als Ersatz nicht wirklich getaugt. „Es fehlt den Kindern ja auch der freundschaftliche Kontakt.“ Die meisten hätten erfreut reagiert auf die Botschaft, dass es wieder losgehe. Natürlich rechnet Kröh damit, dass ein paar Kinder nicht mehr wiederkommen. „Aber das ist im ganzen Verein zu sehen. Wenn wir erst einmal wieder richtig im Trainingsbetrieb stehen, wird sich das aber wieder einpendeln“, ist er sich sicher. Der Fokus der nächsten Trainings liege nun darauf, die Judoka auf die Prüfungen vorzubereiten.

Gelingt es, die Jugendlichen wieder zu motivieren?

Alle Abteilungen des Turnvereins Bad Tölz starten nun wieder in den Betrieb, berichtet Vorsitzende Jane Clarke. Sie geht davon aus, dass sich die Jüngsten ziemlich freuen werden, wieder in Bewegung zu kommen. „Schwierigkeiten sehe ich eher bei den Jugendlichen in der Pubertät. Ob es uns gelingt, dort wieder alle einzusammeln?“

Bei den Mannschaftssportarten seien alle Feuer und Flamme, dass es wieder losgeht. „Die meisten brennen darauf, wieder etwas zu tun.“ Bei den Nachwuchs-Handballern, bei denen sie selbst als Trainerin fungiert, rechnet sie damit, einiges noch einmal ganz neu erklären zu müssen. Mit wenigen Unterbrechungen hätten ja viele fast eineinhalb Jahre pausiert. Das bestehende Hygienekonzept kommt nun wieder zum Tragen. Am schwersten betroffen waren laut Clarke die Abteilungen Tischtennis, Gymnastik und Kinderturnen. Diese konnten ihre Angebote kaum im Freien anbieten.

Kinder „freuen sich einfach, dass es wieder losgeht“

Daher sei die Vorfreude auch riesig groß, wieder starten zu können, sagt Steffi Geiger. Sie ist stellvertretende Abteilungsleiterin beim Kinderturnen. „Die Gruppen haben nun eine maximale Größe von 20 Kindern“, erklärt sie. Online müsse man sich vorab für die Übungseinheiten anmelden. Damit möglichst viele Kinder die Chance erhalten, wieder zu turnen, wird das Angebot auch in den ersten beiden Wochen der Sommerferien aufrecht erhalten.

Bislang sei die Resonanz bei den Anmeldungen schon sehr positiv, vor allem, wenn man bedenke, dass die Mundpropaganda fehle.

„Den Kindern merkt man schon an, dass kein Training war“, sagt Geiger. Aber sie ist sich sicher, dass „die alles ganz schnell wieder drauf haben“. Denn: „Sie freuen sich einfach, dass es losgeht, sie ihre Freunde sehen und spielen können.“

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