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St. Paulis Ohlsson - Im Sturm lernte er Verteidigung

„Jeder Trainer wünscht sich eine eingespielte Vierer-Kette", beschreibt Trainer Timo Schultz (43) die Optimal-Vorstellung. Doch davon ist St. Pauli verletzungsbedingt weit entfernt. Einer der Gründe für 16 Gegentreffer und Platz 17.

In den acht Punktspielen agierten die Kiez-Kicker hinten meistens mit einer Dreier-Kette, manchmal mit Vierer-Kette. Der Dauerbrenner in der Wackel-Abwehr ist Sebastian Ohlsson (27).

Von sieben eingesetzten Verteidigern stand nur der Schwede immer in der Startelf. „Seb ist mega zuverlässig, ein Musterprofi", schwärmt Schultz. „Der kann im Defensiv-Verbund alles spielen."

Schultz: „In seiner Heimat war er eigentlich Linksaußen und sogar Torschützenkönig." Für Örgryte IS (2. bzw. 3. Liga Schweden) knipste Ohlsson in 112 Spielen 33 Tore, bereitete 16 vor.

In Göteborg wurde er dann langsam umgeschult. Ohlsson freut sich über den Positions-Wechsel: „Am liebsten spiele ich Rechtsverteidiger in der Vierer-Kette. Aber ich kann auch Dreier-Kette rechts."

In seiner Karriere steckte er mehrmals im Abstiegskampf – bis auf einmal mit gutem Ende. „Ich denke nicht, dass wir jetzt im Abstiegskampf sind. Es sind erst acht Partien gespielt, alle Teams sind eng zusammen", geht Ohlsson cool mit Platz 17 um.

Für Aufregung wird im Februar die Geburt seiner Tochter sorgen. „Das wird großartig", strahlt Ohlsson, der Weihnachten nach Schweden will. „Ich war vier Monate nicht zu Hause, möchte meine Familie sehen."

Bei Ryo Miyaichi (27) ist das Lächeln zurück! Seit Juni kämpft der Japaner mit Problemen an Adduktoren, Hüfte und Schambein. Nun ist er endlich schmerzfrei.

Während die Mannschaft trainierte, spulte der Flügel-Flitzer am Rand mit Athletik-Trainer Christoph Hainc-Scheller (30) und Luis Coordes (21) sein Program ab. Laufen, leichte Torschüsse, lachen, passen, köpfen – und zum Abschluss Lattenschießen.

Das sah richtig gut aus. Trainer Timo Schultz: „Es geht komplett in die richtige Richtung.“

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