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Streckenrekord beim Kassel Marathon: Was der Gewinner mit der Prämie macht

Keine falsch geleiteten Top-Läufer auf Kassels Straßen, sondern ein reibungsloser Laufmorgen bei der zwölften Auflage der größten nordhessischen Laufveranstaltung.

An die 400 Männer und Frauen hatten die Herausforderung der 42,195 Kilometer durch Kassel angenommen. Auf dem direktesten Weg wurden sie in diesem Jahr erstmals von einer grünen Linie geleitet – und alle folgten ihr wie an der Schnur gezogen. „Grün ist meine Augenweide“, sagte gegen Ende der Veranstaltung Marathon-Veranstaltungschef Winfried Aufenanger, der in diesem Jahr aus seinem Begleitfahrzeug heraus fast zu keinem Zeitpunkt die Spitzengruppe aus dem Auge gelassen hatte.

Die tatsächliche Führungsaufgabe übernahm aber auch in diesem Jahr das Uhrenfahrzeug, das die Top-Läufer zu jedem Zeitpunkt über die Zwischenzeiten auf dem Laufendem hielt.

Im Uhrenfahrzeug: Niklas Heyser (links) und Tim Rösinger.

Anders als in den vergangenen Jahren hatte sich am Sonntagmorgen bereits am Anfang des Rennens eine Vierergruppe vom Rest des Feldes abgesetzt. Und auch die blieb nicht lange zusammen. Bei Kilometer sieben viel der Kenianer Zebedee Kiprono Chewepkwony zurück, und nur noch ein Trio trabte mit 20 Stundenkilometern durch Waldau und die menschenleeren Ränder der Gemeinde Lohfelden: und der Sieger des Jahres 2016, Edwin Kosgei aus Kenia liefen im Gleichschritt Richtung Bettenhausen.

„Ganz schön viel Arbeit für Gratis-Bananen“ gehörte zu den Schildern, mit denen sich das Trio sicherlich weniger beschäftigte als der Rest der Feldes, der allerdings erst eine halbe Stunde später die gut bestückten Wasser- und Verpflegungsstellen erreichten.

Die für den Kassel Marathon aus Afrika eingeflogenen Top-Läufer präsentierten sich in absoluter Top-Form. Vertraglich hatten sie sich zuvor verpflichtet, vor und nach Kassel sechs Wochen keinen anderen Marathon zu laufen. Dafür winkten neben der Einladung wieder bis zu 5000 Euro Siegprämie.

Un um die bahnte sich lange keine Entscheidung an. Bei Kilometer 15 wurde allmählich deutlich, dass der Streckenrekord im Bereich des Möglichen ist, aber erst bei Kilomer 30 in Kirchditmold als gerade noch die Cheerleader der Blue Birds aus Vellmar für Stimmung gesorgt haben, muss Dickson Kurui abreißen lassen. Wenig später sorgte der Anstieg auf der Zentgrafenstraße für die Vorentscheidung: der Äthiopier Bontu Bekele fällt zurück und Kosgei läuft seinem umjubelten Sieg in 2:12:51 Stunden entgegen.

"Die Prämie ist das Schulgeld für meinen Sohn"

„Am Montag fliege ich nach Kenia zurück. Die Prämie ist das Schulgeld für meinen Sohn“, freut sich der 29-Jährige. Auf Platz vier läuft hinter den Afrikanern der Passauer Tobias Schreindl als bester Deutscher in 2:24:20 Stunden über die Ziellinie: „Ich bin zwar deutlich über meiner Bestzeit geblieben, aber meine Frau hat ihre Bestzeit im Halbmarathon unterboten. Die Fahrt nach Kassel hat sich also gelohnt“, sagte der 30-jährige nach dem Lauf.

Arm in Arm: Marathon-Siegerin Brendah Kebeya und Veranstaltungschef Winfried Aufenanger. 2 

Bei den Frauen setzte sich auch eine Kenianerin durch. Die in mit ihrem deutschen Mann in Forchheim lebende Brendah Kebeya gewann in 2:36:43 Stunden. „Es war schön, in Kassel zu sein, und ich möchte wiederkommen“, sagte die 26-Jährige, die sich bei Kilometer 35 von ihrer letzten Verfolgerin abgesetzt hatte.

Alle Fotos und Videos vom Kassel Marathon 2018 finden Sie hier. 

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