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Super League schon wieder vor dem Ende? Mehrere Vereine wollen aussteigen - Showdown-Sitzung noch heute

Pep Guardiola (l), Trainer von Manchester City, und Thomas Tuchel, Trainer von FC Chelsea, rufen Spieleranweisungen von der Seitenlinie. (Symbolbild)

Die europäische Super League, die am Sonntag nach jahrelanger Spekulation bestätigt wurde, steht schon wieder vor dem Aus. Mehrere Vereine wollen offenbar aussteigen.

München - Haben die heftigen und lautstarken Fan-Proteste nun doch Wirkung gezeigt? In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die europäische Super League angekündigt, am Dienstag-Abend steht sie schon wieder vor dem großen Aus. Wie die britischen Medien BBC und Sky Sports vermelden, will sich der FC Chelsea* von dem Projekt zurückziehen. Auch Manchester City und Atletico Madrid wurden wohl zu einem Umdenken bewegt.

Liverpool* und der FC Arsenal könnten schon bald als Aussteiger folgen. Der Präsident von Manchester United*, Ed Woodward, soll sogar schon zurückgetreten sein. Das berichtet The Athletic. Der Verantwortliche, der seit 2013 bei den Red Devils im Amt ist, wird demnach nur bis Ende 2021 für den Klub arbeiten.

Ähnliche Berichte gab es außerdem über Juventus*-Boss Andrea Agnelli, der seinen Rücktritt ebenfalls angeboten haben soll. Dies wurde von Juventus laut Sky Italia dementiert.

Super League: Englische Klubs sollen mit Protesten nicht gerechnet haben

Es heißt laut BBC, die englischen Klub-Bosse hätten sich die Wut-Welle der Anhängerschaften, Experten und der restlichen Branche in diesem deutlichen Ausmaß nicht vorstellen können. Im Falle des FC Chelsea gingen hunderte Fans auf die Straße und protestierten gegen das Milliarden-Projekt. Auch der FC Liverpool wurde im Zuge des Liga-Spiels gegen Leeds enorm angefeindet und teilweise sogar symbolisch zu Grabe getragen.

Der FC Barcelona* soll sich eine Ausstiegsklausel gesichert haben. Wie die Sport vermeldet, hätten dort die Mitglieder das letzte Wort über eine Teilnahme an der Super League. In der nächsten Versammlung könnte darüber entschieden werden. Wenn das überhaupt noch benötigt wird. Nach dem Ausstieg der Klubs aus Deutschland und Frankreich - die gar nicht erst teilnehmen wollten - und dem Ausstieg der englischen Klubs, wird die Super League wohl gar nicht erst stattfinden.

Offenbar wird es den kommenden Stunden zu einem Treffen der zwölf Klub-Bosse kommen. Vielleicht wird dann auch die Super League zu Grabe getragen. Allerdings nicht symbolisch. (ta) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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