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Superfood auf dem Löffel: Drei Haferflocken-Produkte "ungenügend"

Haferflocken sind Alleskönner. Sie haben das Zeug dazu, den Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu senken, die Darmflora zu schützen und sind ein guter Energielieferant. Zudem enthalten sie wichtige Nährstoffe. Wenn zum falschen Produkt gegriffen wird, aber auch allerhand Unerwünschtes, wie Öko-Test berichtet.

Hafer gehört ja in Form von Porridge in die Superfood-Liga. Also Haferflocken mit Milch oder Wasser gekocht. Mit etwas Obst oder Nüssen verzehrt, kann nicht mehr schnöde von Haferbrei oder -schleim gesprochen werden.

Bleiben wir bei der Haferflocke, denn die ist eine Alleskönnerin. Kann sie doch den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken, die Darmflora schützen und damit krebsvorbeugend wirken. Noch dazu sorgen die in dem Getreide zahlreich enthaltenen B-Vitamine - hier vor allem Biotin - für gesunde und schöne Haut, Haare und Nägel. Obendrauf kommt noch ein hoher Gehalt an Eisen, Kupfer und Eiweiß. Außerdem ist Hafer ein guter Energielieferant und macht lange satt. Zudem passen Haferflocken auch in Kuchen, Pfannkuchen und Müsli. Mit ihrem leicht süßen Geschmack wird diese Form eines ballaststoffreichen Vollkornprodukts oft auch von mäkeligen Essern und Kindern geschätzt.

Nicht alle sollten auf den Löffel

Klingt fast zu gut, um wahr zu sein? Dieser Frage ist Öko-Test nachgegangen und hat 24 Haferflocken-Marken unter die Lupe genommen. Mit gemischtem Ergebnis. 6 davon sind deutlich mit Nickel belastet, ein paar enthalten Schimmelpilzgifte und es gibt teilweise Probleme mit Mineralölbestandteilen. Die Haferflocken von zwei Marken waren im Test sind so stark mit Nickel belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht die derzeit gültige tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag (TDI) schon mit einer 50-Gramm-Portion überschreitet. Hafer gehört zu den Pflanzen, die Nickel besonders stark aus dem Boden aufnehmen, wie auch Sojabohnen, Mais und Kakao.

Das Metall hat in Tierstudien die Fortpflanzung und Entwicklung von Nachkommen gestört. Nickel ist auch der häufigste Auslöser einer Kontaktallergie. Wer unter einer Nickelallergie leidet, kann theoretisch auch auf hohe Nickelgehalte in der Nahrung reagieren, was glücklicherweise aber wohl nur sehr selten passiert. Ungeachtet dessen haben alle drei genannten Verunreinigungen in dem Getreide nichts zu suchen. Das üppige Vorkommen eines oder mehrerer der unerwünschten Stoffe zeichnet denn auch die Testverlierer aus. Als da wären: "Bio Zentrale Flocken Hafer Zart" der Bio-Zentrale, "Gut & Günstig Haferflocken Extra Zart" von Edeka und "Kornmühle Extra Zarte Haferflocken" von Netto - alle wurden mit ungenügend bewertet.

Sechs Produkte schneiden mittelprächtig mit "befriedigend" ab. Eine Marke ist nur "ausreichend". Erfreulicherweise wurden aber auch ganze zehn Produkte für "sehr gut" befunden. Unter anderem waren dies die Alnatura "Haferflocken extrazart Bioland" (1,61 Euro, jeweils pro 500 Gramm), Campo Verde "Haferflocken Zartblatt", von Demeter (2,29 Euro), die Kölln "Bio Haferflocken Zart" (1,89 Euro), die "Crownfield Haferflocken Zart" von Lidl (0,47 Euro) oder auch die "Ener Bio Haferflocken Feinblatt" von Rossmann (0,99 Euro).

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