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Techvisionär gegen Wert-Investor: Musk überholt Buffett in Reichenliste

Die Philosophie von Warren Buffett galt Jahrzehnte als Messlatte für Investoren. Doch Corona-Krise und der aktuelle Hype um Technologieaktien werfen alte Gewissheiten über den Haufen. Nun wird Buffett von jemandem überholt, dessen Firma kaum Gewinn macht und der die Verteilung von Kapital "langweilig" findet.

Tesla-Chef Elon Musk ist in der Rangliste der reichsten Menschen Welt mehrere Plätze nach oben gesprungen und hat unter anderem den legendären Investor Warren Buffett überholt. Laut dem Bloomberg Billionaires Index ist Musk jetzt mit einem Vermögen von geschätzt 70,5 Milliarden Dollar der siebtreichste Mensch der Welt. Allein am Freitag wuchs der Reichtum des Unternehmers um weitere 6,1 Milliarden Dollar durch einen Kursanstieg der Tesla-Aktien um 11 Prozent.

Musk gehören gut 20 Prozent der Tesla-Anteile, dazu hält er einen Mehrheitsanteil an dem nicht börsennotierten Raumfahrtunternehmen SpaceX, der laut Bloomberg-Schätzung etwa 15 Milliarden wert ist. Musk Vermögen wuchs nicht nur dadurch, dass sich der Wert seier Tesla-Aktien allein seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht hat. Laut seinem außergewöhnlichen Arbeitsvertrag tragen ihm die Kurssteigerungen auch extreme Boni – zuletzt 595 Millionen Dollar - ein.

Buffetts Vermögen ist dagegen seit der Corona-Krise von gut 90 Milliarden Dollar auf zuletzt 69,2 Milliarden Dollar geschrumpft. Dazu trug auch bei, dass er 89-Jährige in der vergangenen Woche Aktien im Wert von kanpp drei Milliarden Dollar an gemeinnützige Stiftungen übertrug. Damit hat Buffett insgesamt rund 37 Milliarden Dollar innerhalb von 14 Jahren gespendet.

Vor allem aber zeigt sich in der gegenläufigen Entwicklung der beiden Riesenvermögen das entgegengesetzte Investitionsverständnis des "Value" (Wert)-Investors Buffett und des Technologieunternehmens Musk. Das Portfolio aus klassischen "Old Economy"-Unternehmen wie Lebensmittelherstellern, Versicherern und Energiekonzernen von Buffetts Holding Bekshire Hathaway hat sich noch lange nicht von der Corona-Krise erholt. Junge Technologieunternehmen wie Tesla erleben dagegen einen Börsen-Hype. Ihre Aktien erklimmen ein Rekordhoch nach dem anderen, da viele Investoren in ihnen Gewinner eines durch die Krise beschleunigten Wandels sehen.

Für diesen Unterschied stehen auch die Persönlichkeiten Buffetts und Musk. In einem Interview vor wenigen Wochen bezeichnete der Tesla-Chef sich selbst als "nicht der größte Fan" des alten Investmentgurus. Buffetts Arbeit bestehe darin herauszufinden, "ob Coke oder Pepsi mehr Kapital verdient hat. Ich meine, das ist ein ziemlich langweiliger Job, wenn du mich fragst."

Buffett hatte im vergangenen Jahr einmal auf eine Frage nach Musk geantwortet, er sehe bei dem 49-Jährigen "Raum für Verbesserungen" beim Verhalten als Unternehmenschef, womit er vor allem dessen streitbaren Tweets meinte, die ihm auch schon Ärger mit der Börsenaufsicht eingebracht hatten.

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