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Tempelbau in Indien: Das Warten hat ein Ende

Hindus in Ayodhya feiern den Richterspruch am Samstag Bild: dpa

Am Samstag hielt Indien den Atem an. Dann war klar: auf einem Grundstück im Ort Ayodhya, auf dem früher ein Moschee stand, darf ein Hindu-Tempel errichtet werden. Vorbereitungen für den Bau laufen schon seit Jahrzehnten.

Das Material für den Tempel liegt seit langem bereit. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird schon an dem Grundgerüst des Heiligtums gearbeitet. Die Arbeiter schlagen seit Jahren Muster aus dem Stein, formen Säulen und brennen Ziegelsteine. Einige Steine sind sogar so alt, dass sie mit Moos bewachsen sind. Bisher lag das Baumaterial nutzlos auf einem Werkstattgelände in der Stadt Ayodhya im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh herum. Dies wird sich jedoch bald ändern.

Mit einem Urteil des Obersten Gerichts in Delhi vom Samstag soll ein jahrzehntealter Streit endlich ein Ende haben. Die Richter haben ein umstrittenes Stück, auf dem früher eine Moschee stand, den Hindus zugesprochen. In nur drei Monaten kann mit dem Bau des Tempels begonnen werden. „Wir sind sehr froh über das Urteil“, sagt Hanuman Yadar, der zu den Aufsehern der Werkstatt gehört. Das lange Warten habe endlich ein Ende.

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