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Terror-Verdacht aus dem Iran - Höchste Alarmstufe bei NRW-Synagogen

Essen/Düsseldorf – Vor den Synagogen und jüdischen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen herrscht ab sofort höchste Alarmstufe.

Bereits nach den Schüssen auf die Synagoge in Essen und die geplanten Angriffe mit Molotowcocktails auf jüdische Gebetshäuser in Bochum und Dortmund waren überall Polizisten vor gefährdeten Gebäuden positioniert worden.

Jetzt wurden die Sicherheitsvorkehrungen aber noch mal erneut erhöht. Bei der Polizei heißt es: „Aufgrund der Gesamtentwicklung und der bereits erlangten Ermittlungsergebnisse wurden nun die Schutzmaßnahmen an jüdischen Objekten landesweit angepasst.“

Nach dem Anschlag auf das Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen hat die Polizei die A40 gesperrt und mit einem Mantrailerhund abgesucht

Foto: Justin Brosch

Nach BILD-Informationen ist der Grund für den Objektschutz mit extra Schutzwesten und Maschinenpistolen, dass sich der Verdacht erhärtet hat, dass die Hintermänner der Anschläge Kontakte in den Iran haben.

Die Fahnder des Staatsschutzes vermuten, dass sich eine Gruppe von radikalen Islamisten organisiert hat und diese weitere Angriffe auf Synagogen planen könnte. Ob und welchen Einfluss staatliche Stellen im Iran genommen haben, ist weiter unklar. Aber: Staatsschutz und Verfassungsschutz sind alarmiert. Laut den Ermittler waren die bisherigen Aktionen organisiert geplant. Heißt: Es handelt sich nach Ansicht der Ermittler nicht um spontane Taten von radikalisierten Einzeltätern.

Die Sorge ist, dass es zu weiteren Angriffen gerade in NRW kommen könnte. Deshalb wird es neben dem sichtbaren Objektschutz vor Synagogen auch erhöhten Personenschutz für besonders gefährdete jüdische Würdenträger geben.

Ein Polizeisprecher: „Wir können da überhaupt kein Risiko eingehen, schließlich wurde bei dem Anschlag in Essen bereits eine scharfe Schusswaffe benutzt. Das zeigt die Gefährlichkeit der Tätergruppierung.“