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Testsysteme: Wie ein Ingenieur Prüfstände bei Berghof Testing entwickelt

Woher weiß mein Auto eigentlich, ob ich genug Abstand halte oder angeschnallt bin? In jedem Fahrzeug sind viele kleine, unsichtbare Helfer verbaut: Sensoren und kleinste Motoren, die für Sicherheit und Komfort sorgen. Wer sich ins Auto setzt, wird heimlich gewogen, damit der Airbag weiß, wie schnell und wie stark er sich bei einem Aufprall aufblasen muss. Damit dies alles zuverlässig funktioniert, entwickelt Slawa Ehlers mit seinen Kollegen Prüfsysteme bei Berghof in Eningen. Damit werden Sensoren und elektrische Antriebe getestet, die überall im Auto versteckt sind. Sie helfen zum Beispiel beim Einparken oder öffnen das Schiebedach.

So ein Mini-Motor muss im Laufe seines Lebens unzählige Male seine Arbeit verrichten. Ob er das aushält, testen die Hersteller an Dauerlauf-Prüfständen. Hier absolviert der Antrieb tatsächlich Hunderte bis 100.000 Zyklen. „Natürlich wird er dabei viel schneller getaktet als im realen Leben, sonst würde es ja ein ganzes Autoleben lang dauern“, erklärt Ehlers. Trotzdem erstreckt sich der Test, je nach Bauteil, über Wochen oder sogar Monate. Auch Hilfsmotoren werden so geprüft. Um reale Bedingungen zu schaffen, werden sie sogar mit gealtertem Öl gefüttert, das eigens dafür hergestellt wird.

Nachgefragt

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Berghof ist Industriepartner der Hochschule Reutlingen, wo ich studiert habe. In einem Studienprojekt habe ich mit einem Berghof-Prüfsystem gearbeitet.

Was reizt Sie am meisten?

Dass es immer wieder neue Entwicklungen gibt.

Worauf kommt es an?

Offen zu sein für Neues und Systeme als Ganzes zu verstehen.

Die Kunden wollen vollautomatische Testsysteme

Weil die Prüfanlagen sehr spezielle Aufgaben erfüllen müssen, stimmen sich die Entwickler bei Berghof in einem ständigen Dialog mit den Auftraggebern ab. „Oft werden bestehende Anlagen weiterentwickelt: höhere Taktung, mehr Daten, genauere Messwerte.“ In den letzten Jahren seien die Ansprüche deutlich gestiegen. Vor allem mannlos, also vollautomatisch, sollen die Anlagen betrieben werden.

Mit einer Prüfanlage für Kettensägen fing alles an

Der rasante technische Fortschritt in der Industrie und vor allem die Umbrüche in der Autobranche sind auch in Eningen spürbar. Flexibilität und schnelles Reagieren sind gefordert. Da ist es gut, dass die Mitarbeiter interdisziplinär unterwegs sind. „Mein Mechatronikstudium mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik in Reutlingen war eine gute Vorbereitung“, sagt Ehlers. Zur Prüftechnik brachte ihn ein Studienprojekt: Mit einem System von Berghof durfte er eine Kettensäge testen. Dafür wurde die Säge in den Prüfstand eingespannt und über einen automatischen Betätiger eingeschaltet. Anschließend wurde sie mal schneller, mal langsamer auf einen Baumstamm gedrückt. Sensoren an der Säge maßen Drehzahl und Vibrationen, erinnert sich Ehlers.

Die Software ist die wichtigste Komponente im Testsystem

„Ein Prüftechniker muss Zusammenhänge verstehen, das Zusammenspiel zwischen Software, Elektronik und Mechanik.“ Diese Mischung findet Ehlers besonders spannend. Programmieren wird dabei immer wichtiger, weil die Systeme immer intelligenter werden. Neueste 3-D-Scanner können sogar ganze Baugruppen am Ende der Montagelinie vollständig automatisiert prüfen. Sein aktuelles Projekt: ein Prüfstand für Antriebe, die im Auto die Sitze verstellen. Auch hier ist die Software das Aufwendigste.

Aus einer Sammlung von Bauteilen entsteht ein komplettes System

Immer wieder faszinierend ist es für ihn, wenn das fertige Prüfsystem zum Leben erweckt wird und das tut, worauf er mit den Kollegen lange hingearbeitet hat: „Vorher ist es eine Sammlung von Bauteilen. Man hat ein grobes Bild, eine 3-D-Visualisierung. Wir arbeiten an verschiedenen Strängen, die am Ende zusammengeführt werden.“ Manchmal ist er auch dabei, wenn Mitarbeiter des Kunden vor Ort in das System eingewiesen werden – zuletzt in Tschechien. Vielleicht künftig auch mal weiter weg, schließlich liefert Berghof seine Anlagen in alle Welt.

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