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Tiere in Lebensgefahr: Schwäne überqueren immer wieder vierspurigen Lindenthalgürtel

Friedlich zieht die achtköpfige Schwanenfamilie auf dem Rautenstrauchkanal ihre Bahnen. Die noch braun gefiederten Jungtiere folgen dem Beispiel ihrer Eltern, stecken den Kopf in das Wasser und suchen nach etwas Essbarem. „So eine Idylle“, bemerkt eine Passantin, während sie das Treiben der Wasservögel beobachtet. Tatsächlich kommt man nicht umhin, ihr darin zuzustimmen: Hier, so scheint es, lässt es sich als Schwan in Ruhe und Gemütlichkeit leben.

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Gefährlich aber wird es für die Tiere, sobald sie sich auf Wanderschaft begeben - vor allem wenn der viel befahrene Lindenthalgürtel nur einen halben Gänsemarsch entfernt ist.

Schwäne müssen über vierspurige Straße

Erst vor kurzem nämlich ist die kleine Schwanenfamilie bei dem Versuch gescheitert, die vierspurige Straße in Richtung des Stadtwaldes zu überqueren. Auch wenn keines der Tiere dabei zu Schaden gekommen ist, hat die Situation viele Beobachter betroffen gemacht: „Das Ganze hätte funktionieren können, wenn die unzähligen Radfahrer, Jogger und Hundebesitzer den Tieren für einen kurzen Moment ihren Raum gegeben hätten“, erzählt eine schockierte Zeugin. Stattdessen sei das Gegenteil der Fall gewesen: „Trotz informativer Zurufe hetzten die Menschen so dicht und ignorant an den Schwänen vorbei, dass diese völlig unter Stress gerieten“, erinnert sich die Augenzeugin weiter.

Demnach sei die Schwanenfamilie zunächst völlig verschreckt auf der Fahrbahn zum Stehen gekommen, bevor sie schließlich den Rückweg in die heimischen Gefilde des Rautenstrauchkanals antrat. Dass den Tieren nichts zugestoßen ist, ist aber auch dem Einsatz von couragierten Fußgängern zu verdanken, die nicht nur Autofahrer auf die Schwäne aufmerksam machten, sondern auch die Kölner Verkehrsbetriebe verständigten. Die über den Lindenthalgürtel verlaufenden Schienen der Stadtbahnlinie 13 stellen für die Schwäne eine zusätzliche Gefahr dar.

Wie Gudrun Meyer von der KVB, erklärt, sei es an dieser Stelle aber noch zu keinen Zwischenfällen in Verbindung mit den Schwänen gekommen: „Wenn unsere Leitstelle darüber informiert wird, dass sich Tiere im Gleisbereich befinden, halten wir unsere Fahrer dazu an, vorsichtig zu sein und für die Tiere zu bremsen“, so Meyer.

Der kleine Ausflug der Schwanenfamilie ist zum Glück noch einmal glimpflich ausgegangen. Damit den Eltern und ihren sechs Jungtieren aber auch in Zukunft nichts passiert, ist die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer von enormer Wichtigkeit: Gerade in den Sommermonaten besteht ein erhöhtes Risiko, dass Schwäne die Fahrbahn kreuzen.

Die Paarungszeit der in Köln heimischen Höckerschwäne erstreckt sich nämlich von März bis Juni: Nach rund 36 Tagen des Brütens schlüpfen dann die zwar niedlichen, aber auch hilflosen Küken aus den Eiern. Da die Brutzeit der Schwäne spätestens Anfang August abgeschlossen ist, ist die Population an Jungtieren derzeit besonders hoch. Wer ein Tier in einer Notlage vorfindet oder eine Situation beobachtet, in der Tiere die öffentliche Sicherheit gefährden, ist die Tiernotrettung der Kölner Feuerwehr darüber in Kenntnis zu setzen.

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