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Germany

Touristischer Ausflugsverkehr: Ostersonntag mit dem Zug nach Stolberg

Rottleberode/Stolberg -

Wer zwischen Rottleberode und Stolberg unterwegs ist, dürfte überrascht sein: Auf der Bahnstrecke, die seit 2011 stillgelegt ist, rollen neuerdings Arbeitsmaschinen, die Trasse wird freigeschnitten. „Deshalb möchten wir alle Verkehrsteilnehmer auf ihre Sorgfaltspflicht und besondere Umsicht beim Überqueren der Bahngleise hinweisen“, appelliert Christian Wegmann, Sprecher der Tourismus- und Warnetalbahn GmbH.

Das im niedersächsischen Groß Flöthe ansässige Unternehmen hat seit Juli die reichlich fünf Kilometer lange Strecke von Rottleberode bis Stolberg gepachtet und die Betriebserlaubnis beim Eisenbahnbundesamt beantragt (die MZ berichtete).

Stolberg: Erste Sonderfahrt nach Erfurt

„Eine erste Sonderfahrt ist in der engeren Planung“, teilt Ulrike Hausmann von der Standortmarketinggesellschaft Mansfeld-Südharz (SMG) mit. „Am Ostersonntag soll ein Sonderzug von Erfurt nach Stolberg fahren.“ Details würden aktuell besprochen. „Sobald die Rahmenbedingungen feststehen, wird es nähere Informationen hierzu geben.“

Die Zeit drängt also. Ein sächsisches Unternehmen erledigt seit Mitte Januar die Pflegearbeiten an der Strecke, entlang der Trasse werden beidseits Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. „Es sind größere Maschinen im Einsatz, die die gesamte Bahnstrecke befahren“, sagt Wegmann.

Verkehr auf der Thyratalbahn-Strecke zwischen Rottleberode und Stolberg

An Bahnübergängen sei nun wieder mit Schienenverkehr zu rechnen. Und generell sei das Betreten von Bahnanlagen für Unbefugte nicht erlaubt, außer an den für die Öffentlichkeit zugänglichen Stellen wie Bahnsteigen oder Wegübergängen.

Erst vor ein paar Tagen hatten sich in Stolberg touristische Akteure aus Mansfeld-Südharz und dem Kyffhäuserkreis getroffen, um mit Vertretern der Warnetalbahn ihre Ideen auszutauschen. Mit dabei: das Friwi-Werk, die Tourist-Information Stolberg, die Kur- und Tourismus GmbH Bad Frankenhausen, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, die Ritter von Kempski Privathotels, die Mansfelder Bergwerksbahn, die Pro Harz Tourismus und Marketing Gmbh, die Verkehrsgesellschaft Südharz, Pro Harz Tours, das Anderswelt-Theater, das Institut für Unternehmens- und Persönlichkeitsentwicklung sowie die SMG.

2009 scheiterte das Projekt an der Finanzierung

Ihr Ziel: Es soll nicht bei der Sonderfahrt zu Ostern bleiben. „Auf der Strecke soll künftig ein touristischer Ausflugsverkehr etabliert werden“, sagt Hausmann. Dazu werde als nächster Schritt gemeinsam mit den Touristikern ein Konzept erarbeitet. Ziel sei, die Angebote entlang der Strecke und in Stolberg mit den geplanten Sonderfahrten zu verbinden. „Auch der eventuell wieder mögliche Öffentliche Schienenpersonennahverkehr soll in den Planungen berücksichtigt werden.“

Derzeit rollen nur Güterzüge zwischen Berga/Kelbra und Rottleberode. Wegen mangelnder Auslastung war der Personenverkehr auf der Strecke schrittweise ab- und 2012 auf Busse umgestellt worden. Und das, obwohl die Deutsche Bahn AG die Strecke kurz zuvor mit Millionenaufwand saniert hatte.

Einen Versuch zur Belebung des Öffentlichen Personennahverkehrs hatte es schon mal gegeben: Mit der „48-Stunden-Tour“ sollten regionale Ausflugsziele in den Blickpunkt rücken und Spaß am Busfahren wecken. Das Angebot wurde 2009 erstmals präsentiert und lockte dank passender Bahn- und Busanschlüsse tatsächlich Hunderte Fahrgäste an, sogar aus Berlin, Leipzig, Magdeburg, Erfurt oder Göttingen. Nach fünf Auflagen scheiterte das Projekt allerdings an der Finanzierung. (mz)

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