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Traum vom Titel vor der Haustür geplatzt: Inter eine Nummer zu groß für Leverkusen

Düsseldorf -

Bayer Leverkusen muss die nächste bittere Enttäuschung verdauen. Gut fünf Wochen nach der Pokal-Niederlage gegen die Bayern ist seit Montagabend auch das Thema Europa-League-Triumph gestorben. Inter Mailand zog durch den 2:1-Sieg in Düsseldorf verdient ins Halbfinale ein, die Truppe von Peter Bosz (56) hat wieder Urlaub.

Für die Werkself bleibt es also dabei: Die titellose Zeit bleibt auch nach 27 Jahren bestehen. Und dass unter den letzten vier Teams bei der Endrunde in Köln und Düsseldorf kein deutsches Team vertreten ist, wirft auch kein gutes Licht auf die Bundesliga.

Bayer Leverkusen zieht in einer intensiven Partie gegen Inter Mailand den Kürzeren

Vor allem die ersten 23 Minuten waren aus Leverkusener Sicht eine herbe Enttäuschung. Einmal mehr zeigte Bayer da dieses harmlose Gesicht, dass das Team meistens in Alles-oder-nichts-Momenten präsentiert. Inter Mailand war gedanklich schneller, körperlich präsenter und nutzte jede Leverkusener Schwäche eiskalt aus.

Das 1:0 erzielte Nicolo Barella mit einem sehenswerten Außenrist-Schuss. Mindestens genau so beeindruckend das 2:0 von Mailands Sturm-Tank Romelu Lukaku, der trotz enger Bewachung von Edmond Tapsoba den Ball behaupten konnte und aus der Drehung traf. Als Lukaku zwei Minuten später alleine auf Bayer-Keeper Lukas Hradecky zusteuerte, hätte schon alles vorbei sein können. Doch der Finne parierte prächtig.

Romelu Lukaku von Inter Mailand im Duell mit Bayer Leverkusens Edmond Tapsoba.

Romelu Lukaku war von Bewacher Edmond Tapsoba kaum zu stoppen.

Kai Havertz verkürzte nach Volland-Vorlage mit einem wuchtigen Schuss, ehe es den nächsten Schock-Moment für die Werkself gab. Der Unparteiische hatte einen Schuss von D'Ambrosio aus kurzer Distanz an den Oberarm von Sinkgraven als absichtliches Handspiel gedeutet und auf Elfmeter entschieden. Doch zum Glück wurde der Spanier vom Video-Schiri überstimmt.

Anschlusstreffer von Kai Havertz womöglich Abschiedsvorstellung bei Bayer Leverkusen

Und so blieb die Partie auch in der zweiten Halbzeit spannend. Bayer hatte deutlich mehr Ballbesitz, kreierte aber kaum torgefährliche Szenen. Ganz im Gegensatz zu den Mailändern, die sich zwischenzeitlich ein Privatduell mit Hradecky lieferte.

Bayer Leverkusens Kai Havertz kommt vor Inter Mailands Diego Godín zum Schuss.

Und so bleibt wohl die Erkenntnis, dass sich Havertz mit diesem am Ende wertlosen Tor aus Leverkusen verabschieden wird. 

Fangesänge bei Bayer Leverkusens Europa-League-Niederlage sorgen für Spott 

Eins war klar: Dieses Viertelfinale hätte unbedingt Zuschauer verdient gehabt, so unterhaltsam war es. Weniger gut unterhalten fühlten sich hingegen die TV-Zuschauer. Die UEFA hatte Sky beauftragt, für die Endrunde „Stadion-Sound“ zu produzieren. Abonnenten des Pay-TV-Senders kannten das Angebot schon seit der Corona-Pause. Nur konnte man als Sky-Kunde die künstliche Atmosphäre zu- oder abschalten.

FC-Fangesänge vom Band – TV-Blamage bei Bayer Leverkusens Europa-League-Spiel gegen Inter Mailand

Bei RTL musste am Montag jeder Zuschauer die Anfeuerungen vom Band ertragen. Zur Krönung waren zwischenzeitlich auch Gesänge von Fans des 1. FC Köln zu hören. Die Wut der Zuschauer im Netz entlud sich Richtung RTL, dabei konnte der Kölner Sender nichts für die Tonspur.

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