Germany

Trotz des Ferrari-Widerstandes: Die Formel 1 rettet ihre Zukunft

Die Formel-1-Teams treffen eine wichtige Entscheidung: Mit der Absenkung der Budgetobergrenze soll der Wettbewerb im Feld erhöht werden. Das Abkommen ist nicht nur sportlich relevant, sondern erhöht auch die Überlebenschancen der vielen kleineren Teams.

Der Weg ist frei, die Formel-1-Teams haben sich inmitten der Coronakrise auf einen Sparplan für ihre Zukunft geeinigt. Nach wochenlangen Diskussionen stimmten die Teams per e-Voting für die Einführung einer nochmals gesenkten Budgetobergrenze, das berichten die britische BBC und das Fachmagazin "Autosport". Die Deckelung soll demnach schon ab dem kommenden Jahr bei 145 Millionen US-Dollar (133 Millionen Euro) liegen.

Abhängig ist das Konstrukt allerdings von der Anzahl der Rennen. Sollte es im kommenden Jahr mehr als 21 Grand Prix geben, käme für jedes Wochenende eine Million Dollar (ca. 925.000 Euro) obendrauf, pro gestrichenem Rennen gäbe es eine Million weniger. Kein Bestandteil der Deckelung sind angeblich die Gehälter der Fahrer sowie der drei bestbezahlten Angestellten des Teams, außerdem die Ausgaben für Werbung und Marketing. Ein offizielles Statement zu dieser Einigung stand am Samstag zunächst noch aus.

In den folgenden Jahren soll es schrittweise weitergehen. 2022 soll das für die Teams verfügbare Budget noch 140 Millionen Dollar betragen und in der Zeit von 2023 bis 2025 auf 135 Millionen sinken. Der Plan muss noch vom Weltrat des Motorsport-Weltverbandes Fia abgesegnet werden, dies gilt allerdings als Formalie und könnte schon in der kommenden Woche passieren.

Kleine Teams wollten radikaleres Spardiktat

Die neue Vereinbarung soll dabei helfen, die Existenz der kleineren Rennställe zu retten, die Chancengleichheit und den Wettbewerb im gesamten Feld zu erhöhen, neue Teams anzulocken und damit insgesamt das Fortbestehen der Formel 1 zu sichern. Der zuvor angedachte Budgetdeckel für 2021 lag bei noch 175 Millionen Dollar, die Rennställe hinter den großen Drei Mercedes, Ferrari und Red Bull hätten diesen angesichts der Coronakrise gerne auf 100 Millionen gesenkt. Vor allem Ferrari tat sich hier allerdings als lautstarker Gegner hervor, mit dem Kompromiss scheint die Scuderia nun einverstanden.

Neben der Einigung auf die Obergrenze sollen weitere Beschlüsse die Show verbessern: So soll den weniger erfolgreichen Teams künftig verhältnismäßig mehr Zeit zur Entwicklung der Aerodynamik eingeräumt werden, zudem sollen Einheitsteile zur Kostensenkung beitragen.

Eine Angleichung des Niveaus zwischen Spitze, Mittelfeld und Ende des Starterfeldes ist in der Formel 1 dringend notwendig: Seit März 2013 ging jeder Rennsieg an Mercedes, Ferrari oder Red Bull. Damals hatte Kimi Räikkönen im Lotus den Grand Prix von Australien gewonnen. Spätestens mit der aktuellen Krise stehen mittlerweile zudem mehrere Teams vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Die Formel 1 hofft, ihre Saison Anfang Juli mit Geisterrennen in Österreich endlich zu starten und so in diesem Jahr zumindest TV-Erlöse einzustreichen.

Football news:

Ángel Di María: ich bin Froh, dass ich 2017 nicht zu Barça gewechselt bin.ich bin glücklich zu PSG
Die Frau des Serben aus Galaxien rief dazu auf, auf die Pogromnacht zu Schießen
Modric über die Art und Weise, wie Mourinho Ronaldo kritisierte: Cristiano hätte in der Pause fast geweint
Giorgio Chiellini: Zweimal war ich kurz davor, Juve zu verlassen: 2010 zu Real Madrid und 2011 zu Manchester City.Juventus-Verteidiger Giorgio Chiellini sagte, er hätte den Verein 2010 und 2011 verlassen können
Herrera über Neymar und Mbappé: PSG verkauft keine stars, er kauft Sie
Enrique über das Champions-League-Finale 2015: Sagte der Mannschaft: das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Juve – Spieler im Spiel gegen Barça zu sein
Gladbach zeigt, wie man die Konzepte von Cruyff und Guardiola anwenden kann