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U-Bahn gesperrt, Notstand - New York säuft im Regen ab

Heftiger Regen überflutet Teile von New York City. Straßen stehen unter Wasser, die U-Bahn musste mehrere Linien im Stadtteil Brooklyn sperren, weil Wasser in die Tunnel fließt. Autobahnabschnitte gleichen einer Seenlandschaft, Autos versanken in der Flut.

Gouverneurin Kathy Hochul rief den Notstand aus und warnte: Dieser Regen ist lebensbedrohlich! Wer es einrichten kann, soll zu Hause bleiben oder sich in Sicherheit bringen, wenn die Wohnung in einem Kellergeschoss liegt. Sie sagte eindringlich: „Warten Sie nicht, bis Ihnen das Wasser bis zum Knie steht. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist.“

Szene aus Brooklyn am Freitag: Anwohner stapfen durch das Wasser auf dem Gehweg, Pappen und Folien schwimmen in der Flut

Szene aus Brooklyn am Freitag: Anwohner stapfen durch das Wasser auf dem Gehweg, Pappen und Folien schwimmen in der Flut

Foto: Jake Offenhartz/AP

Am Kennedy International Airport fiel den Freitag über so viel Regen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen, meldet die „ New York Times“. Vom Flughafen LaGuardia, an dem hauptsächlich Inlandsflüge abgehen und ankommen, hieß es, das Terminal A sei „bis auf Weiteres“ gesperrt.

Auf vielen Straßen und Bürgersteigen zwischen den Häuserschluchten Manhattans sowie in Brooklyn und Queens bildeten sich tiefe Pfützen, Wassermassen schwappten darüber. Videos zeigten außerdem Busse, die beim Fahren vollliefen, auch Unterführungen von Brücken wie im Central Park waren unpassierbar. Laut Vorhersage sollte der Regen noch mindestens bis in die Nacht zum Samstag andauern.

Ein Schulbus kämpft sich im nördlichen Vorort Larchmont durch die Flut

Ein Schulbus kämpft sich im nördlichen Vorort Larchmont durch die Flut

Foto: MIKE SEGAR/REUTERS

Bürgermeister Eric Adams warnte, dass die Gefahr noch nicht vorbei sei. Die Handys von New Yorkern vibrierten am Freitag mehrere Male wegen automatischer Notfallmeldungen der Nationalen Wetterbehörde. „Das Angebot in unserem Netz ist stark gestört aufgrund des extremen Regens“, hieß es von den öffentlichen Verkehrsbetrieben MTA. „Bitte bleiben Sie zu Hause, wenn Sie nicht reisen müssen.“

Der Regen stammt von einem beständigen Tiefdruckgebiet, das aus dem Tropensturm Ophelia entstand. Am Morgen und Vormittag hatte es in einigen Teilen der Metropole innerhalb weniger Stunden so viel geregnet wie sonst in einem Monat. Das macht den September zum nassesten seit 140 Jahren – seit Beginn der Aufzeichnungen sei nur 1882 mehr Niederschlag gefallen. (knu)

Rettungskräfte im Küstenvorort Mamaroneck. Sie sind auf dem Weg, Menschen vor dem Wasser zu retten

Rettungskräfte im Küstenvorort Mamaroneck. Sie sind auf dem Weg, Menschen vor dem Wasser zu retten

Foto: MIKE SEGAR/REUTERS

Manhattan: In der Subway-Station Bowery haben sich größere Regenwasser-Pfützen gebildet

Manhattan: In der Subway-Station Bowery haben sich größere Regenwasser-Pfützen gebildet

Foto: Stefan Jeremiah/AP

Teaser-Bild

Foto: MIKE SEGAR/REUTERS