Germany
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Ukraine-Krieg im Newsblog | Ex-Wagner Kommandeur arbeitet jetzt für Putin

Tag 583: Russland soll mehr Gelände in 2023 erobert haben als die Ukraine. Ein Ex-Wagner Kommandeur arbeitet jetzt für Putin. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

Russland baut offenbar neue Zugstrecke nach Mariupol

8.04 Uhr: Russland baut offenbar an einer neuen Zugstrecke in den besetzten ukrainischen Gebieten. Das berichtet der Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Petro Andriushchenko, auf Telegram.

Das bedeute "eine radikale Verringerung der Abhängigkeit von der Eisenbahnverbindung über die Krimbrücke", schreibt Andriushchenko. Bisher ist die Krim für die Südfront der Russen wichtig, ein Großteil der Logistik fließt über die von Russland besetze Halbinsel.

Die neue Strecke soll die Städte Mariupol, Wolnowacha und Donezk mit dem russischen Schienennetz, unter anderem mit der russischen Stadt Rostow am Don, verbinden. Hauptbestandteil der Arbeiten soll die Reparatur einer Brücke bei Mariupol sein, die im März 2022 von ukrainischen Soldaten gesprengt worden sein soll.

Ex-Wagner Kommandeur arbeitet jetzt für russische Regierung

7.30 Uhr: Der frühere führende Kommandeur der Wagner-Söldner, Andrej Troschew, arbeitet ab sofort für das russische Verteidigungsministerium. Präsident Wladimir Putin habe sich mit Troschew und Vize-Verteidigungsminister Junus-Bek Jewkurow getroffen, teilt der Sprecher des Präsidialamtes, Dmitri Peskow, der Nachrichtenagentur RIA zufolge mit.

Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, wie Freiwilligenverbände in der Ukraine eingesetzt werden können. Die von Jewgeni Prigoschin geführten Wagner-Söldner waren eine wichtige Stütze für die reguläre russische Armee in ihrem Krieg gegen die Ukraine und vor allem im Osten im Einsatz. Prigoschin führte jedoch am 23. und 24. Juni aus Unmut über die Spitze von Militär und Verteidigungsministerium eine kurze Meuterei an. Eine Unterstellung seiner Einheiten unter das Ministerium lehnte er ab.

Am 23. August kamen Prigoschin und Dmitri Utkin, die beiden Gründer der Söldner-Gruppe, bei einem Flugzeugabsturz nach russischen Angaben ums Leben. Viele Wagner-Söldner gingen nach der Meuterei nach Belarus. Die Wagner-Gruppe ist seit Jahren auch in etlichen Staaten Afrikas aktiv. All diese Angaben lassen sich zum Teil nicht unabhängig überprüfen.

Drohnenangriff legt russisches Umspannwerk lahm

5.31 Uhr: Eine ukrainische Drohne soll nach russischen Medienberichten zwei Sprengkörper auf ein Umspannwerk in der Siedlung Belaja im Bezirk Belowski in der Region Kursk abgeworfen haben. Dies gab der Leiter der Region, Roman Starowojt, in seinem Telegram-Kanal bekannt. "Einer der Transformatoren fing Feuer. Fünf Siedlungen und ein Krankenhaus wurden abgeschnitten", schrieb er laut der russischen Nachrichtenagentur Tass. Feuerwehrleute seien auf dem Weg zum Unfallort, es werde mit der Wiederherstellung der Stromversorgung begonnen, sobald die Sicherheit gewährleistet ist.

Bericht: Russland hat in diesem Jahr die größten Geländegewinne

3.25 Uhr: Russland soll in diesem Jahr im Ukraine-Krieg die größten Geländegewinne gemacht haben – wenn auch in geringem Ausmaß. Nach einem Bericht der "New York Times" hätten russische Truppen im Jahresverlauf etwa 800 Quadratkilometer gewonnen, während die Ukraine etwa die Hälfte zurückerobern konnte. Die Basis für die Analyse bildeten Daten des amerikanischen "Instituts for the Study of War" (ISW), das öffentlich zugängliche Informationen auswertet. Im vergangenen August habe es demnach so wenig Geländegewinne wie nie zuvor auf beiden Seiten gegeben. Der Frontverlauf verändere sich nur marginal, heißt es in dem Bericht. Sowohl Kiew als auch Moskau seien mit ihren Offensiven bislang gescheitert.

Putin erhöht Militäretat um 70 Prozent

0.19 Uhr: Russland bereitet sich offenbar auf einen längeren Krieg vor. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP zeigten Dokumente des russischen Finanzministeriums, dass der Verteidigungsetat erheblich aufgestockt werden soll. Im nächsten Jahr will Kremlchef Putin demnach die Ausgaben um 70 Prozent erhöhen. Insgesamt seien die Militärausgaben dreimal so hoch wie für Bildung, Umweltschutz und Gesundheit zusammen.

In dem Entwurf sollen auch Ausgabenposten für die Integration der völkerrechtswidrig besetzten ukrainischen Landesteile Luhansk, Donezk, Cherson und die Region Saporischschja sein. Seit dem Beginn der Offensive in der Ukraine im vergangenen Jahr hat Russland die Waffenproduktion hochgefahren und trotz der anhaltend hohen Inflation und des schwachen Rubels massiv in seinen Militärapparat investiert.