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Verdoppelte Azubi-Zahlen: Immer mehr Flüchtlinge machen eine Ausbildung


Die Zahl der nach Deutschland geflüchteten Menschen, die hier eine betriebliche Ausbildung machen, hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Das teilte die Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Mittwoch mit.

Demnach absolvierten im Jahr 2016 insgesamt 3900 Flüchtlinge eine Ausbildung, 2017 waren es bundesweit bereits 9300, wie die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" zuerst berichteten.

Demnach kamen die meisten Azubis mit Fluchthintergrund aus Afghanistan (3470), gefolgt von Syrien (2700), Irak (800) und Eritrea (710). Aus Iran kamen 570 Azubis, aus Pakistan 450, aus Somalia 320 und aus Nigeria 280. Diese acht Staaten sind auch die Hauptherkunftsländer von Flüchtlingen.

Allerdings sind diese Zahlen noch immer sehr gering, angesichts der hohen Anzahl der arbeitslosen Menschen aus diesen Ländern: Nach Angaben der Arbeitsagentur suchten rund 200.000 Menschen unter 25 Jahren aus diesen acht Herkunftsländern Ende 2017 einen Job in Deutschland.

"Für das kommende Jahr erwarten wir erneut einen deutlichen Anstieg der Zahlen", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Die Erfahrungen der Betriebe mit den Auszubildenden zeigten Dercks zufolge: "Junge Geflüchtete brauchen oft eine intensivere Förderung." Die Sprachkenntnisse reichten demnach häufig noch nicht aus, um dem Berufsschulunterricht zu folgen.

Von der neuen Regierung forderte Dercks Hilfen für kleinere Betriebe. Flüchtlinge sollten ebenso wie deutsche Azubis mit Abschluss eines Ausbildungsvertrag die Möglichkeit zu berufsvorbereitenden Kursen und finanzieller Förderung bekommen.

Der DIHK fordert zudem, dass die Flüchtlinge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zwei Jahre über ihre Lehre hinaus in Deutschland arbeiten dürften.