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Videoüberwachung! Polizei macht im Englischen Garten ernst - neue Strategie nach unschönen Vorfällen

Angriffe auf Polizisten im Englischen Garten haben eine weitere Konsequenz: Ab sofort wird das Geschehen im Park per Videokamera überwacht.

Update vom 12. Mai, 9.16 Uhr: Jetzt fährt die Münchner Polizei schwere Geschütze auf. An warmen Sommertagen sollen die Besucher ab sofort per Video im Blick behalten werden. Hintergrund sind die schweren Ausschreitungen am 8. Mai (siehe Ursprungsmeldung).

Zu Überwachungszwecken kommt ein spezieller Transporter zum Einsatz. Eine an einer Teleskopstange befestigte Kamera hält die Geschehnisse auf den vom Feiervolk frequentierten Wiesen fest. „Wir setzen das Fahrzeug individuell und lageabhängig ein“, erklärte Polizeisprecher Werner Kraus gegenüber Bild.

Zuvor hatte die Polizei bereits angekündigt, ihre Präsenz im Englischen Garten verstärken zu wollen. „Es ist eine Frage der Sozialkontrolle“, hatte Michael Dibowki, Leiter der Abteilung Einsatz in einem Statement unterstrichen.

Schlägerei im Englischen Garten: Polizisten schreiten ein und werden attackiert

Ursprungsmeldung:

München - Am Samstagabend (8. Mai) war die Polizei im Englischen Garten in München zugegen, um eine größere Menge Menschen zu kontrollieren. Die vorwiegend jüngeren Leute feierten dort und tranken.

Plötzlich gerieten zwei Jugendliche in eine Schlägerei, die Polizei schritt ein. Wie sich herausstellte, war ein Mädchen (14) zuvor von einem der Schläger sexuell belästigt worden. Der junge Mann (16) hatte sie gegen ihren Willen von hinten umarmt und begrapscht.

Als die Polizei ihre Arbeit machen wollte und die Anzeige des Mädchens aufnehmen wollte, eskalierte plötzlich die Situation. Was folgte, war ein Angriff auf die anwesenden Polizisten*, der sprachlos macht.

Menschen werfen 50 Flaschen auf Beamte - Polizeipräsenz im Englischen Garten wird erhöht

Mehrere Personen warfen etwa 50 Flaschen, 19 Polizisten wurden verletzt. Es sei eine Art Solidarisierungsaktion gegen die Beamten entstanden, so Michael Dibowki, Leiter der Abteilung Einsatz, zu der Stimmung vor Ort. „Die Dynamik, die sich danach im Englischen Garten entwickelt hat, macht mich tief betroffen.“

Natürlich verstehe die Polizei, dass man den Englischen Garten in München* bei dem schönen Wetter nutzen und „Spaß und Erholung“ haben wolle. Doch diese „sinnlosen und gewalttätigen Handlungen“ seien nicht nachzuvollziehen. Erst vor Kurzem war es zu einer ähnlichen Situation im Englischen Garten gekommen, eine Schlägerei* völlig ausgeufert.

Alle, die Flaschen geworfen haben, müssten darüber nachdenken, warum die Polizei im Einsatz war. Es sei um das 14-jährige Mädchen gegangen. „Ich bin sehr enttäuscht, dass hier eher Straftäter unterstützt wurden, statt zu helfen, diese zu erkennen“, erklärte Dibowki in seinem Statement. Und: „Wir werden im Englischen Garten zunehmend Präsenz zeigen. Es ist eine Frage der Sozialkontrolle.“

*tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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