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Viele Schwerverletzte und mindestens zwei Tote nach Vorfall in Trier

Einsatz in Trier

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr nahe der Fußgängerzone in Trier. (Harald Tittel / dpa)

Ein Mann hat mit einem Sportgeländewagen in der Innenstadt von Trier mehrere Menschen überfahren und mindestens zwei getötet, darunter ein Kleinkind. Weitere Personen wurden am Dienstag teils schwer verletzt. Auch Stunden nach dem Vorfall machte die Polizei keine Angaben zu einem Motiv. Hinweise auf einen politischen Hintergrund lagen zunächst nicht vor.

Beamte nahmen einen 51 Jahre alten Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg fest und stellten den Wagen sicher. Der Mann saß nach derzeitigem Ermittlungsstand alleine im Fahrzeug. „Die Befragung des Verdächtigen läuft“, sagte ein Behördensprecher. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach am Abend von einem „schlimmen und schrecklichen Tag“, ein Baby sei aus dem Leben gerissen worden.

Der Mann sei mit einem SUV durch eine Fußgängerzone gefahren und habe offenbar „wahllos“ Menschen angefahren. Er sei „vier Minuten nach Ersthinweis“ festgenommen worden, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) Abend vor Ort. Wie viele Opfer es genau gab, war zunächst unklar.

„Es gibt mehrere Tote und eine ganze Reihe Schwer- und Schwerstverletzter“, sagte der Sprecher des Präsidiums Trier, Karl-Peter Jochem. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sprach im Interview mit dem SWR von einem „Amokfahrer in der Innenstadt“. Augenzeugen berichteten, dass am Ort des Vorfalls nahe der Porta Nigra Menschen durch die Luft geschleudert worden seien. „Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. „Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen.“

Mitten an einem ganz normalen Tag seien Menschen aus dem Leben gerissen worden, sagte Dreyer. „Das ist einfach sehr schlimm für uns alle“. Sie sei mit ihren Gedanken bei den Verletzten und Schwerverletzten und hoffe und bete, dass sie überlebten und gesundeten.

Rettungskräfte aus der ganzen Region seien im Einsatz. „Alle sind damit beschäftigt, Verletzte und Schwerstverletzte im Moment in die Krankenhäuser zu bringen“, äußerte Leibe. Er sei nach dem Vorfall durch die Innenstadt gelaufen. „Es war einfach nur schrecklich“, sagte er.

Auch ein Großaufgebot der Polizei war im Einsatz. Der ADAC schickte Rettungshubschrauber, ein Verletzter wurde nach Wittlich geflogen. Große Teile der Innenstadt waren abgesperrt. Nach der Festnahme bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Die rheinland-pfälzischen CDU-Politiker Julia Klöckner und Christian Baldauf äußerten sich schockiert und betroffen. Sie seien erschüttert über die „Amokfahrt“, teilten die CDU-Landeschefin und der CDU-Landtagsfraktionschef mit. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten vor Ort. Wir trauern mit den Angehörigen der Toten“, erklärten sie. „Wir danken den Helfern und Rettungskräften für ihre Arbeit. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten.“

Im Februar hatte im nordhessischen Volkmarsen ein 29 Jahre alter Deutscher sein Auto absichtlich in die Menge gesteuert. Dutzende Menschen wurden verletzt. 2019 hatte ein 50-Jähriger in Bottrop in der Neujahrsnacht gezielt Menschen angefahren. Er wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. In Münster war 2018 ein Mann mit seinem Campingbus in eine Gruppe gerast, es gab fünf Tote. Der Täter erschoss sich, die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus.

+++ Dieser Artikel wurde um 18.16 Uhr aktualisiert +++

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