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Volker Wissing im "Frühstart": "Diskussionen über das Ticket sollten schnell beendet werden"

Volker Wissing im "Frühstart" "Diskussionen über das Ticket sollten schnell beendet werden"

Die Diskussion über das 49-Euro-Ticket stößt beim Bundesverkehrsminister auf Unverständnis. Das Ticket sei ein Erfolg und bei Finanzfragen sollten sich eher die Bundesländer und deren Verkehrsverbünde bewegen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat Forderungen nach einer stärkeren finanziellen Unterstützung des Bundes zum Erhalt des Deutschlandtickets eine kategorische Absage erteilt. "Die Finanzfragen haben wir in der Ministerpräsidentenkonferenz bis 2025 geklärt", sagte der FDP-Politiker im "Frühstart" von ntv.

Die Verkehrsminister der Bundesländer kommen heute zu einer Sondersitzung zusammen. Wissing empfahl den Ländern, sich auf strukturelle Verbesserungen zu konzentrieren, die notwendig seien. "Kein Mensch versteht, warum wir immer noch über 60 Verkehrsverbünde in Deutschland haben", so der Verkehrsminister. Auch sollten Konkurrenzprodukte zum Deutschlandticket abgeschafft werden.

Zuvor hatte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, dem Bund vorgeworfen, sich bei der Finanzierung des Deutschlandtickets nicht an die Absprachen zu halten. "Wir haben als Bund und Länder gemeinsam vereinbart, dass wir dieses Ticket finanzieren, 50:50, das finde ich auch eine absolut faire Aufteilung", sagte Krischer ntv. "Leider hält der Bund sich nicht an seine Zusage, eine hälftige Finanzierung des Tickets zu übernehmen und das ist nicht okay." Krischer betonte zugleich, das Deutschland Ticket sei ein absoluter Erfolg, man habe viele neue Fahrgäste gewonnen.

Wissing verteidigt KfW-Programm für E-Autos

Auch Wissing nannte das Ticket "außerordentlich erfolgreich". Es biete den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freiheit und mehr Einfachheit beim Nutzen des ÖPNV. "Wir haben gezeigt, dass man damit auch deutlich mehr Fahrgäste gewinnen kann, und deswegen sollten die Diskussionen über dieses Ticket schnell beendet werden."

Den Ansturm auf das KfW-Programm zum Laden von Elektroautos mit Solarstrom verteidigte Wissing im "Frühstart". Das Programm verbinde mehrere "Probleme" wie dezentrale Energieversorgung, die Nutzung von Dachflächen, den Einbau von Zwischenspeichern, und den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität. "Dass ein doch recht anspruchsvoll kombiniertes Programm eine so starke Nachfrage findet, das zeigt, dass es offensichtlich richtig konzipiert ist."

Mit Blick auf die eher gut betuchte Klientel der Fördermaßnahme verwies der Bundesverkehrsminister auf die Maßnahmen seines Hauses zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur "für jede und jeden". Innerhalb von wenigen Minuten solle deutschlandweit eine Schnellladesäule vorzufinden sein. Erst am Vortag habe das Bundesverkehrsministerium Aufträge an zehn Unternehmen vergeben, weitere Ladeinfrastruktur aufzubauen.