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Von der Ohnmacht in die Gewalt – ein Ex-Nazi erzählt

Pforzheim. Gewalt, Geld und Drogen bestimmten sein Leben, und als Neonazi, Rocker und Zuhälter machte er sich einen Namen. Mittlerweile ist Philip Schlaffer, wie er selbst sagt, in der politischen Mitte angekommen. Am Mittwochabend gab er in den Räumen der Volkshochschule auf Einladung der Reinhold-Maier-Stiftung in Kooperation mit dem Bündnis Pforzheim nazifrei einen Einblick in sein bibliografisches Buch „Hass. Macht. Gewalt“. Seine Mission: andere davor bewahren, wie er in die rechte Szene abzudriften.

Der 42-Jährige wuchs in Norddeutschland in einer gutbürgerlichen Familie auf und wanderte mit zehn Jahren mit seinen Eltern ins englische Newcastle aus. „Dort wurde ich in der Schule als Nazi bezeichnet, aber ich habe die Sprache gelernt und mich schnell integriert“, erzählt Schlaffer mit ruhiger Stimme und norddeutschem Dialekt. Gegen seinen Willen zog er mit 14 Jahren mit seiner Familie zurück, verlor den Anschluss, und sein Hass, der sich zu Beginn nur  gegen seine Eltern richtete, weitete sich auf den Staat aus. „Ich hatte das Gefühl, dass ich als junger Mensch von der Gesellschaft abgelehnt werde“, erklärte er rückblickend. „Hätte ich damals insbesondere von meinen Eltern mehr Empathie bekommen, dann wäre es wahrscheinlich anders gekommen“, fügt er an.

Rechtsradikale Musik habe sein Selbstwertgefühl aufgebaut, und die dazugehörigen Gruppen seien für ihn einer neuer Halt mit Identität gewesen. Doch die rechtsradikale Szene war für Schlaffer nicht genug, den Weg ins Rockermilieu betrachtete er damals als Aufstieg. „Ich war völlig empa-thielos. Allein Macht zählte“, schildert er seine  damaligen Beweggründe. Die Übergänge zwischen den Milieus sind seiner Meinung nach fließend. Hauptsächlich gehe es darum, den testosterongeladenen Mann zu mimen.

2014 wuchs der Druck von allen Seiten, und er habe beschlossen, sein Leben zu ändern. Zwar holte ihn kurze Zeit später seine Vergangenheit ein, doch während einer Haftstrafe bekam er die Unterstützung eines Psychologen, der ihn in seiner Entscheidung bestärkte. „Natürlich arbeitet die Szene bei einem Ausstieg mit Angst, aber es ist möglich, und es genügt ein Ortswechsel“, erklärt er. Probleme mit ehemaligen Gefährten gab es nie. „Das Problem beim Ausstieg besteht darin, dass das Gruppengefühl verlorengeht und die Menschen Angst haben, dass ihnen die Gesellschaft nicht die Hand reicht“, so der 42-Jährige.

Diese Handreichung sieht der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke, der im Anschluss an Schlaffers Ausführungen mitdiskutierte, als elementar, wenn es gelingen soll, Menschen zurück in die Mitte zu holen, oder das Abgleiten in die rechte Szene zu verhindern. Dabei spiele auch Bildung eine große Rolle, wobei es wichtig sei klarzumachen, dass nicht nur die akademische Laufbahn zum Erfolg führt.

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