Waldbesitzer fordern mehr Hilfe : Dramatische Lage in den Wäldern NRWs

Angesichts dramatischer Dürre- und Borkenkäferschäden in nordrhein-westfälischen Wäldern fordern die privaten Waldbauern mehr Hilfe vom Land. Fördergelder - etwa für den Abtransport der vom Borkenkäfer befallenen Stämme - müssten in der aktuellen Krise viel unkomplizierter und auch rückwirkend bewilligt werden.

Das sagte die Geschäftsführerin des Waldbauernverbandes NRW, Heidrun Buß-Schöne der Deutschen Presse-Agentur. Am Montag veranstaltet das Umweltministerium in Düsseldorf unter dem Motto „Der Wald im Klimastress“ eine große Tagung zur Zukunft der Waldwirtschaft in NRW.

„In Nordrhein-Westfalen müssen wir den schlechtesten Waldzustand seit Beginn der Untersuchungen 1984 konstatieren“, schrieb Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in einem Vorwort zu der Tagung. Sie verweist aber auch auf bereits bestehende Hilfen wie das 100-Millionen-Euro-Programm zur Wiederaufforstung sowie gut neun Millionen Euro für die Schadensbewältigung im laufenden Jahr.

Viele Waldbesitzer im Land stünden kurz davor, die Bewirtschaftung ganz aufzugeben, weil es sich nicht mehr rechne, hielt Buß-Schöne dagegen. Bundesweit fordern die Waldbauern neben der akuten Unterstützung im Kampf gegen den Borkenkäfer eine „Baumprämie“ von 125 Euro pro Jahr und Hektar.

Damit solle die zentrale Bedeutung des Waldes bei der Speicherung von CO2 honoriert werden, hatten die Familienbetriebe Land und Forst vergangenen Mittwoch ihre Forderung begründet.