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Wall Street mit leichtem Plus: Konjunkturimpulse von Hilfsdebatte gebremst

Solide Konjunkturdaten haben in den USA den Aktienhandel gestützt. Allerdings halten sich die Käufer wegen der schwindenden Aussicht auf ein neues Corona-Hilfspaket zurück. Am Ende beginnt das letzte Börsen-Quartal des Jahres ruhig.

Mit einem leichten Plus hat die Wall Street den ersten Handelstag des Schlussquartals beendet. Einerseits stützten überwiegend gute US-Konjunkturdaten die Stimmung, auf der anderen Seite belastete die schwindende Hoffnung auf ein neues Corona-Hilfspaket noch vor der US-Präsidentschaftswahl Anfang November. Zwar verhandelten Demokraten und Republikaner erneut, doch eine Lösung konnte bislang nicht erzielt werden.

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Nun gibt es am Markt Spekulationen auf eine "Eskalationsklausel", wie Marios Hadjikyriacos, Investmentanalyst bei XM, sagte. Damit könnten sich beide Seiten auf ein kleineres Paket einigen, aber die Möglichkeit höherer Ausgaben für den Fall vereinbaren, dass diese notwendig werden. Andere Beobachter wiesen darauf hin, dass US-Finanzminister Steven Mnuchin Fortschritte bei den Verhandlungen signalisiert habe.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 27.817 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,5 Prozent auf 3381 Punkte. Der technologiebasierte Nasdaq-Composite kletterte um 1,4 Prozent auf 11.327 Punkte.

Auch wenn die eigentliche Berichtssaison noch etwas auf sich warten lässt, gaben einige Unternehmen schon einen Vorgeschmack auf das, was kommen könnte: So hat der Getränke- und Snackkonzern Pepsico Zahlen veröffentlicht. Umsatz und Ergebnis des dritten Geschäftsquartals lagen über den Erwartungen der Analysten. Die Aktie schloss mit einem Plus von 1,6 Prozent.

Besser als erwartet sind auch die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal von Constellation Brands ausgefallen. Der Hersteller alkoholischer Getränke, unter anderem bekannt für Bier der Marke Corona, wagt allerdings keinen Ausblick. Die Aktie fiel um 2,6 Prozent.

Mit einem Plus von 1,4 Prozent reagierte die Ford-Aktie auf Restrukturierungspläne des Autokonzerns. Dazu kamen US-Absatzzahlen, die für das dritte Quartal eine leichte Stabilisierung zeigten. Bei General Motors brach der US-Absatz im zweiten Quartal noch um ein Drittel Prozent ein, im dritten Quartal betrug das Minus nur noch 10 Prozent. Der Konzern erklärte zudem, die Produktion habe größtenteils wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht. Die Aktie von General Motors legte um 2,7 Prozent zu.

Die gute Stimmung bei Aktien dämpfte zwischenzeitlich das Interesse am vermeintlich sicheren Hafen der US-Anleihen. Allerdings holten die Notierungen ihre Verluste im späten Verlauf wieder auf. Teilnehmer verwiesen auf Anzeichen, dass es zu keiner Einigung über ein neues Hilfspaket in den USA kommen könnte. Für die Zehnjahresrendite ging es um 0,9 Basispunkte auf 0,67 Prozent nach unten. Der Dollar, in Krisenzeiten als Fluchtwährung gesucht, wurde verkauft. Der Dollar-Index sank um 0,2 Prozent.

Die Ölpreise fielen auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Erneut belastete das Überangebot. Dazu kamen wieder steigende Sorgen in Bezug auf die globale Erholung der Konjunktur. Beobachter verwiesen auch auf eine Reuters-Erhebung, wonach die Opec-Staaten ihre Ölförderung im September um 160.000 Barrel pro Tag erhöht haben. Ursächlich dafür seien Libyen und Iran, die von den vereinbarten Fördermengenkürzungen ausgenommen seien. Ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 3,9 Prozent auf 38,67 Dollar. Brent gab um 3,3 Prozent auf 40,90 Dollar nach. Der Goldpreis wurde gestützt vom leicht nachgebenden Dollar. Die Feinunze eroberte die Marke von 1900 Dollar zurück und notierte 1,0 Prozent höher.

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