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Walujew will kämpfen - Ex-Boxer muss sich beim Militär melden!

Vom Kleinkriminellen, zum Profi-Boxer, zum Kriegsverbrecher?

Der ehemalige russische Box-Champion und Duma-Abgeordnete Nikolai Walujew (49) überlegt, gegen die Ukraine in den Krieg zu ziehen. Er habe bereits seinen Einberufungsbescheid bekommen und möchte sich in den kommenden Tagen „natürlich“ beim Rekrutierungsbüro melden, erklärte Waljuew.

Der Ex-Boxer gehört – wie auch andere abgehalfterte Russen-Promis – seit dem machtlosen russischen Parlament an. Dort gehört er der Abnick-Fraktion der Putin-Partei „Geeintes Russland“ an.

Mit dem Kriegseinsatz würde Walujew seiner Kriminellen-Karriere die Krone aufsetzen. Der 2,13 Meter große Russe betätigte sich in den neunziger Jahren zunächst als Schuldeneintreiber bei der Mafia, bevor er sich dem Profi-Sport widmete. Schließlich kehrte er in die Welt der Kriminalität zurück: als Abgeordneter der Kreml-Partei, die den Kurs von Diktator Wladimir Putin (69) in der Duma durchwinkte.

Als Duma-Abgeordneter stützt Walujew bereits Russlands verbrecherischen Krieg. An der Front hätte er Gelgenheit, sich unmittelbar daran zu beteiligten. Dabei müsste Walujew gar nicht in den Krieg ziehen: Als Abgeordneter ist der von der Mobilmachung ausgenommen.

Walujew will sich „nächste Woche“ beim Rekrutierungsbüro melden

Foto: picture alliance / Anton Novoderezhkin/TASS/dpa

Walujew gab sich auf seinem Telegram-Kanal allerdings patriotisch. „Wenn das Vaterland ruft, gehe ich“, schrieb Walujew und veröffentlichte seinen Einberufungsbescheid. Tatsächlich hätte sich Walujew bereits vor Tagen beim Rekrutierungsbüro melden müssen, habe dies aufgrund seiner parlamentarischen Tätigkeit allerdings nicht geschafft. „Nächste Woche“, versprach der Russen-Riese.

Wie groß wohl Walujews Überlebenschancen wären?

Der ukrainische Präsidenten-Berater Oleksiy Arestovych (47) erklärte im BILD-Interview, dass die ersten Russen-Rekruten, die im Zuge der Mobilmachung an die Front kamen, bereits getötet wurden.

Arestovych zu BILD: „Sie sind schlecht ausgerüstet, haben keine Medikamente und sind mit rostigen Gewehren bewaffnet. Sie haben überhaupt keine Ausbildung. Sie haben nicht einmal eine schlechte Ausbildung, sie haben einfach keine Ausbildung – es ist schrecklich. Es ist, als würde ein Profiboxer gegen einen Schuljungen kämpfen.“

Mit der Ukraine verbindet Walujew eine lange Geschichte. 2010 weigerte sich der Russe, gegen Vitali Klitschko (51, heute Bürgermeister von Kiew) zu kämpfen. Daraufhin bezeichnete der Ukrainer Walujew als „Angsthasen“.

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