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Wasserverbrauch: Corona-Effekt bleibt aus

Viele Menschen verzichten aufgrund der Corona-Pandemie auf Urlaub und bleiben zuhause. Hat das Einfluss auf den  Wasserverbrauch?

Würmtal– 12 500 Kubikmeter Wasser verbrauchen die Würmtaler derzeit täglich. Das liegt 25 Prozent über der normalen Tagesabgabe des Würmtal-Zweckverbandes (WZV), aber weit unter den Spitzenlasten von 19 000 bis 20 000 Kubikmetern. Von einem Corona-Effekt, wie er im niedersächsischen Lauenau aufgetreten ist, mag WZV-Geschäftsführer nicht reden. „Wir haben einen etwas höheren Verbrauch als sonst, aber es ist immer Spekulation, wo das herkommt.“

In der 4000-Seelen-Gemeinde Lauenau kam am vergangenen Wochenende kein Wasser mehr aus dem Hahn. Der Wasserspeicher war leergelaufen. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen, erklärte Bürgermeister Georg Hudalla. Trockenheit und hohe Temperaturen taten ihr Übriges. Die Lauenauer mussten sich Trinkwasser im Supermarkt besorgen und erhielten von der Feuerwehr Brauchwasser für die Toiletten. Ein benachbarter Wasserverband sprang ein. Die Bürger sind nun zum Sparen aufgefordert, damit sich der Hochbehälter wieder füllen kann.

„Wir haben den Auftrag, die Wasserversorgung sicherzustellen, und müssen bestimmte Risiken berücksichten“, sagt Krüger, dessen Zweckverband Gräfelfing, Planegg, Krailling und Gauting mit Wasser versorgt. Das Wasser kommt aus den Mühlthalquellen sowie Brunnen im Königswieser und im Kreuzlinger Forst.

„Was einen Spitzenverbrauch auslöst, sind lange Trockenperioden.“ In letzter Zeit habe es öfter geregnet, Anfang der vergangenen Woche waren die Niederschläge recht ergiebig. Selbst wenn gerade coronabedingt weniger Würmtaler verreisen, werde das Mehr an verbrauchtem Wasser durch den in Ferienzeiten geringeren Bedarf von Großabnehmern wie dem Martinsrieder Universitätscampus, die Max-Planck-Instiute oder das Stockdorfer Unternehmen Webasto kompensiert. Krüger: „Es geht um das große Thema Wassersparen. Man sollte Wasser bewusst nutzen und nicht verschwenden. Im Moment haben wir keine Situation, wo ein Sparaufruf notwendig ist.“

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