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Wegen Putin schnell in die Nato? Schweden-Statement lässt aufhorchen

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Schweden und Finnland sehen in Russland zunehmend eine Bedrohung. Bisher war Schweden dennoch zögerlich in Sachen Nato-Beitritt. Das klingt jetzt anders. Der News-Ticker.

  • Eskalierter Ukraine-Konflikt: Schweden könne in Sachen Nato-Beitritt umschwenken - aus Furcht vor Aggression Russlands.
  • EU-Öl-Embargo gegen Russland noch diese Woche?: Ein Öl-Embargo der EU gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs könnte noch diese Woche kommen.
  • Dieser News-Ticker zu Russland-Ukraine-Verhandlungen und internationalen Bemühungen wird fortlaufend aktualisiert.

Stockholm - Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist war lange Zeit ausdrücklich gegen einen Beitritt Schwedens zur Nato - seine jüngsten Aussagen könnten aber darauf hindeuten, dass er umschwenkt. Ein Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands würde der Verteidigung in Nordeuropa zugutekommen, sagte er am Dienstag (10. Mai) im schwedischen Radio.

Sollten sich die Länder für eine Nato-Mitgliedschaft entscheiden, würde dies die gemeinsamen militärischen Kapazitäten des Nordens stärken sagte Hultqvist. Man könne dann die Stärken und Vorteile der anderen nutzen und sich gegenseitig ergänzen. Eine Nato-Mitgliedschaft mit einer gemeinsamen Verteidigungsplanung und Überwachung der Ostsee würde das Risiko verringern, dass etwas rund um das Baltikum und auf der strategischen Insel Gotland passiere.

Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist könnte in Sachen Nato-Mitgliedschaft umdenken. Grund ist der Ukraine-Krieg.
Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist könnte in Sachen Nato-Mitgliedschaft umdenken. Grund ist der Ukraine-Krieg. © Claudio Bresciani/afp

Seine jetzige Position zu einem Nato-Beitritt Schwedens ließ der Sozialdemokrat offen. Er verwies aber darauf, dass der Ukraine-Krieg Vieles verändert habe. „Es gibt ein vor dem 24. Februar und ein danach“, sagte er mit Blick auf den Tag, an dem die Armee des russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Ukraine einmarschiert war.

Die in Schweden alleine regierenden Sozialdemokraten wollen am Sonntag ihre Nato-Position verkünden. Dies gilt als ein zentraler Wegweiser dafür, ob sich das skandinavische Land zeitnah um eine Nato-Aufnahme bemühen wird.

Ukraine-Verhandlungen: EU-Öl-Embargo gegen Russland noch diese Woche?

Im Ringen um ein EU-Ölembargo gegen Russland rückt eine Einigung der Mitgliedstaaten derweil näher. Eine Einigung sei „in dieser Woche“ möglich und sei „eine Frage von Tagen“, sagte Frankreichs Europaminister Clément Beaune am Dienstag dem Sender LCI. Beaune kündigte zudem für Dienstag Telefonate des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban an.

Von der Leyen war am Montag für Gespräche mit Orban über ein EU-Ölembargo gegen Russland in die ungarische Hauptstadt Budapest gereist und hatte anschließend von „Fortschritten“ gesprochen. Ungarn ist stark von russischem Öl abhängig und blockiert bisher einen Beschluss der EU-Staaten über einen Ölstopp aus Russland wegen des Ukraine-Einmarsches, für den Einstimmigkeit notwendig wäre. (dpa/afp)

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