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Wetter-Warnungen für Bayern: Münchner Friedhöfe müssen schließen - Schnee-Keule schlägt in zwei Regionen zu

Von: Tanja Kipke

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Es wird stürmisch in Bayern. Der Deutsche Wetterdienst hat gleich mehrere amtlichen Warnungen herausgegeben. Die Stadt München reagiert.

Update vom 30. November, 16.05 Uhr: Seit 7 Uhr gilt für weite Teile Bayerns, darunter auch für München, eine Unwetterwarnung vor Wind, Frost, Schnee und Glätte (siehe Update von 7.25 Uhr). Nun hat die Landeshauptstadt reagiert: „Wegen starker Windböen“ sind der Waldfriedhof Solln und der Friedhof Solln „ab sofort“ für Besucher geschlossen. Alle anderen Friedhöfe der Stadt bleiben jedoch geöffnet. Vorerst gilt der Entschluss nur für den heutigen Dienstag.

Update vom 30. November, 12.47 Uhr: Bei Schnee und Glätte hat es im Freistaat zahlreiche Unfälle gegeben. Im oberfränkischen Selb (Landkreis Wunsiedel) wurden mehrere Menschen verletzt. Eine Frau geriet am Montag Polizeiangaben zufolge durch Schneeglätte ins Schleudern und rutschte in den Gegenverkehr. Dort prallte der Wagen gegen ein entgegenkommendes Auto. Die 44-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Ein Mensch in dem anderen Fahrzeug wurde schwer verletzt. Drei weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen.

Auch andernorts meldete die Polizei am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag Unfälle aufgrund der Witterungsbedingungen. Meist blieb es jedoch beim Sachschaden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet im Verlauf des Dienstags in vielen Regionen Bayerns einen bis fünf Zentimeter Neuschnee, in Gebirgslagen auch mehr. Im Allgäu und dem Bayerischen Wald könnten örtlich bis zu 30 Zentimeter Schnee fallen, teilte der DWD am Dienstagvormittag in München mit.

Update vom 30. November, 7.25 Uhr: Seit 7 Uhr gilt für weite Teile Bayerns, darunter auch die Landeshauptstadt München, eine Unwetterwarnung vor Wind, Frost, Schnee und Glätte. Besonders heftig fallen dabei die Sturmböen aus, die mit 90 km/h und in exponierteren Lagen auch bis zu 100 km/h über Bayern hinwegfegen können. Dabei fällt weiterhin Schnee, bis zu fünf Zentimeter sind möglich. Durch die frostigen Temperaturen bis minus zwei Grad kann es zudem zu überfrierender Nässe und glatten Straßen kommen. Der DWD stuft die Lage als markant ein.

Vor allem von Nordwesten her ist vielerorts im Süden teils kräftiger Schneefall zu erwarten, später fällt in niederen Lagen Regen. Starker Südwestwind mit Sturmböen, teils auch schweren Sturmböen in ganz Bayern. Auf Gipfeln von Alpen und Bayerwald sind Orkanböen möglich. Besonders im Alpenvorland und in den Mittelgebirgen gilt örtlich eine Warnung vor starken Schneeverwehungen. Die Warnung gilt bis Dienstagabend, 22 Uhr.

Erstmeldung vom 29. November

München - Der Winter ist im Freistaat angekommen. Vor allem im Süden konnten sich die Bayern über jede Menge Schnee am Wochenende freuen. In den tieferen Lagen, wie zum Beispiel in Franken, musste man sich lediglich mit ein paar weißen Flocken zufriedengeben. Liegen geblieben sind sie dort nämlich nicht. An den Alpen gab es hingegen über 30 Zentimeter Neuschnee. In der Landeshauptstadt blieb nur ein weißer Flaum liegen, viele Münchner hatten auf mehr gehofft. Das könnte sich in den nächsten Tagen ändern. Ein Schneesturm zieht nach Bayern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt sogar Orkanböen bis 130 km/h voraus.

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In der Nacht zum Dienstag soll es losgehen. Der DWD erwartet „bis in die Niederungen deutlich auflebenden Wind“. Höhepunkt des Sturms erfolge dann am Dienstagnachmittag. Sturmböen bis 75 km/h aus Südwest seien dann möglich. In den Mittelgebirgen und im Alpenvorland sogar bis 90 km/h und auf exponierten Gipfeln der Alpen und des Bayerischen Waldes können auch Orkanböen bis 130 km/h auftreten. Dabei komme es auch zu starken Schneeverwehungen. Für den Alpenrand hat der DWD eine amtliche Warnung vor „schweren Sturmböen“ herausgegeben. Sie gilt von Dienstag (30. November), 6 Uhr bis Mittwoch (1. Dezember), 2 Uhr.

In Bayern soll es am Dienstag vielerorts stürmen.
In Bayern soll es am Dienstag vielerorts stürmen. © Katrin Requadt/dpa/Symbolbild

„Morgen und Mittwoch müssen wir uns vor Sturm in Acht nehmen“, bestätigt auch Wetter-Experte Dominik Jung die Prognose des DWD. Laut ihm sei Schnee in den tieferen Lagen in den nächsten Tagen erstmal nicht zu erwarten. „Ein Flachlandwinter ist derzeit nicht in Sicht. Es bleibt erstmal beim Berglandwinter.“ In Franken steigt die Schneefallgrenze am Dienstag über 1000 Meter, wie der DWD berichtet. Vor allem in den Mittelgebirgen sei dann mit Tauwetter zu rechnen. An den Alpen kann es hingegen ergiebig schneien - bis zu 20 Zentimeter Neuschnee werden erwartet.

Nicht nur wegen der Sturmböen müssen die Bayern in den nächsten Tagen Acht geben, der DWD warnt zudem vor Glätte und Frost. Von 10 bis 18 Uhr gilt am heutigen Montag in fast ganz Bayern eine amtliche Warnung vor Glätte. Grund dafür seien leichte Schneeschauer und „überfrierende Nässe.“ Bis Dienstagmorgen warnt der DWD auch noch vor Dauerfrost. „Bis auf die tiefsten Lagen in Unterfranken“ müsse im kompletten Freistaat mit Frost gerechnet werden. Im Alpenland gilt bis Montag, 18 Uhr, noch eine Warnung vor leichtem Schneefall. „Es tritt im Warnzeitraum leichter Schneefall mit Mengen bis 10 cm auf. In Staulagen werden Mengen bis 20 Zentimeter erreicht. Verbreitet wird es glatt“, heißt es in der amtlichen Warnung.

In den letzten Tagen ist jede Menge Neuschnee an den Alpen vom Himmel gekommen. Laut der bayerischen Lawinenwarnzentrale steigt dadurch die Gefahr einer Schneelawine enorm. Durch den einsetzenden Wind in den kommenden Tagen entstünden kammnah „umfangreiche Triebschneeansammlungen“. Besonders in schattigen Steilhängen können diese „leicht als Lawine ausgelöst werden“, warnt die Zentrale. Zudem komme es mit der für Mittwoch angekündigten Erwärmung und Regen in mittleren Lagen voraussichtlich zu einer „ausgeprägten Nass- und Gleitschneelawinenaktivität“. Wanderer in den bayerischen Alpen sollten beim Bergsteigen demnach besonders aufpassen. (tkip)

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