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Wie erkläre ich’s meinem Kind? Wie man Astronaut wird

Weltraumabenteuer: Der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Oktober 2014 bei Außenarbeiten an der ISS Bild: Picture-Alliance

Die Europäische Raumfahrtagentur Esa sucht zum ersten Mal seit rund einem Jahrzehnt wieder neue Astronauten. Gerade ist die Bewerbungsfrist zu Ende gegangen. Doch der Weg für angehende Raumfahrer auf den Spuren von Astro Alex ist noch weit.

Auf dem Mond spazieren gehen, ferne Planeten erforschen oder die Erde wie Astro Alex an Bord der Internationalen Raumstation ISS umkreisen – wer hat nicht schon einmal davon geträumt, als Astronaut ins All zu fliegen und Weltraumabenteuer zu bestehen? Für einige Männer und Frauen könnte dieser Kindheitstraum tatsächlich bald wahr werden. Sie haben sich bei der  Europäischen Weltraumagentur Esa beworben, also bei der Organisation, die in Europa alle Weltraumaktivitäten plant und durchführt. Doch ob sie tatsächlich in den Weltraum fliegen können, müssen sie erst noch beweisen.

Denn nun wartet auf die Kandidaten ein hartes Auswahlverfahren, das bis Ende 2023 dauern wird. Von den vielen Bewerbern werden dann am Ende nur 26 Männer und Frauen die Chance haben, tatsächlich Astronaut zu werden.

Bild: F.A.Z.

Körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit sind nach wie vor die Hauptvoraussetzungen für Astronauten. Aber auch die Bereitschaft und die Fähigkeit, sechs Monate lang auf engstem Raum mit anderen Raumfahrern zu leben. Wer das schaffen will, muss besonders gut im Team arbeiten und Stress aushalten können. Je mehr Zeit Raumfahrer in der Schwerelosigkeit verbringen und je weiter sie reisen, umso höher werden die Belastungen. Viele Astronauten leiden nach einem längeren Weltraumaufenthalt unter einer akuten Sehschwäche und unter starkem Verlust an Körpergewicht. Das muss jeder wissen, der Astronaut werden will.

Waren die Astronauten früher – etwa die Raumfahrer der Apollo-Missionen vor fünfzig, sechzig Jahren – vor allem Testpiloten, die sonst moderne Düsenjets flogen, so sind heute Wissenschaftler und Ingenieure gefragt. Denn die bemannten Missionen dienen vor allem der Forschung. Wie wirkt die Schwerelosigkeit und die starke kosmische Strahlung auf den menschlichen Körper? Gibt es Wasser auf dem Mond und auf dem Mars – und falls ja, wie viel davon? Ist für Menschen ein längerer Aufenthalt im All überhaupt möglich? Wenn Astronauten eines Tages zum Mars fliegen, dann sind sie immerhin zwei Jahre lang unterwegs. Hinzu kommt, dass die ISS ein modernes Labor ist, in dem nach neuen Materialien geforscht wird, aber auch Pflanzen in der Schwerelosigkeit gezüchtet werden und vieles mehr. Deshalb haben alle Astronauten ein wissenschaftliches Studium absolviert. Alexander Gerst zum Beispiel ist Geophysiker.

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Erst einmal mag der Traum unerreichbar scheinen, so wirkte es auch für Astro Alex. Und doch kann, wer diesen Traum hat, schon jetzt versuchen, sich ein bisschen darauf vorzubereiten. Neugierig und vielseitig sein. Sich für Mathematik, Physik, Chemie und Biologie interessieren, auch wenn diese Fächer schwerfallen. Englisch und Französisch lernen. Sporttreiben und sich fithalten. Versuchen, ruhig zu bleiben, wenn Geschwister und Eltern nerven – oder Klassenkameraden. Nicht zu Eigenbrötlern werden, sondern lernen, im Team zu arbeiten. Wer die Möglichkeit hat, einmal in einem Segelflieger oder Hubschrauber mitzufliegen, sollte diese Chance wahrnehmen. Denn dann kann man gleich testen, ob man eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Astronauten besitzt. Hat man vielleicht Höhenangst oder ist man flugtauglich?

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Eine illustrierte Auswahl von Beiträgen unserer Kolumne „Wie erkläre ich’s meinem Kind?“ ist bei Reclam erschienen.

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