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Wilde Müllkippe am Wasser

Dieses Bild bot sich Leser Achim Goth Ende September an der Uferböschung. An Land fand sich noch einiges mehr an Mobiliar.

Dieses Bild bot sich Leser Achim Goth Ende September an der Uferböschung. An Land fand sich noch einiges mehr an Mobiliar. (Achim Goth)

Ein Fleet am Rande eines Wohngebietes ist schon etwas Schönes. Ein solcher Fleck Natur ist für alle Anwohner einkleiner Erholungsbereich mitten in der Stadt. Der Fleet am Seefelde am Rande von Habenhausen ist solch ein Ort und trennt zusammen mit dem Arsterfeldfleet die Wohngebiete von dem Autobahnzubringer. Doch was Anwohner Achim Goth vor einigen Wochen bei einem Spaziergang unweit der Fußgängerbrücke auffiel, war für den 64-jährigen Rentner alles andere als ruhestiftend. „Da lag so einiges, aber als erstes sah ich einen Einkaufswagen in der Uferböschung.“

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus: Das war nur die Spitze des Eisberges. Abgesehen von gleich mehreren Einkaufsvehikeln sah es so aus, als hätte hier jemand einen gesamten Hausstand entsorgt. Mehrere Holzstühle, eine Tischplatte und eine Couchgarnitur. Kurzum: Dort befand sich inmitten des Grünstreifens eine illegale Müllkippe. Goth machte Fotos und nahm sich vor, den Verantwortlichen Bescheid zu geben. Schließlich sei dies nicht sein erster Fund dieser Art gewesen. „Ich habe schon früher Jugendliche in der Gegend gesehen, die sich anscheinend häuslich in der Nähe eingerichtet hatten“, erinnert er sich. Zurückgeblieben seien auch damals schon erkleckliche Müll- und Sperrmüllmengen. Zufällig habe er bei einem späteren Spaziergang dann einen Mitarbeiter der Umweltbetriebe vor Ort angetroffen. Diesem habe er den Fund mitgeteilt, erinnert er sich, aber passiert sei daraufhin erst einmal nichts.

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Dass Menschen ihren Müll in der Natur entsorgen ist keine Seltenheit, wie Kerstin Doty, Sprecherin der Umweltbetriebe Bremen sagt. „Das passiert leider immer wieder.“ Mit einzelnen Sachen fange es an und schon bald darauf werfe der nächste dann noch Sachen dazu.

Über die genauen Ursprünge dieser wilden Müllkippe ließe sich so nur spekulieren, so Doty gute sechs Wochen nach dem Fund von Achim Goth. Da liegt der Müll noch immer an Ort und stelle. „Das ist unglücklich, aber es lässt sich auch nicht nachvollziehen, mit wem Herr Goth da gesprochen hat“, antwortet Kerstin Doty auf Nachfrage des STADTTEIL-KURIER, nachdem sich der Rentner mit seinem Anliegen an die Redaktion gewandt hat. Es sei zusätzlich zur Presseanfrage aber nun auch im selben Zeitraum eine E-Mail mit der Meldung des Mülls bei den Umweltbetrieben eingegangen – der Absender ist der Redaktion nicht bekannt.

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Letztendlich wird nun aber wieder für Ordnung gesorgt: „Wir werden den Müll am Fleet in den kommenden Tagen entfernen“, verspricht sie Ende der vergangenen Woche. „Wir möchten uns auch herzlich bei Herrn Goth bedanken.“ Sie bedauere, dass es in diesem Fall etwas unglücklich gelaufen sei.

Allerdings weist sie auch auf einen Weg, solch lange Wartezeiten zur Entsorgung derartiger illegaler Müllansammlungen zu vermeiden. „Am schnellsten geht es, wenn uns die Bürgerinnen und Bürger eine E-Mail schreiben.“ Dann könne man sich umgehend darum kümmern, sagt sie. Und selbst wenn die Umweltbetriebe im Einzelfall mal nicht zuständig seien, würden sie die Angelegenheit an die Verantwortlichen weiterleiten. „Der beste Weg ist nun mal der schriftliche“, so die Sprecherin.

Weitere Informationen

Wer illegale Müllansammlungen entdeckt, kann dies den Umweltbetrieben per E-Mail an office(at)ubbremen.de melden.

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