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"Wir müssen besser werden": Klopp ist "das Gegenteil" von Perfektion

Am Wochenende lässt der FC Liverpool schon wieder Punkte liegen, mit James Milner verletzt sich erneut ein Spieler. Trainer Jürgen Klopp sagt, die Zeit sei für die Mannschaft "unglaublich intensiv". Sie müsse weiter besser werden, dabei gibt sich der Coach auch selbstkritisch.

Für Fußballtrainer Jürgen Klopp gehört das Streben nach Perfektion mit seinem Team zum Job - aber nicht an jedem Tag und nicht zu jedem Preis. Man könne auch mal mit dem Erreichten zufrieden sein und müsse sich nicht jeden Morgen immer wieder sagen: "Wir müssen besser werden, wir müssen besser werden", betonte der Coach des englischen Meisters FC Liverpool in einem Beitrag für "uefa.com". "Nein, wir wissen, dass einige Dinge so gut sind, dass es manchmal ausreicht, sie konsequent auf das Spielfeld zu bringen", erklärte der 53-Jährige, der seine Mission bei den Reds 2015 als "The Normal One" angetreten hatte.

Solange man nicht perfekt sei, gebe es Platz für Verbesserungen, meinte Klopp. Das sorge für den Antrieb, "all die verschiedenen Herausforderungen zu meistern, denen sie während einer Fußballsaison, einer Fußballkarriere oder eines Lebens gegenüberstehen." Er sei kein Spezialist für Perfektion, räumte Klopp ein, "wahrscheinlich das Gegenteil - aber ich versuche immer noch, meine Jungs dazu zu bringen, so nah wie möglich dorthin zu kommen." Man strebe immer an, so gut wie möglich zu sein. Klopp: "Aber Perfektion? Ich habe es nie gesehen und schaue viel Fußball."

"Werden kämpfen mit allem, was wir haben"

Die Corona-Pandemie sei keine Zeit im Leben, in der man sich - "positiv und negativ" - auf Ziele beschränken sollte. "Wir müssen einfach alle durch diese Situation kommen", sagte der frühere Bundesliga-Trainer, der 2019 mit Liverpool Champions-League-Sieger wurde. "Für die Spieler ist es unglaublich intensiv, was wir tun. Wir sind alle glücklich und spielen ohne Alternative." Alles laste auf den Rücken der Spieler. "Sie müssen liefern", sagte Klopp.

Der FC Liverpool hatte am Samstag nur ein 1:1 (0:0) bei Brighton & Hove Albion eingefahren. "Gratulation!", hatte Klopp im Anschluss sarkastisch gesagt, als er auf die Verletzung von James Milner angesprochen wurde. "Mir persönlich?", hatte Des Kelly vom Sender BT Sport verwirrt entgegnet. "Nein, aber Sie arbeiten ja für die", so Klopp drei Tage nach der 0:2-Pleite in der Champions League gegen Atalanta Bergamo, der den TV-Sendern wegen des engen Spielplans eine Mitschuld an der Verletzungsmisere im Liverpool-Kader gibt.

Am Dienstag (21 Uhr im Liveticker auf ntv.de) steht schon das nächste wichtige Spiel für die Reds an: In der Königsklasse müssen sie gegen Ajax Amsterdam die Tabellenspitze verteidigen. "So lange wir elf Spieler aufbieten können, werden wir kämpfen - mit allem, was wir haben", sagte Klopp vor der Partie. "Ein Sieg würde uns massiv helfen."

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