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WLAN-Verstärker mit Wifi 6: FritzRepeater 3000 AX ist ein starker Fritzbox-Partner

WLAN-Verstärker mit Wifi 6 FritzRepeater 3000 AX ist ein starker Fritzbox-Partner

Der FritzRepeater 3000 AX ist der jüngste WLAN-Verstärker für die Fritzbox, der unter anderem den neuen Wifi-6-Standard beherrscht. Im Praxistest erweitert er die Funk-Reichweite erheblich und ermöglicht auch weiter vom Router entfernt noch sehr hohe Datenraten.

Der jüngste Repeater von Fritzbox-Hersteller AVM ist der FritzRepeater 3000 AX. Er ist im Prinzip der Nachfolger des FritzRepeater 3000 und soll eine günstigere Alternative zum etwas älteren Top-Modell FritzRepeater 6000 sein. ntv.de hat ausprobiert, was das Gerät im Alltag leistet und wie es sich im Vergleich zu den beiden anderen Berliner WLAN-Verstärkern schlägt.

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Die Rückseite mit zwei Gigabit-LAN-Anschlüssen.

(Foto: kwe)

Breiter und kantiger

Das grundsätzliche Design teilt der Neuling mit den beiden Vorgängern, er ist allerdings deutlich breiter und kantiger und seine Standfüße sind anders gestaltet. Er verfügt über drei Funkeinheiten. Die maximalen Datenraten gibt AVM bei 2,4 Gigahertz (GHz) mit 600 Megabit pro Sekunde (MBit/s) sowie 2400 plus 1200 MBit/s bei 5 GHz an. Die Anbindung an eine Fritzbox erfolgt über ein eigenes 5-GHz-Modul, reduziert also nicht die Datenraten zu verbundenen Geräten. Auf der Rückseite befinden sich über dem Stromanschluss zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse.

Der Repeater ist mit Geräten kompatibel, die sich mit ihm über einen älteren WLAN-Standard (ac/n/g/a) verbinden, sein volles Potenzial kann er aber nur entfalten, wenn beispielsweise ein Notebook oder Smartphone Wifi 6 (WLAN ax) beherrscht. ntv.de hat die drei AVM-Repeater mit einem Google Pixel 7 Pro und einem ThinkPad T15 (2. Gen.) getestet, die das tun. Außerdem kam ein MacBook Pro 13 (2016) zum Einsatz, das lediglich Wifi 5 (ac) bietet.

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Der FritzRepeater 3000 AX mit dem FritzRepeater 6000 (links) und dem FritzRepeater 3000.

(Foto: kwe)

Die drei FritzRepeater wurden jeweils an der gleichen Position aufgestellt, etwa neun Meter von einer Fritzbox Cable 6690 entfernt, mit zwei tragenden Mauern zwischen Router und WLAN-Verstärker. Die Datenraten auf den verbundenen Test-Geräten wurden mit Bordmitteln und freier Sichtlinie etwa neun Meter vom Repeater entfernt gemessen.

5 GHz meistens möglich

In dieser Konstellation funkten das Pixel 7 Pro und das ThinkPad mit allen drei Repeatern im 5-GHz-Band, aber auch das ältere MacBook Pro musste in keinem Fall zu 2,4 GHz wechseln. Das ist grundsätzlich gut, da die 5-GHZ-Frequenz höhere und stabilere Datenraten erlaubt.

Bei 2,4 GHz ist die Reichweite größer und die meisten Geräte, die zum Internet der Dinge zählen, beispielsweise smarte Steckdosen, Staubsauger-Roboter oder WLAN-Lautsprecher, funken in dieser Frequenz. Auch hier hat WiFi 6 Vorteile, denn es kann mehr Geräten stabilere und energieeffizientere Verbindungen als ältere Standards bieten.

Sehr hohe Raten mit Wifi 6

Mit dem FritzRepeater 3000, der nur Wifi 5 beherrscht, erreichte das ThinkPad bis zu 1081 MBit/s. Das Pixel 7 Pro kam auf 960, das MBook Pro auf 827 MBit/s. Auch das ist im Normalfall mehr als ausreichend, aber mit dem FritzRepeater 3000 AX gingen die Datenraten bei den Wifi-6-Geräten kräftig nach oben. Hier schaffte das ThinkPad bis zu 1722 und das Pixel 7 Pro 1441 MBit/s. Das MacBook Pro blieb mit seinem AC-Modul dagegen bei 527 MBit/s.

Mit mehr Antennen ausgestattet, hätte man vom FritzRepeater 6000 noch höhere Raten erwarten können. Aber ThinkPad und Pixel 7 Pro gaben mit 1081 beziehungsweise 960 MBit/s sogar weniger Gas. Lediglich das MacBook Pro steigerte sich auf bis zu 867 MBit/s.

Die ermittelten Datenraten sind keine Laborwerte und nicht allzu genau. Aber sie zeigen doch deutlich, dass der FritzRepeater 3000 AX für Nutzer mit aktueller Fritzbox und Wifi-6-kompatiblen Geräten auch in größeren Wohnungen ein sehr guter WLAN-Verstärker ist. Online ist er derzeit für rund 175 Euro zu haben.

Es kommt darauf an, was man wirklich braucht

Mehr Geld für den FritzRepeater 6000 auszugeben (ab 208 Euro), ist eigentlich nicht nötig. Sinnvoll ist die Mehrinvestition aber dann, wenn viele Geräte gleichzeitig mit hohen Datenraten versorgt werden müssen, da der teurere AVM-WLAN-Verstärker dies mit einer umfangreicheren Antennenausstattung besser hinbekommen kann.

Wer noch ältere Geräte nutzt, die Wifi 6 nicht beherrschen, muss nicht unbedingt aufrüsten, wie man an den immer noch guten Werten des FritzRepeater 3000 sieht. Nutzer, die aktuell einen WLAN-Verstärker für eine Fritzbox suchen, überlegen am besten, was ihre aktuelle Ausstattung benötigt und ob sich daran in naher Zukunft etwas ändert.