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Wurde schon Trump verabreicht: Spahn kauft neues Antikörper-Mittel

Wurde schon Trump verabreicht Spahn kauft neues Antikörper-Mittel

Deutschland erhält nach den Worten von Gesundheitsminister Spahn ein neues Medikament gegen das Coronavirus. Mit den darin enthaltenen Antikörpern soll bereits Donald Trump nach seiner Infektion behandelt worden sein. Nächste Woche soll das Mittel erstmals in Uni-Kliniken eingesetzt werden.

Die Bundesregierung hat für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft. "Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zunächst in Uni-Kliniken", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Bild am Sonntag". "Der Bund hat 200.000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft."

Mit dieser Form der Antikörper wurde laut dem Medienbericht der frühere US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt. "Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauft verhindert wird", sagte Spahn.

Der damalige US-Präsident Trump war Anfang Oktober mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma Regeneron behandelt worden. Der Wirkstoff von REGN-COV2 ist eine Kombination aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

Im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" warnte Spahn auch vor Schuldzuweisungen bei der Aufarbeitung der Pandemie. "Wir sollten aufpassen, dass 2021 nicht das Jahr der Schuldzuweisung wird", sagte er dem Blatt. "Über Fehler und Versäumnisse reden ist wichtig. Aber ohne dass es unerbittlich wird. Ohne dass es nur noch darum geht, Schuld auf andere abzuladen."

Für die hohen Infektionsraten und Todeszahlen in der zweiten Welle der Pandemie seien Politik und Bürger gemeinsam verantwortlich. "Wir hatten alle zusammen das trügerische Gefühl, dass wir das Virus gut im Griff hätten. Die Wucht, mit der Corona zurückkommen könnte, ahnten wir, wollten es aber in großer Mehrheit so nicht wahrhaben", sagte Spahn.

Eine Aufhebung von Einschränkungen für Geimpfte lehnte Spahn ab: "Wir haben ein Jahr lang solidarisch diese Pandemie durchgestanden. Jetzt können wir uns die Monate, bis jeder geimpft werden kann, auch noch alle an die Regeln halten." Es gehe in dieser Frage um Solidarität, erklärte der Minister.

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