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Zu oft zurück

Den Sonntag stellte Adi Hütter schließlich doch zur freien Verfügung. Auf dem ursprünglichen Trainingsplan war eigentlich noch eine Übungseinheit vermerkt, 10.30 Uhr, doch irgendwann dämmerte dem Frankfurter Trainerteam, dass es für die Profifußballer der Eintracht in den kommenden Tagen nicht mehr so viele Gelegenheiten geben wird, Körper und Geist mal runterzufahren und wieder einzupendeln. Es geht Schlag auf Schlag in den kommenden Wochen, das Mammutprogramm sieht en détail so aus: Donnerstag in Marseille, sonntags gegen Leipzig, mittwochs in Mönchengladbach, sonntags gegen Hannover, donnerstags gegen Rom und zum Abschluss sonntags in Hoffenheim.

Erst dann bleibt Zeit, mal durchzuschnaufen, dann verabschiedet sich die Bundesliga in die zweite Länderspielpause. Wahrscheinlich wird die Sportliche Leitung nach den ersten sieben Bundesliga- und zwei Europa-League-Begegnungen ein vorsichtiges Zwischenfazit ziehen. Wie es aussehen wird? Man muss schon ein ausgewiesener Optimist sein, um der Eintracht eine verheißungsvolle Prognose zu geben.

Der Saisonstart ist rein faktisch gesehen nicht mal mittelprächtig. Von fünf Pflichtspielen haben die Hessen vier verloren, eines im Supercup gegen die Bayern, eines im Pokal in Ulm, die letzten beiden in der Liga. Nicht auszudenken, wenn die Frankfurter nicht zum Bundesligaauftakt überraschend in Freiburg gewonnen hätten. Die Leistungen der Mannschaft in der Premiumklasse waren weitgehend in Ordnung, auch in Dortmund beim 1:3 hielt die Eintracht mit ihren Mitteln ganz gut mit.

Es ist zu spüren, dass das Team sich auflehnt, es an einem Strang zieht und mit viel Mentalität und Willen dagegenhält. Die Zweikampfwerte sind in Ordnung, die Laufleistungen sind sehr gut, in Freiburg und Dortmund spulte die Mannschaft mehr als 120 Kilometer ab, im Breisgau gar den Spitzenwert von 124,8. Selbst gegen Bremen liefen zehn Frankfurter fast genauso viel wie elf Werderaner. „Läuferisch sind wir gut unterwegs“, sagte Trainer  Hütter. „Mit den Basissachen bin ich zufrieden.“ Das große Aber folgte auf den Fuß, und das völlig berechtigt. „Spielerisch“, ergänzte er, „erwarte ich eine absolute Steigerung.“ Zumindest dann, „wenn alle Mann an Bord sind“. 

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