Frankfurt – Seit die Hauptwache für den Autoverkehr gesperrt ist, wirkt der Platz tot. Jetzt wollen Planungsdezernent Mike Josef (38) und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (68, beide SPD) die Straßenbahn zurückholen.

Bis 1986 rollte sie über Kaiserstraße und Hauptwache weiter Richtung Osten. Dann hat man das laut ratternde Relikt, das 114 Jahre hier entlang fuhr, beerdigt. 1968 wurde die U-Bahn in den Frankfurter Untergrund gegraben, um den Verkehr oberirdisch zu beruhigen.

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Tram-Treff Hauptwache nachts vor 90 Jahren: Zeitungsständer, Kopfsteinpflaster, ratternde Straßenbahnen

Foto: Archiv Stefan Schlagenhaufer

Oesterling: „Die Hauptwache war früher der Straßenbahnknoten in Frankfurt. Seit keine Straßenbahn mehr über die Hauptwache fährt, hat der Platz an Attraktivität verloren“.

Für die beiden SPD-Dezernenten ist die nördliche Innenstadt durch den öffentlichen Nahverkehr nur unzureichend entschlossen. Deshalb wollen sie eine neue Straßenbahnverbindung parallel der U-Bahn-Strecke von der Konrad-Adenauer-Straße über Stephan- und Stiftstraße, Eschenheimer Tor zur Hauptwache führen, dann weiter über Roßmarkt, Friedensstraße zum Willy-Brandt-Platz.

Oesterling: „Ich bin mir sicher, dass die neue Straßenbahnverbindung ein Erfolg wird, weil dadurch die Innenstadt viel feingliederiger erschlossen wird."