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Zwei Ärzte verurteilt - Laser explodiert bei OP und verletzt Patienten 

Hof – Weil sie für ein Medizin-Drama verantwortlich sind, wurden zwei Ärzte aus Franken zu Geldstrafen verurteilt.

Die zwei Mediziner (56, 54) operierten am 8. Februar 2017 in der Sana Klinik Hof (Oberfranken) einen Patienten (48). Dem Mann sollte ein sogenannter Stent, ein Röhrchen aus Silikon, aus der Lunge entfernt werden. Die Gefäßstütze war ihm ein Jahr zuvor eingesetzt worden.

Doch der Eingriff geriet zum Drama. Mit Zangen konnte das Plastik-Teil nicht über den Mund herausgeholt werden. Im Ganzen hätte das Teil nur durch einen Schnitt in die Luftröhre entfernt werden können.

Die Ärzte wollten deshalb den Stent mit einem Laser zerteilen, um dem Patienten den Luftröhrenschnitt zu ersparen. Mit dem Laser war vorher bereits ein Faden, der den Stent fixierte, durchtrennt worden. Doch beim neuerlichen Einschalten des Lasers kam es zu einer Explosion. Kunststoffteile wurden regelrecht in die Luftröhre und Bronchien des Patienten gesprengt.

Stent und Teile mussten nun doch über einen Schnitt in der Luftröhre geborgen werden. Der Mann überlebte zwar die OP, starb aber wenige Wochen später an den Folgen der missglückten Operation in einer Nürnberger Spezialklinik.

Jetzt wurden die beiden Ärzte vom Landgericht Hof wegen gemeinschaftlicher fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen von 31.500 und 15.600 Euro verurteilt. Beide hatten sich in der Verhandlung teilweise heftig widersprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Sana Klinik war auf BILD-Anfrage zu keiner Stellungnahme bereit.