Liechtenstein
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

«Die beste Kamera ist die, die man gerade dabeihat.»

Den Raum betretend sahen wir Paul J. Trummer, Fotograf beim Volksblatt, bereit, uns die Fotografie näher zu bringen. In seinen Händen hielt er eine grosse Kamera, mit welcher er uns wichtige Aspekte der Fotografie beibrachte. Mit einer gut ausgearbeiteten Präsentation unterstrich er all seine Aussagen. Seine langjährige Erfahrung als Fotograf half ihm, uns alles sehr ausführlich und mit Leichtigkeit zu erklären. Auch sein Wissen half uns, die Welt der Fotografie besser zu verstehen und das alles auch praktisch anwenden zu können.

Anfangs gingen wir die grundlegende Theorie der Fotografie durch. Als Begriffe wie Bildfolgemodi, Aufhellblitzen oder Belichtungszeit fielen, fühlten wir uns von diesen vielen Fachbegriffen zunächst leicht überfordert, jedoch sagte er dann: “Die beste Kamera ist die, die man gerade dabeihat.” Dabei spielt es nicht immer eine Rolle, ob man eine professionelle Kamera oder ein Handy benutzt.
Als wir ein wenig später anfingen, praktisch zu arbeiten, wurde uns vieles klarer. Er erklärte uns, wie wichtig der Hintergrund tatsächlich ist und dass dieser ein Foto komplett unterschiedlich erscheinen lassen kann. Beispielsweise wenn sich im Hintergrund ein Fenster oder eine Lichtquelle befinden, wird das Foto unterbelichtet und die Qualität sinkt stark. Auch sollte man beachten, dass man nicht zu nah an einer Wand steht, um zu verhindern, dass das Bild zu gestellt erscheint. Das Foto kann zusätzlich natürlicher wirken, wenn man Personengruppen nicht nur aneinander reiht, sondern auch leicht hintereinander stellt. Das Foto sollte möglichst auf das Motiv gerichtet sein, um es auszufüllen, damit es nicht im Hintergrund untergeht.

Was macht ein gutes Bild aus?

Nicht immer muss das ganze Bild scharf sein, denn mit einem unscharfen Hintergrund kann man den Fokus auf eine Person verstärken. Dadurch lenkt der Hintergrund das Auge nicht mehr ab und die Person steht im alleinigen Mittelpunkt. Dies ist auch erreichbar, wenn man ein Foto so minimalistisch wie möglich schiesst. Der Goldene Schnitt ist neben der Malerei auch in der Fotografie ein grosser Begriff. Auch die Horizontallinie spielt eine wichtige Rolle. In den meisten Fällen sollte sie sich unterhalb des Bildmittelpunktes befinden. Damit kann aber gespielt werden, um beispielsweise Spiegelungen eines Sees festzuhalten. Ein Perspektivwechsel, beispielsweise zur Vogel- oder Froschperspektive, kann hilfreich sein, um das Wesentliche in den Vordergrund zu setzen.

Persönlich wichtig für uns ist es, dass die Belichtung stimmt. Herr Trummer hat uns anhand einiger vor Ort geschossener Fotos gezeigt, wie die Belichtung ein Foto verändern und verbessern kann. Dabei spielen auch der Hintergrund und die Fotokomposition eine wichtige Rolle, um das Foto besser darstellen zu lassen. Der Workshop lehrte uns vieles über die Fotografie und ihre interessanten Ecken und Kanten.

(nf)

Advertisement