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Grossraubtier-Nachweise in Graubünden

Durch das Engadin streifen bis zu drei Bären. Zuletzt wurde eines der Grossraubtiere Mitte letzter Woche im Val Chamuera im Oberengadin beobachtet, wie dem aktuellen Quartalsbericht Grossraubtiere der Bündner Wildhut zu entnehmen ist.

Davor lieferten am 17. Juli Fotofallen aus zwei Unterengadiner Tälern Bilder von Bären. Die Wildhut ging damals davon aus, dass es sich "eher" um zwei Bären handle und nicht um ein zügig wanderndes Individuum. Wie der Grossraubtier-Spezialist des Amtes für Jagd und Fischerei damals der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte, sei das aber "nur eine Annahme."

Ob es sich derzeit um bis zu drei verschiedene Bären im Engadin handle, könne aufgrund fehlender genetischer Nachweise nicht gesagt werden, schrieb das Amt heute im Quartalsbericht. Schäden hätten die Tiere jedenfalls keine verursacht.

Weiteres Wolfsrudel im Bündner Oberland

In Graubünden hat sich zudem ein achtes Wolfsrudel gebildet. Im Lugnez im Bündner Oberland tappten gestern Wolfswelpen in eine Fotofalle. Das Rudel wird fortan als Wannaspitz-Rudel bezeichnet.

Das Streifgebiet des jüngsten Bündner Wolfsrudels erstrecke sich nach aktuellem Wissensstand über die Gemeinden Vals, Lumnezia und Ilanz, teilte das kantonale Amt für Jagd und Fischerei heute mit. Die Anwesenheit eines Wolfspaares in der Region sei seit letztem Jahr bekannt gewesen.

Die Wildhut geht davon aus, dass auch zwei Wolfspaare im Prättigau erstmals Nachwuchs bekommen haben. Allerdings fehlen derzeit Hinweise auf Welpen.

Von den bisherigen sieben Rudeln haben sich laut der Mitteilung dieses Jahr vier sicher oder zumindest höchst wahrscheinlich reproduziert. Bei drei Rudeln wurden Welpen gesichtet, bei einem vorerst nur eine trächtige Wölfin.

Zu den Rudeln, die sich mit absoluter Sicherheit erneuert haben, gehört nun auch das berüchtigte Beverin-Rudel. Erst am (heutigen) Montagmorgen wurden vier Welpen beobachtet. Es handelt sich um die vierte Reproduktion des Rudels. Die Beverin-Wölfe waren zuletzt im Juni in die Schlagzeilen geraten, weil sie eine Mutterkuh gerissen und eine weitere schwer verletzt hatten.