Liechtenstein
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Solarbranche sucht händeringend nach Personal

Die Photovoltaik gewinnt bei der Stromerzeugung in der Schweiz an Attraktivität, insbesondere bei Privatpersonen, die sich angesichts des Preisanstiegs mit Solaranlagen ausstatten. Die Branche sucht daher händeringend nach Spezialisten.

Laut den Statistiken des Bundesamts für Energie hat sich die Stromerzeugung aus Sonnenenergie in mehr als 30 Jahren verzehnfacht. Alleine die in der Schweiz im Jahr 2022 installierte Photovoltaikkapazität hat laut Swissolar zum ersten Mal die Marke von einem Gigawatt überschritten.

Auf dieser Grundlage wird es möglich sein, eine Terawattstunde (TWh) Strom zu erzeugen, erklärt der Verband der Solarenergiefachleute. Zum Vergleich: 2022 lag der Stromverbrauch bei 57 TWh.

Viele offene Stellen
Der Boom schafft viele Arbeitsplätze für Installateure, welche die Anlagen auch fachgerecht montieren. Gemäss der Personalberatungsfirma Michael Page nahm die Nachfrage nach Personal im Bereich Energieversorgung im April um 11 Prozent zu, nach 19 Prozent im März. In der Umwelttechnik, zu der auch Solarinstallateure gehören, stieg die Zahl der offenen Stellen im April um 6,1 Prozent, nach 11,7 Prozent im März.

Doch der Mangel an Arbeitskräften - auf einem fast ausgetrockneten Arbeitsmarkt - erschwert die Aufgabe der Branche. "Die aktuellen Schwierigkeiten liegen derzeit in der Rekrutierung von Installateuren", betont der Energieberater Tobias Hofstetter, Chef der Firma E2 concept.

Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage könnten die Solarinstallateure in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben, die Nachfrage zu befriedigen, warnt Hofstetter.

Bald spezielle Berufsausbildung
Swissolar betont, dass die Branche ab dem nächsten Jahr eine dedizierte Berufsausbildung anbieten wird, um der Nachfrage gerecht zu werden. Trotzdem dauert es heute im Durchschnitt immer noch sechs bis neun Monate von der Unterschrift für ein Projekt bis zur Inbetriebnahme der Anlage, erklärte ein Sprecher des Genfer Versorgers SIG.