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Damit jeder seinen Platz in der Gesellschaft hat

Piratepartei

Beim Thema „Inklusioun an Handicap zu Lëtzebuerg“ sieht die Piratepartei Nachholbedarf.

Beim On-Demand Transport Adapto kommt es immer wieder zu Problemen. Diese Vorfälle dürften nicht kleingeredet werden, so die Piraten.

Beim On-Demand Transport Adapto kommt es immer wieder zu Problemen. Diese Vorfälle dürften nicht kleingeredet werden, so die Piraten. Foto: John Schmit

Die Piraten wollen sich für eine Gesellschaft einsetzen, „in der jeder seinen Platz hat“ und deshalb Baustellen angehen, die die Inklusion von Menschen mit Behinderung erschweren. Fünf Schwerpunkte wurden am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorgestellt.  

Vormundschaft: Sie müsse komplett reformiert werden, fordert die Piratepartei. Personen, die unter Vormundschaft stehen, müsste mehr Selbstbestimmung zugestanden werden, statt sie komplett zu entmündigen. Die Vormundschaftsrichter sollten nach Meinung der Piraten zudem nur für eine spezifische Gruppe zuständig sein, etwa Personen mit Behinderung.

Schwerer Weg auf den Arbeitsmarkt

Beschäftigung: Viele Menschen mit Handicap würden gerne arbeiten, um sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen, stellen die Piraten fest und sehen insbesondere bei den Ateliers protégés Verbesserungsbedarf. Dort gebe es zu wenig Ausbildungsplätze und noch dazu Mängel, was die Verträge betrifft. Auch nach fünf Jahren würden Beschäftigte nicht das Statut des qualifizierten Arbeiters bekommen, sondern weiterhin für den unqualifizierten Mindestlohn arbeiten.

Die Piraten pochen außerdem auf eine Überarbeitung des Quotensystems. Viele Betriebe würden sich nicht daran halten und Personen mit Behinderung den Weg auf den Arbeitsmarkt versperren. „Diese Missstände müssen verschwinden.“

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Logement: Beklagt wird vor allem der Mangel an betreuten Wohnstrukturen. Hier müsse der Staat seine Verantwortung übernehmen, alternative Wohnformen stärker fördern und Betroffenen finanziell unter die Arme greifen.

Mobilität: Zwei Punkte streichen die Piraten in diesem Kontext besonders hervor. Erstens müssten die Ladestationen für Elektroautos für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich gemacht werden und zweitens müsse dringend dafür gesorgt werden, dass der Adapto ordnungsgemäß funktioniert.

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Digitalisierung: Diesbezüglich dürften Menschen mit Handicap nicht auf der Strecke bleiben. Mittels Sprachausgaben an Geldautomaten, Gebärdensprache, Untertiteln und leichter Sprache auf Internetseiten und bei Dienstleistungen, die online getätigt werden sollen, müsste der Zugang vereinfacht werden.