Luxembourg
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Escher Ökodorf steht vor dem Aus 

Benu-Village

Das Benu-Village in Esch ist das einzige Ökodorf in der Großregion.

Das Benu-Village in Esch ist das einzige Ökodorf in der Großregion. Foto: Anouk Antony

Das selbst ernannte Ökodorf Benu in Esch/Alzette steht vor dem Bankrott, weil eine Million Euro fehlen. Das berichtet das Tageblatt. Eigentlich habe das Projekt drei Konventionen mit der Stadt Esch, die ausreichend finanzielle Mittel versprechen. Die aktuelle läuft Ende des Jahres aus. In der zweiten Konvention, welche von 2020 bis 2022 lief, stellte die Stadt dem Projekt ein Budget von einer Million Euro für drei Jahre zur Verfügung. Benu habe mit einer weiteren Million vom Staat gerechnet, die aber nie gekommen sei. Das Ministerium habe der Stadt Esch mitgeteilt, dass es die Kosten nicht übernehmen werde.

Tageblatts nicht namentlich genannter Quelle zufolge wusste Benu zwar, dass der Staat seinen Anteil bisher nicht bezahlt hatte, die Stadtverwaltung habe dem Vorstand von Benu jedoch nie mitgeteilt, dass überhaupt kein Geld mehr kommen würde. Die Initiative habe erst in diesem Jahr zufällig erfahren, dass kein Geld mehr zu erwarten sei.

Umweltministerin Joëlle Welfring sagt gegenüber dem Tageblatt, dass das Ministerium nie einer Kofinanzierung der Konvention von 2020 bis 2022 zugesagt habe: „Wir haben eine Ablehnung der Finanzkontrolle erhalten, die zu Recht gesagt hat, dass unser Umweltfondsgesetz es überhaupt nicht erlaubt, eine Asbl zu unterstützen“.

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Die Grüne Abgeordnete Meris Sehovic betonte gegenüber dem Tageblatt, Benu sei über die Nichtbeteiligung des Staates informiert worden: „Das war für jeden klar wie Kloßbrühe.“ Wie die Kommunikation genau abgelaufen sei, könne er nicht sagen, da er zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Schöffenrat gewesen sei.

Sollte das Projekt eingestellt werden, so stünden 40 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Aktuell sollen Gespräche laufen, der Escher Schöffenrat stehe weiterhin hinter der Initiative, so Meris Sehovic. Das Umweltministerium wiederum prüfe, wie sie das Projekt unterstützen können, für Welfring bleibt Benu eine „gute Initiative“, so noch das Tageblatt.