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Task Force für Frauen in luxemburgischer Finanzwelt

Gendergerechtigkeit

Finanzministerin Yuriko Backes kündigt die Gründung einer Initiative an, die sich mit Genderfragen im Bereich der Finanzen befassen soll.

In der Finanzwelt sind zwar längst nicht Männer vertreten, und trotzdem gibt es auf allen Ebenen geschlechterspezifische Unterschiede.

In der Finanzwelt sind zwar längst nicht Männer vertreten, und trotzdem gibt es auf allen Ebenen geschlechterspezifische Unterschiede. Foto: Getty Images

(he) - Um den Handlungsbedarf zu erkennen, muss man nur einen Blick in die Führungsetagen von Finanzunternehmen werfen. Denn dort tummeln sich nach wie vor überwiegend Männer. Und dementsprechend ist auch die Sicht auf viele Aufgaben, Herausforderungen und Ziele in diesem Sektor eine überwiegend männlich geprägte.

Eine neue Initiative könnte das ändern. So kündigte Finanzministerin Yuriko Backes am Dienstagmorgen die Gründung der luxemburgischen „Gender Finance Task Force“ an, deren Aufgabe darin bestehen soll, „Gender Finance“ am Finanzplatz Luxemburg zu fördern.  Gemeint ist mit diesem Begriff die Auseinandersetzung mit Fragen, wie beispielsweise das Anlageverhalten von Frauen, deren Beschäftigungsverhältnisse oder aber Vergütung ihrer Arbeit im Finanzsektor. „Diese Initiative unterstreicht die wachsende Bedeutung der Gender Finance sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene im Bereich der nachhaltigen Finanzen“, erklärt dazu das Ministerium.

Kernelement für nachhaltige Entwicklung

Die Task Force, die nun zu ihrer ersten Sitzung zusammenkam, hat laut der Ministerin den Auftrag, die wichtigsten Möglichkeiten im Bereich von Gender Finance zu ermitteln und eine sektorweite Strategie zu entwickeln, die sich speziell auf die Bereiche „Finanzen für Frauen“ und „Frauen im Finanzwesen“ konzentriert. Die Task Force setzt sich aus verschiedenen Vertretern des Finanzsektors zusammen und wird von der Leiterin der Abteilung für nachhaltige Finanzen im Finanzministerium, Jennifer de Nijs, geleitet.

Yuriko Backes sieht in Genderfragen in ihrem Zuständigkeitsbereich Handlungsbedarf.
Yuriko Backes sieht in Genderfragen in ihrem Zuständigkeitsbereich Handlungsbedarf.

Yuriko Backes sieht in Genderfragen in ihrem Zuständigkeitsbereich Handlungsbedarf. Foto: Gerry Huberty

„Die Stärkung der Rolle der Frau ist nicht nur ein persönliches oder politisches Ziel, sondern ein Kernelement für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Entwicklung“, meint dazu Backes. „Mit dieser Task Force bekräftigt Luxemburg sein Engagement, den Finanzsektor für positive Auswirkungen in der Welt zu nutzen.“

Suche nach möglichen Kooperationen

Der Zusammenschluss hat es sich demnach zur Aufgabe gemacht, Möglichkeiten zu identifizieren, die von einzelnen Akteuren des luxemburgischen Finanzplatzes oder durch Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren umgesetzt werden können. „Darüber hinaus wird sie sich darauf konzentrieren, Maßnahmen und Auswirkungen zu schaffen, Innovationen zu fördern und Partnerschaften mit Institutionen im Bereich Gender Finance einzugehen“, heißt es dazu aus dem Ministerium. Die Task Force sei damit ein weiterer Beweis für die Bemühungen Luxemburgs, neue und aufkommende Trends in der nachhaltigen Finanzwirtschaft zu unterstützen.

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