logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Germany

0:4 bei Borussia Dortmund: Eintracht Frankfurt knickt ein

Nichts Neues im Westen. Wenn sich die Eintracht in Dortmund behaupten muss, heißt der Sieger stets Borussia. Seit neun Jahren geht das nun schon so, und dieses Mal war die Sache eindeutig. 0:4 unterlag die Frankfurter Mannschaft von Trainer Adi Hütter am Freitagabend dem BVB.

Eine auch in der Höhe verdiente Bundesliga-Niederlage, die durch die Tore von Lukasz Piszczek (33.), Jadon  Sancho (50.), Erling Haaland (54) und Raphael Guerreiro (74.) zustande gekommen war. Während die Dortmunder kurzfristig auf Tabellenplatz zwei vorrückten, verharrt die Eintracht als Neunter im Mittelfeld der Liga.

Die heimstärkste Mannschaft der Liga wollte schon vor dem Anpfiff mächtig Eindruck machen. Gelungen ist dies zunächst den Fans auf der Südtribüne, die ihrer Stadt mit einer riesigen Choreographie ihre Reverenz erwiesen. „Große Stadt Dortmund, mein Traum!“ Eine große Stadt mit einer großen Mannschaft? Als Dritter hatte der BVB den 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga eröffnet, und er musste zunächst jede Menge Schwerstarbeit leisten. Dies lag am couragierten Auftritt der Eintracht, bei der sich Trainer Hütter für die taktische Formel  4-1-4-1 entschieden hatte.

Vor der seit Wochen erprobten Viererabwehrkette bot Hütter seinen österreichischen Landsmann Stefan Ilsanker auf. Der in der winterlichen Transferperiode aus Leipzig nach Frankfurt gewechselte Defensivspieler war der gewünschte Ruhepol vor der Abwehr. Kompromisslos sorgte Ilsanker für Ordnung und fand sogar immer wieder die Gelegenheit, sich in das Offensivspiel der Eintracht einzuschalten. Das kam am Freitagabend unter Flutlicht erwartungsgemäß nur schwer auf Touren. Spiele der Eintracht in Dortmund waren schließlich zuletzt ernüchternde Angelegenheiten. Die vergangenen acht Punktspiele im größten deutschen Fußballstadion gingen allesamt verloren.

Die Borussia tat sich in der ersten Halbzeit schwer gegen die gut organisierte Eintracht, und sie benötigte einen Freistoß, um erstmals für Gefahr vor dem Frankfurter Tor zu sorgen. Doch der Freistoß von Guerreiro aus 20 Metern landete nur am rechten Pfosten (9.). Nach einer guten halben Stunde bot sich Achraf Hakimi eine gute Einschussgelegenheit. Doch dem Marokkaner, während der Woche erstmals Vater geworden, fehlte beim Abschluss Fortüne (32.). Eine Minute später machte es Kapitän Piszczek besser, der mit links zum 1:0 traf.

Haben allen Grund zum Feiern: BVB-Spieler gegen Frankfurt.

Angriffe der Eintracht? Mangelware. Die Hütter-Elf war zunächst ganz auf Torabsicherung bedacht und versuchte es vor allem, bei einem der wenigen Entlastungsangriffe Filip Kostic in Szene zu setzen. Doch der linke Flügelflitzer konnte sich nicht entscheidend durchsetzen. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff bekamen die 81.365 Zuschauer im traditionell ausverkauften Stadion den bis dahin besten Angriff des Spiels geboten. Der BVB spielte schnell und direkt - und Hakimi hatte Pech, dass sein Schuss über das Tor von Eintracht-Keeper Kevin Trapp ging.

Vor Beginn der zweiten Halbzeit brachten abermals unverbesserliche Eintracht-Chaoten im Wortsinne Farbe ins Spiel, denn sie entzündeten Bengalos. Die nächste Geldstrafe für die in dieser Hinsicht leidgeprüften Frankfurter wird kommen. Neu gekommen in die Eintracht-Mannschaft war Bas Dost, den Hütter für Mijat Gacinovic in den zweiten 45 Minuten in die Partie brachte. Ein weiterer Angreifer also, der gemeinsam mit dem Portugiesen André Silva die Dortmunder Defensive in Bedrängnis bringen sollte.

Doch es lief anders, ganz anders. Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff schlug der BVB ein zweites Mal zu. Sancho nutzte die Chance, sich auf der freien linken Seite gekonnt durchzuspielen und am machtlosen Trapp vorbei zum verdienten 2:0 einzuschießen. Das Publikum war begeistert – und geriet vollends in Verzückung, als die Borussia Fußball aus dem Lehrbuch zeigte, die Eintracht bei ihren Kombinationen nur zuschauen ließ – und Haaland

Der Torhunger der Borussia war damit aber noch nicht gestillt. In der 74. Minute sorgte Guerreiro mit einem unhaltbaren Flachschuss für den Schlusspunkt in einer Partie, in der die Frankfurter nur anfänglich mithalten  konnten. Der Lauf der Eintracht, die mit drei Siegen und einem Unentschieden den besten Rückrundenstart der vergangenen fünfzig Jahre hingelegt hatte, ist gestoppt. Trainer Hütter hatte es irgendwie schon vor der Reise in den Westen kommen sehen. „Wenn Dortmund um die Meisterschaft spielen möchte, müssen sie gegen uns gewinnen.“ Am Freitag unter Flutlicht ist der Titelaspirant BVB diesem Anspruch beim 4:0 gerecht geworden.

Themes
ICO