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Germany

1. FC Köln: Pal Dardai gilt als Favorit auf den Trainerjob

Für Alexander Wehrle, den verbliebenen Geschäftsführer des 1. FC Köln, müssen sich die Ereignisse der vergangenen  Tage wie ein Déjà-vu anfühlen. Denn die Situation ist vergleichbar mit der von vor zwei Jahren. Damals, Ende Oktober 2017, verlor der Bundesligist erst Sportchef Jörg Schmadtke,  Anfang Dezember trennte sich der FC dann vom  langjährigen Trainer Peter Stöger. „Natürlich zeigen sich da gewisse Parallelen, das war 2017 schon eine einschneidende Situation für den Verein. Sie ist allerdings nicht vergleichbar mit der jetzigen“, sagt Wehrle im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dennoch steht der 44-Jährige, der seit 2013 beim FC im Amt ist, wieder einmal allein da.

„Haben die Qualität

Aber auch nach der Trennung von Sportchef Armin Veh und Trainer Achim Beierlorzer sowie dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz hat Wehrle seine Zuversicht nicht verloren:  „Wir haben damals die schwierige Situation gemeistert und die Rückkehr in die Bundesliga geschafft. Es hilft jetzt, dass wir damals schon eine ähnliche Lage hatten.

Wir haben wichtige Erfahrungen gesammelt. Wir waren von Achim Beierlorzer überzeugt, aber er hat am Ende nicht die nötigen Punkte geholt. Ich bin aber  ebenso überzeugt davon, dass unser Kader die Qualität hat, die Klasse zu halten.“

FC noch nicht abgeschlagen

In der Saison 2016/17 stieg der FC nach einer desaströsen Saison sang-und klanglos ab. Allerdings war das Team seinerzeit nach der Hinrunde mit nur sechs Zählern bereits abgeschlagen. Das ist aktuell nicht der Fall.  Die Trennung vom einstigen Erfolgstrainer Peter Stöger erfolgte damals spät, zu spät. Jetzt zog der Klub  früher Konsequenzen. Der FC kann durchaus noch etwas reparieren.

Dennoch befindet sich der Klub ohne Sportchef und Trainer erneut in der Stunde null. Dass  der Verein aber im Chaos steckt, findet Wehrle überhaupt nicht: „Von außen betrachtet kann vielleicht der Eindruck aufkommen. Ich sehe es aber ganz anders: Wir sind absolut handlungsfähig. Werner Wolf, Frank Aehlig, Jörg Jakobs und ich sind erfahren und machen den Job seit vielen Jahren, Erich Rutemöller  seit Jahrzehnten. Hier herrscht ganz sicher kein Chaos. Es gilt jetzt, die zwei Schlüsselpositionen optimal und zeitnah zu besetzen. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir die Wende schaffen“, sagt Wehrle.

Wehrle kämpferisch

Der Finanzchef gibt sich kämpferisch und ist weit davon entfernt, die Brocken hinzuwerfen. „Ich habe beim FC einen Vertrag bis 2023 und eine Verantwortung dem Klub und den Mitarbeitern gegenüber“, sagt Wehrle, der erneut Wert darauf legt, dass er dem Vorstand jüngst niemals mit Rücktritt gedroht habe. Für den 1. FC Köln kommt die Länderspielpause zum günstigen Zeitpunkt. Der Verein kann etwas durchschnaufen, muss aber auch die Weichen stellen. Zwar sagt auch der Schwabe, dass es „optimaler“ gewesen wäre, erst den neuen Geschäftsführer Sport einzustellen, der dann selbst den neuen Trainer installiert. Aber es wird jetzt wohl so kommen, dass erst ein neuer Trainer am Geißbockheim die Arbeit aufnimmt. „Wir wollen die Trainerstelle möglichst bis zum Spiel in Leipzig besetzen“, erklärt Wehrle. Also bis zum 23. November.

Einig sind sich die  Verantwortlichen, dass es auf der Trainerposition keine Experimente mehr geben soll. Ein  Trainer, der die Bundesliga kennt, soll kommen. Einer, der nachgewiesen hat, dass er im Oberhaus nachhaltig erfolgreich arbeiten kann. Das traf in den vergangenen Jahren auch auf Bruno Labbadia (53) zu. Den hat der FC  kontaktiert. Allerdings erfolglos, wie Interims-Sportchef Frank Aehlig  erstaunlich ehrlich verriet. „Wir haben bei Bruno angefragt. Er hat abgelehnt. Ich hätte mir das gut vorstellen können“, sagte Aehlig. Labbadia wolle kein „Feuerwehrmann“ sein.

Dardai statt Labbadia

Der Ex-Stürmer war aber nur einer der Top-Kandidaten, ein anderer ist nach Informationen dieser Zeitung Pál Dardai (43). Der ehemalige ungarische Nationalspieler war bis Ende der vergangenen Saison für viereinhalb Jahre bei Hertha BSC tätig. Nach dem Engagement habe er eine Auszeit gebraucht, aber sein Akku sei wieder aufgeladen, sagte Dardai.

Er könne sich grundsätzlich den Trainerjob bei einem anderen Bundesligisten vorstellen, wie er jüngst dem „Kicker“ erklärte: „Ich bin ein Typ für die Tagesarbeit. Das Thema Nationalmannschaft ist vorbei. Ich werde nicht mehr als Nationaltrainer arbeiten – weder in Ungarn noch in einem anderen Land.“ Dardai gilt als durchsetzungsfähiger Trainer. Als einer, der den Spielern  Beine machen kann. Die Kölner Mannschaft im Herbst 2019 kann einen solchen Trainertypen durchaus gebrauchen.

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