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Abschied vom „Kloster Jak“

Weichser Original, obwohl in Jetzendorf geboren: Jakob Seemüller, der „Kloster Jak“. Foto: nef

Weichs hat Abschied von Jakob Seemüller genommen. Der ehemalige Gemeinderat war im Alter von 93 Jahren verstorben. Coronabedingt fand die Beerdigung in kleinerem Rahmen statt. Den Trauergottesdienst in St. Martin hielt Pfarrer Simon Ruderer.

Weichs – In Weichs wurde der Verstorbene von vielen nur „Kloster Jak“ genannt. Das kam daher, dass Seemüller rund 40 Jahre bis zur Rente im ehemaligen Kloster der Armen Schulschwestern zuerst in der klösterlichen Landwirtschaft und später als Hausmeister im Kloster mit Mittelschule tätig war.

Der Jak war Landwirt mit Leib und Seele. Gerne und erfolgreich gab er als Landwirtschaftsmeister sein Wissen auch an Lehrlinge weiter. Aus dieser Zeit wusste er viel zu erzählen. Zum Beispiel, dass er noch zusammen mit den Schwestern und den Schülerinnen Kartoffel „klaubte“. Als Hausmeister wurde er nicht selten auch außerhalb seiner Arbeitszeit ins Kloster gerufen, wenn etwas nicht funktionierte. Er war halt sehr hilfsbereit und konnte meist helfen. Auch durch sein vielseitiges Geschick war er geschätzt und beliebt. Er hat sogar die „Klosterschwaiberl“ – so nannte man die ehemaligen Mittelschülerinnen damals – nach den Ferien am Bahnhof Esterhofen abgeholt, um sie auf dem Anhänger seines Bulldogs zurück ins Internat zu bringen.

Der Jak wurde nicht nur im Kloster geschätzt. Von 1960 bis 1978 war er Gemeinderat. Er setzte sich zudem bei der Feuerwehr im Dienst für den Nächsten ein, war Ortsobmann des Bauernverbandes, Obmann des einstigen Waldbauernvereins und ehrenamtlicher Schöffe. Fast vier Jahrzehnte war er Böllerschütze bei Veranstaltungen, etwa Fronleichnamsprozessionen.

Jakob Seemüller wuchs auf dem „Puchhiasnhof“ in Puch bei Jetzendorf auf. Doch er wurde bald und mit ganzem Herzen ein Weichser. Nicht nur, weil seine Mutter, die starb, als er vier Jahre war, dort aus dem Geitner-Hof stammte.

Noch im hohen Alter ließ er sich in den von ihm so geliebten Wald fahren. Früher hatte er so gerne im Klosterholz gearbeitet und dort selbst gefertigte Nistkästen für Meisen aufgehängt. Als das Gehen immer beschwerlicher wurde, stand er mit seinem Gehstecken gerne am Gartentor seines Hauses, um mit Vorbeikommenden zu ratschen. Er hatte viel zu erzählen. Oft hörte man von ihm, dass sein Vater fast 100 Jahre alt geworden war.

Auch der Jak hatte ein erfülltes und langes Leben. Die letzten Monate musste er leider in einem Pflegeheim verbringen. Unweit von seiner für so lange Zeit „zweiten Heimat“, dem Weichser Kloster, hat er nun im benachbarten Kirchenfriedhof seine letzte Ruhe gefunden. Am offenen Grab stand auch eine Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins Weichs, wo er immer noch Mitglied war. Letztmals erklangen Salutschüsse für einen Weichser Kriegsteilnehmer, von denen es nur noch wenige gibt.

Um den „Kloster-Jak“ trauern bestimmt nicht nur seine Frau Anna, mit der er über 57 Jahre verheiratet war, und seine beiden Kinder mit Partnern.

Heinz Nefzger

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