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Acht Hamburger bereits an Coronavirus gestorben

Acht Menschen sind bereits in Hamburg an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Das gab die Hamburger Gesundheitsbehörde am Mittwoch bekannt. Zudem ist die Zahl der Infizierten um 147 weitere Fälle auf insgesamt 2437 angestiegen. Davon dürften nach Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) circa 860 Personen wieder genesen sein. Demnach geht die Behörde aktuell von rund 1.580 erkrankten Personen in Hamburg aus.

Die Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser bereiten sich derweil auf einen Anstieg der schweren Fälle vor. Derzeit verfügen allerdings noch alle über ausreichende Kapazitäten: In Hamburg werden aktuell 180 Hamburger aufgrund einer Erkrankung mit Covid-19 stationär behandelt, 45 davon intensivmedizinisch.

Besonders ältere Menschen will Hamburg in den kommenden Wochen schützen. Deshalb hat die Behörde am Dienstag eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der Besuche in der stationären Altenpflege generell verboten sind. Die Pflegeeinrichtungen dürfen im Einzelfall allerdings unter strengen Auflagen Ausnahmen zulassen, zum Beispiel im Rahmen der Sterbebegleitung. Auch Präventions- und Hygienevorschriften werden verschärft.

Zudem hat die Stadt für ältere Mitmenschen das Corona-Hilfe-Telefon „Hamburg hilft Senioren“ eingerichtet. Über diese Hotline wird Senioren Information, Beratung und Hilfestellung angeboten, die Hotline ist täglich von 7 bis 19 Uhr geschaltet (Tel. 040 42828 8000).

Um Hilfe auch praktisch leisten zu können, wurden hierzu professionelle Angebote der Stadt, aber auch freie Träger eingebunden. Auch Hamburger können sich helfend engagieren; sie werden, wenn sie über die Hotline Hilfe anbieten, zu Trägern geführt, die das Engagement organisieren.

In einem Seniorenheim der Hamburger KerVita-Gruppe haben sich indes zwei demenzkranke Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte die Heimleitung am Mittwoch. Es handelt sich dabei um das Senioren-Zentrum „Am Inselpark“ in Hamburg-Wilhelmsburg. Ein Patient wird in einem Krankenhaus stationär behandelt. Wie es zur Infektion kam, ist unklar. Es seien Sicherungsmaßnahmen eingeleitet worden, um die anderen 132 Bewohner sowie Pflege- und Servicekräfte zu schützen, heißt es.

In den Seniorenheim gilt seit knapp drei Wochen ein absolutes Besuchsverbot. Nunmehr wurde der sofortige Verzicht auf die Personalrotation zwischen den Wohngruppen und das gemeinsames Essen verschiedener Wohnbereiche festgelegt. Gruppenangebote wurden eingestellt. Die betroffene Wohngruppe befindet sich in Quarantäne und wird isoliert versorgt.

Während die Kontaktsperre für ältere Bürger zum Problem werden kann, sehen Experten der Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in der Corona-Krise keine größere Gefahr für die Psyche der Menschen. „Das ist eine Umstellung, Unbequemlichkeit für viele, aber keine Extremsituation“, sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Jürgen Gallinat, am Mittwoch in Hamburg.

Sein Kollege und Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Prof. Michael Schulte-Markwort, betonte, die große Mehrheit der Kinder, Jugendlichen und Familien bewältigten die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote gut. Beide Experten rieten den Menschen, ihren vor der Corona-Krise gewohnten Tagesablauf beizubehalten und den Tag zu strukturieren.

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