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Germany

Adventsbasar Bad Münstereifel: Zwischen „Winter-Wonder-Land“ und „James Bond“

Advent – das ist bekanntermaßen die Zeit der Entschleunigung und Gemütlichkeit, die Zeit süßen Gebäcks und warmer Getränke, die Zeit der Gespräche und des Beisammenseins mit Familie, Freunden und alten Bekannten. Kurzum: Es sind allerlei Traditionen, die sich Jahr für Jahr im Advent sammeln. Und eben diese spielen auch beim alljährlichen Weihnachtsbasar des Erzbischöflichen St.-Angela-Gymnasiums seit jeher eine tragende Rolle.

Seit 48 Jahren verabreden sich hier unzählige Besucher auf einen Bummel durch das Pädagogische Zentrum (PZ) des Gymnasiums, und der ein oder andere ehemalige Schüler schwelgt beim Besuch der alten Klassenräume in Erinnerungen. Hier werden dann ehemalige Lehrer besucht, bei Weihnachtsmusik frisch gebackene Waffeln und Crêpes verspeist und unter hoch aufgebauten Nadelbäumen und Lichterketten erste, handgefertigte Weihnachtsgeschenke an den kleinen Verkaufsständen erstanden.

Cake-Pops auf bunten Stielen

Adventskränze, Duftsäckchen und diverse Dekorationen aus Holz, selbstgekochte Konfitüren und Marmeladen oder frisch gebackene Cake-Pops auf bunten Stielen, Perlenschmuck, Lesezeichen – wieder wurden viele kreative Erzeugnisse in wochenlanger Vorarbeit von Schülern, Eltern und Klassenlehrern hergestellt und am ersten Adventswochenende beim Adventsbasar der Schule zum Verkauf angeboten.

Im Pädagogischen Zentrum (im Bild) und in sämtlichen Klassenräumen des Gymnasiums geht der traditionelle Adventsbasar über die Bühne.

Im Pädagogischen Zentrum (im Bild) und in sämtlichen Klassenräumen des Gymnasiums geht der traditionelle Adventsbasar über die Bühne.

„Hier herrscht jedes Mal eine ganz besondere Atmosphäre“, schwärmt Inga Laurinat. Die Mutter engagiert sich seit vielen Jahren beim Basar. Im Pädagogischen Zentrum steht sie seit einiger Zeit hinter einem der Verkaufsstände. Konzentriert und gut gelaunt faltet sie Bascetta-Sterne zusammen und hantiert die kleinen Lichterketten ins Innere der weihnachtlichen Papier-Dekoration. Die Bastelei ist nicht ganz unaufwendig und vielleicht auch deshalb gut gefragt auf dem Basar.

Bascetta-Sterne sind der Renner

„Nach all den Jahren müsste mittlerweile die halbe Eifel mit Bascetta-Sternen versorgt sein“, lacht die Euskirchenerin. Sie mache diese Arbeit sehr gerne. Die Eltern seien am Gymnasium gut eingebunden, erzählt sie. Es gebe einen tollen Kontakt zwischen Eltern, Lehrern und Schülern, man arbeite oft zusammen.

Das sieht auch Schulleiter Bernhard Helfer so. „Ich war immer stolz auf diese Schule“, sagt er. Und auch den Weihnachtsbasar habe er seit den Anfängen in den 1970er-Jahren nur ein einziges Mal nicht besuchen können. Der älteste Ehemalige, den der Schulleiter in diesem Jahr auf dem Basar getroffen habe, sei aus Frankfurt angereist und habe 1981 sein Abitur gemacht, erzählt Helfer.

Faltete stundenlang Bascetta-Sterne: Inga Laurinat.

Faltete stundenlang Bascetta-Sterne: Inga Laurinat.

„In dieser Schule haben wir tolle Schüler – und auch schon immer gehabt“, so der Schulleiter. Diese engagieren sich gemeinsam mit Eltern und Lehrern seit 28 Jahren für das Projekt Mandacaru in Pedro Segundo (Brasilien). Beispiele für das Engagement findet man am Wochenende zuhauf. Die Schüler der Klasse 8b haben für den Basar zwei Escape-Rooms konzipiert – interaktive Spielstätten, bei denen es darum geht, durch die Lösung kniffliger Rätsel einen Schlüssel zu finden, der den Weg in die Freiheit verspricht. In diesem Falle: raus dem Klassenzimmer!

Zwischen „Winter-Wonder-Land“ und „James Bond“

Die Spieler – jung und alt – könnten zwischen dem leichteren „Winter-Wonder-Land“ und dem Profiraum „James Bond“ entscheiden, erzählt Johanna. Sie war bis Freitagabend beim Aufbau dabei und hat das „Winter-Wonder-Land“ entwickelt. „Wir machen das gerne, weil es alles für einen guten Zweck ist“, sagt Johanna. Während des Aufbaus hatte Lehrerin Monika Minden für die fleißigen Helfer Fassbrause und Essen spendiert. „Sie engagiert sich sehr“, sagt die 13-jährige Johanna über die Lehrerin und gibt sich mit Freundin Lara wieder ihrer Rolle als Spielleiterin hin. Der Schlüssel nach draußen steckte diesmal in einem Adventskalendertürchen.

Advent – für das Gymnasium ist das stets eine Zeit des Miteinanders. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Schule, das von Schülern, Eltern und Lehrern gleichermaßen hoch geschätzt wird. Die Weihnachtsstimmung kommt nicht von ungefähr. Sie wird getragen von Schülern, die in kleinen Grüppchen mit blinkenden Weihnachtsmützen und umgeschnallten Bauchläden durch die Flure streifen und Süßes verkaufen, von der „Mäuseshow“, die vor vielen Jahren vom ehemaligen Biologielehrer Louis ins Leben gerufen wurde und noch immer ein Renner ist, und auch von allen anderen, die ein Klassenzimmer für ein paar Tage zum Café werden lassen und im Hintergrund den Abwasch machen.

„48 Jahre Weihnachtsbasar, 28 Jahre Mandacaru“, steht in großen Lettern an der Backsteinwand geschrieben. Eine Tradition, die Bestand hat und auf Weihnachten einstimmt.

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